Founded in 2023, the ELLIS Institute Tübingen has established itself as a leading center for foundational AI research, attracting top machine learning talent and providing state-of-the-art facilities in Tübingen, Germany. Its mission is to advance pioneering AI research while contributing to the broader ELLIS initiative. By combining fundamental scientific excellence with societal relevance, the Institute is shaping the future of AI in Europe and beyond by fostering innovation, interdisciplinary collaboration, and the development of the next generation of leaders in AI science.
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2018: Hörsaalbesetzung in Tübingen und die Folgen – im Dialog mit der Gesellschaft
Im Jahr 2016 schlossen sich Akteure aus Wissenschaft, Wirtschaft, Industrie und Politik zusammen, um das Cyber Valley zu gründen, ein Forschungskonsortium im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI), das sich später als erster Innovationscampus in Baden-Württemberg etablieren sollte. Zehn Jahre später, im Jahr 2026, blicken wir auf die wichtigsten Meilensteine des letzen Jahrzehnts zurück. Jeden Monat widmen wir uns dabei einem Jahr aus der Geschichte des Cyber Valley.
In diesem Monat schauen wir auf das Jahr 2018 zurück – ein Jahr, das den Austausch zwischen KI-Forschung und Gesellschaft in Tübingen nachhaltig geprägt hat. Von Ende November bis Anfang Dezember besetzten Aktivist:innen einen Hörsaal im Kupferbau, einem Hörsaalgebäude der Universität Tübingen, um auf ihre Bedenken gegenüber dem Cyber Valley aufmerksam zu machen. Die Protestierenden thematisierten unter anderem die Zusammenarbeit mit privaten Unternehmen, die Einbindung der Öffentlichkeit in Entscheidungsprozesse sowie Fragen nach Transparenz in der Forschung.
Die Ereignisse machten deutlich, wie groß das Interesse der Öffentlichkeit an den Entwicklungen rund um KI war – und wie wichtig offene Gespräche über ihre gesellschaftlichen Auswirkungen sind. In der Folge wurden mehrere Initiativen ins Leben gerufen, die den Dialog zwischen Forschung und Öffentlichkeit stärken sollten.
Dazu gehörten das Cyber Valley Public Advisory Board, die Ausstellung „Cyber and the City“ im Tübinger Stadtmuseum, der KI-Bürgerrat sowie zahlreiche Initiativen im Bereich Public Engagement in der Cyber Valley GmbH.Die Öffentlichkeit muss in Gespräche über KI-Forschung einbezogen werden: Philipp Hennig, Professor für die Methoden des Maschinellen Lernens an der Universität Tübingen
Obwohl die Proteste für viele Mitglieder der Cyber-Valley-Community überraschend kamen, machten sie deutlich, wie wichtig der Dialog mit der Öffentlichkeit ist, wenn Baden-Württembergs Zukunft mit KI gestaltet wird. Damit die gesamte Gesellschaft von der Forschung und der Zusammenarbeit mit der Industrie profitieren kann, muss die Öffentlichkeit in Entscheidungsprozesse einbezogen werden, wie Philipp Hennig berichtet:
“An einem späten Vormittag im Jahr 2018 kam ich in den Kupferbau, um dort meine Vorlesung zu halten, und stellte fest, dass das Gebäude besetzt war. Ich ging recht neugierig zum Protestcamp um herauszufinden, für welche gute Sache die Studierenden kämpften. Es dauerte ein paar Momente, bis mir klar wurde, dass ihre Banner etwas mit mir zu tun hatten. Aber ich glaube, die Protestierenden hatten auch nicht gewusst, dass in dem Gebäude gerade eine Vorlesung stattfand – von und für genau die Menschen, gegen die sie protestierten. Zumindest wirkten sie unvorbereitet, als ich sie bat, doch mit mir in den Hörsaal zu kommen, damit wir vor meinen Studierenden miteinander sprechen konnten.
In den Wochen danach verstand ich, dass diese gegenseitige Überraschung eine Metapher für die Situation in der Stadt war. Studierende und auch die breitere Öffentlichkeit wussten nicht oder verstanden nicht, was auf unserem entstehenden KI-Campus auf dem Hügel geschah. Und wie hätten sie das auch wissen können? Wir hatten uns nie die Mühe gemacht, es ihnen zu erklären. Zu unserer Verteidigung muss ich sagen, dass es uns gar nicht in den Sinn gekommen war, dass sich überhaupt jemand dafür interessieren könnte. Damals steckte KI noch in den Anfängen. Viele von uns Akademikern, mich eingeschlossen, betrachteten unsere Arbeit als eine nerdige Nische.
