Wissenschaftsministerin Theresia Bauer zu Besuch

25. Oktober 2018

Tübingen - Am Donnerstag war Baden-Württembergs Wissenschaftsministerin Theresia Bauer bei uns am Institut zu Besuch. Eingeladen waren auch Medienvertreter aus der Region. Anlass der Veranstaltung war, der Presse die Cyber Valley Initiative vorzustellen - eine der größten Forschungskooperationen Europas auf dem Gebiet der Künstlichen Intelligenz.

Es gab Vorträge zu Maschinellem Lernen, zu Mensch-Computer-Schnittstellen und natürlich durfte nicht fehlen: ein Rundgang durch unsere Capture Hall, wo es den 4D Bodyscanner zu besichtigen gibt, sowie das Robotik-Labor, wo Roboter Apollo auf die Gruppe wartete.

'Cyber Valley hat richtig Fahrt aufgenommen', sagte die Ministerin. 'Dieses Netzwerk hat Potential für wegweisende Sprunginnovationen.' Zehn neue Forschungsgruppen nehmen in Stuttgart und Tübingen ihre Arbeit auf, über zehn neue Professuren im Bereich KI werden gerade an den beiden Standorten eingerichtet. Cyber Valley zieht Spitzenwissenschaftler von den Top-Universitäten der ganzen Welt an. Die in Stuttgart und Tübingen entstehenden Cyber Valley-Gebäude sind in der Planung weit vorangeschritten.

'Im Cyber Valley schaffen Wissenschaft und Industrie gemeinsam ein Ökosystem für die beste KI-Forschung', sagte Professor Bernhard Schölkopf, Direktor am Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme in Tübingen. 'Ausgangspunkt ist eine wissenschaftliche Spitzenstellung im maschinellen Lernen, Mittel das Anlocken von Talenten aus aller Welt, Zweck die Erforschung der Technologie, Gründung der Firmen von morgen und verantwortliche Gestaltung unserer Zukunft.'

'Das Zusammenspiel von Industrie, Forschung und Politik macht das regionale Cluster zum weltweiten Hotspot für Spitzenforscher', sagte Dr. Christoph Peylo, Leiter des Bosch Center for Artificial Intelligence, der ebenfalls dabei war. 'Maschinelles Lernen und künstliche Intelligenz sind Schlüsselkompetenzen, um die vernetzte Welt zu gestalten.'

Insgesamt investieren alle Cyber Valley Partner – die Max-Planck-Gesellschaft, die Universitäten Stuttgart und Tübingen, mehrere Stiftungen, die Wirtschafts- partner und das Land – in einem ersten Schritt 165 Mio. Euro in den Standort, um einen international konkurrenzfähigen KI-Hotspot aufzubauen. Dieser soll nicht nur weitere Spitzenwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler und junge Talente aus aller Welt anziehen, sondern auch weitere Unternehmen dazu einladen, sich hier anzusiedeln. 'Cyber Valley wird unsere Wirtschaftsunternehmen im digitalen Wandel voranbringen und dringend gesuchte hochqualifizierte Nachwuchskräfte für Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft ausbilden', betonte Bauer.

Wissenschaftsministerin zu besuch1
Wissenschaftsministerin zu besuch2
Wissenschaftsministerin zu besuch3