Der Dezember 2018 und der Januar 2019 sollten sich als sehr stressige Zeit erweisen. Rückblickend bin ich jedoch sehr dankbar für diese Erfahrung. Viele meiner Kolleg:innen – von Doktorand:innen bis hin zu Professor:innen – stellten sich der Öffentlichkeit, teilweise in angespannten Situationen, um über ihre Arbeit und über die oft missverstandenen administrativen Details der Forschungsfinanzierung zu sprechen. Vielleicht war die interessanteste Wirkung der Proteste ihr Einfluss auf die Informatikstudierenden. Die meisten von ihnen waren anfangs gleichgültig. Doch als sie sich gezwungen sahen, sich zwischen Mitstudierenden aus anderen Fakultäten und den eigenen Professor:innen zu entscheiden, wurden viele von ihnen engagierter.
In jenem Winter habe ich gelernt, dass es schmerzhaft sein kann, sich öffentlich und persönlich zu erklären – dass es sich aber lohnt. Sieben Jahre später ist Tübingen vielleicht harmonischer geworden. Doch die Frage an unsere Studierenden ist inzwischen nur noch relevanter geworden: Welche Art von Welt wollen sie mit KI aufbauen?”
Photo: Friedhelm Albrecht/Universität TübingenDie Gründung des Cyber Valley Public Advisory Board: Regina Ammicht Quinn, Seniorprofessorin am Internationalen Zentrum für Ethik in den Wissenschaften (IZEW) an der Universität Tübingen
Ein Resultat der Proteste war die Einrichtung des Cyber Valley Public Advisory Board (PAB) – eines unabhängigen Gremiums, das die ethischen und gesellschaftlichen Auswirkungen der Forschungsprojekte des Innovationscampus kritisch hinterfragt. Die Sprecherin des PAB, Regina Ammicht Quinn, erinnert sich an ihre Erfahrungen während der Proteste und daran, wie es zur Gründung des Gremiums kam:
“Die Besetzung des Kupferbaus habe ich als bemerkenswert zivilisiert und kooperativ erlebt. An den Wänden hingen Zettel darüber, was erlaubt war und was nicht, nachmittags wurde Schach gespielt, und die Atmosphäre war insgesamt von Höflichkeit und gegenseitigem Respekt geprägt. Im Rahmen unserer Ringvorlesung sollte meine Kollegin Jessica Heesen eine Vorlesung zu „Diskriminierung durch Algorithmen“ halten, die ich moderiert habe. Auf Anfrage haben die Hörsaal-Besetzer:innen uns die Nutzung erlaubt, die Schlafsäcke waren zur Seite geräumt worden.
Die Studierenden wollten mit der Besetzung vor allem Aufmerksamkeit auf Problematiken lenken: da ging es um die Maximalforderung „Amazon nicht in Tübingen!“, die Forderung nach mehr Transparenz, auch in Bezug auf mögliche Rüstungsforschung, und die Befürchtung der Verschlechterung der schon bislang schwierigen Wohnsituation. Es gab also keine konkreten für die Universität einfach zu lösende Probleme. Dafür wurden vor allem allgemeine Sorgen und Ängste hinsichtlich der gesellschaftlichen Folgen der Künstlichen Intelligenz artikuliert – Fragen und Unsicherheiten, die aus meiner Sicht bis heute nichts von ihrer Aktualität verloren haben. Universitäten sind auch der Gesellschaft verpflichtet, sodass auch ein Hörsaal manchmal ein Ort des Protestes sein darf.
Die Gründung eines Public Advisory Boards im Cyber Valley war daher ein notwendiger und wichtiger Schritt. Der öffentliche Beirat sollte den Raum schaffen, in dem gesellschaftliche Perspektiven, ethische Fragen und öffentliche Anliegen in die Diskussion über KI-Forschung eingebracht werden. Zu seinen anfänglichen Aufgaben gehörte es, Projektanträge zu begutachten und Empfehlungen auszusprechen. Dabei verstand sich das Gremium ausdrücklich nicht als moralische Kontrollinstanz. Vielmehr sah es seine Rolle darin, darauf hinzuweisen, dass digitale Forschung stärker interdisziplinär angelegt sein sollte und dass zusätzliche wissenschaftliche Perspektiven notwendig sind, um den Horizont zu erweitern.”
Cyber and the City: Thomas Thiemeyer, Professor für Empirische Kulturwissenschaft an der Universität Tübingen
Die Proteste gaben auch Kulturwissenschaftlern wie Thomas Thiemeyer einen wichtigen Impuls. Er kuratierte die Ausstellung „Cyber and the City“ im Tübinger Stadtmuseum. Die Ausstellung lief von Februar 2023 bis Januar 2024 und bot einen Überblick über Entwicklungen und Debatten rund um die KI-Forschung in Tübingen. Für Thiemeyer bot die Ausstellung einen Raum, in dem sich die Öffentlichkeit nach den Protesten von 2018 mit dem Thema auseinandersetzen konnte:
“Die Proteste haben einige der großen Fragen im Zusammenhang mit KI aufgeworfen, die seinerzeit in Deutschland öffentlich noch wenig diskutiert wurden: Wohin entwickelt sich unsere Stadt, wenn Techindustrie und KI-Forschung zentrale Akteure werden? Was macht KI mit unserer Gesellschaft? Wie verändert sie unseren Alltag? Und welche Wirtschaftsmodelle (Stichwort „Überwachungskapitalismus“) unterstützen wir mit den neuen Technologien? Was heißt das für unsere Wissenschaften, deren Unabhängigkeit von kommerziellen Interessen und politischen Erwartungen wichtig ist?
Die Proteste waren der Grund, warum wir uns als Kulturwissenschaftler mit dem Thema beschäftigt und schließlich eine Ausstellung dazu gemacht haben. Denn mit den Protesten war das Thema KI in Tübingen/Stuttgart zu einem Thema der Tübinger Stadtgesellschaft geworden, an dem grundsätzliche Fragen der Stadt- und Gesellschaftsentwicklung verhandelt wurden (siehe oben). Für die Kulturwissenschaft sind Proteste immer interessant, weil durch sie Gesellschaften gezwungen werden, über sich selbst nachzudenken und Korrekturen vorzunehmen.
Ein kontinuierlicher Dialog mit der Öffentlichkeit über die Forschung und Anwendung im Bereich der künstlichen Intelligenz ist wichtig, weil neue Technologien immer das Leben von Menschen verändern. Sie betreffen das Gemeinwesen, also uns alle und sind damit eine Gegenstand politischer Diskussion. Information ist Voraussetzung, dass diese Diskussionen nicht nur von wenigen Experten, sondern von möglichst vielen Bürgerinnen und Bürgern geführt werden können.”
Rückblickend zeigt das Jahr 2018, wie wichtig offene Diskussionen über neue Technologien sind. Die Ereignisse machten deutlich, dass Entwicklungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz nicht nur wissenschaftliche und technologische Fragen aufwerfen, sondern auch gesellschaftliche Erwartungen, Hoffnungen und Sorgen berühren. Gerade deshalb ist es entscheidend, Räume für Austausch zu schaffen, in denen unterschiedliche Perspektiven zusammenkommen können.
Heute ist Public Engagement ein wichtiger Bestandteil der Aktivitäten im Cyber Valley. Verschiedene Formate und Initiativen fördern den kontinuierlichen Austausch zwischen Forschung und Öffentlichkeit – von Dialogveranstaltungen über Ausstellungen bis hin zu partizipativen Formaten wie Bürgerdialogen und Campustouren. Ziel ist es, die Entwicklungen im Bereich der KI verständlich zu machen, unterschiedliche Perspektiven einzubeziehen und die gesellschaftlichen Dimensionen neuer Technologien frühzeitig mitzudenken.
Zum zehnjährigen Jubiläum von Cyber Valley blicken wir in einer Beitragsreihe auf unserer Website und in den sozialen Medien auf die prägenden Meilensteine der vergangenen zehn Jahre zurück. Das Jubiläumsjahr hält noch viele weitere spannende Rückblicke bereit.
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2016: Startschuss für ein einzigartiges KI-Ökosystem
Im Jahr 2016 schlossen sich Akteure aus Wissenschaft, Wirtschaft, Industrie und Politik zusammen, um das Cyber Valley zu gründen, ein Forschungskonsortium im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI), das sich später als erster Innovationscampus in Baden-Württemberg etablieren sollte. Zehn Jahre später, im Jahr 2026, blicken wir auf die wichtigsten Meilensteine des letzen Jahrzehnts zurück. Jeden Monat widmen wir uns dabei einem Jahr aus der Geschichte des Cyber Valley – beginnend mit seinen Anfängen.
Im Januar kehren wir ins Jahr 2016 zurück und werfen einen Blick auf die Gründung des Cyber Valley. Der heutige KI-Boom und der flächendeckende Einsatz von Large Language Models (LLMs) lagen damals noch einige Jahre in der Zukunft. Dennoch waren die beteiligten Akteure aus Wissenschaft, Industrie und Politik in Baden-Württemberg bereits davon überzeugt, dass Künstliche Intelligenz eine Schlüsseltechnologie für die Zukunft des Landes sein würde.
Baden-Württemberg befand sich zu diesem Zeitpunkt in einer außergewöhnlich starken Ausgangsposition: Das Land beheimatete bereits mehrere international führende KI-Forschungseinrichtungen, darunter das Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme, die Universitäten Stuttgart und Tübingen, die Fraunhofer-Gesellschaft sowie das Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Der nächste logische Schritt bestand darin, diese exzellente Grundlagenforschung gezielt in die Anwendung zu bringen.
Hier kam Cyber Valley ins Spiel. Mit der Gründung des Forschungskonsortiums im Jahr 2016 wurde das Ziel verfolgt, Forschung, Entwicklung, Anwendung und gesellschaftliche Akzeptanz von KI und moderner Robotik systematisch zu fördern. Cyber Valley sollte exzellente wissenschaftliche Forschung mit praktischer Umsetzung verbinden und so den Grundstein für die KI von morgen in Baden-Württemberg legen.
Zum Zeitpunkt seiner Gründung bestand das Cyber Valley Consortium aus der Max-Planck-Gesellschaft (einschließlich des Max-Planck-Instituts für Intelligente Systeme, MPI-IS), dem Land Baden-Württemberg sowie den Universitäten Stuttgart und Tübingen. Hinzu kamen Industriepartner wie Amazon, BMW, Bosch, IAV, die Mercedes-Benz Group, die Porsche AG und ZF Friedrichshafen. Die Fraunhofer-Gesellschaft trat dem Konsortium im Jahr 2019 bei, das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und das ELLIS Institut Tübingen im Jahr 2024.
Am 15. Dezember 2016 wurde das Cyber Valley im Neuen Schloss in Stuttgart offiziell gegründet. Zu den Unterzeichner:innen zählten Winfried Kretschmann, Ministerpräsident von Baden-Württemberg, Theresia Bauer, damals Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes, sowie Martin Stratmann, seinerzeit Präsident der Max-Planck-Gesellschaft. Gemeinsam mit weiteren Vertretern des Konsortiums – darunter Bernhard Schölkopf (MPI-IS), Frank Allgöwer (Universität Stuttgart) und Bernd Engler (Universität Tübingen) – legten sie den Grundstein für eine der größten Partnerschaften zwischen Wissenschaft und Industrie im Bereich KI und moderner Robotik in Europa.

Photo: MPI-IS / U. Regenscheit Theresia Bauer, Geschäftsführerin der Baden-Württemberg-Stiftung und zum Zeitpunkt der Gründung des Cyber Valley Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg:
„Mich hat damals die große Chance begeistert, die exzellente Forschungslandschaft in den Bereichen KI und Informatik in einem verdichteten Innovations-Ökosystem zu bündeln und damit auch für internationale Spitzenkräfte attraktiver zu machen. Von der Gründung des Cyber Valley habe ich mir erhofft, dass diese Konzentration von Spitzenforschung, Nachwuchsförderung sowie verantwortungsvoller Innovation das Zeug dazu hat, große Anziehungskraft zu entwickeln und schnell zu wachsen. Heute kann man sehen, dass es gelungen ist, eine solche positive Dynamik zu entwickeln, die sich weitreichend auf Wissenschaft, Wirtschaft und den gesamten Standort auswirkt.“
Bernhard Schölkopf, wissenschaftlicher Direktor des ELLIS-Instituts Tübingen und Direktor für Empirische Inferenz am MPI-IS:
„Wir haben Cyber Valley mit der Überzeugung gegründet, dass KI das Potenzial hat, die Welt zu verändern, und mit dem Ziel, dies auf positive Weise zu tun. Das ist heute allgemein anerkannt, aber der Start im Jahr 2016 verschaffte uns einen Vorsprung, und mit einer Reihe spannender Start-ups, herausragenden Forschungseinrichtungen und Initiativen wie ELLIS und MP-AIX verfügen wir heute über eines der dynamischsten KI-Ökosysteme in Europa.“
Michael Black, Direktor für Perzeptive Systeme am MPI-IS:
„Das Ziel von Cyber Valley war es immer, Deutschland die Chance zu geben, eine neue wachstumsstarke Wirtschaft rund um KI aufzubauen. Im Jahr 2016 war KI noch nicht in den Schlagzeilen, aber wir waren überzeugt, dass wir über die notwendigen Voraussetzungen für den Erfolg verfügen würden. Durch die Partnerschaft von Regierung, Wissenschaft und Industrie haben wir die KI-Fakultät ausgebaut, Spitzenforscher:innen angezogen, ein erstklassiges Graduiertenprogramm aufgebaut, Hunderte von KI-Wissenschaftler:innen ausgebildet, Investitionen angezogen und beim Aufbau eines Netzwerks von Start-ups geholfen. Diese Start-ups standen von Beginn an im Mittelpunkt und sie verkörpern das Versprechen einer neuen deutschen Wirtschaft.”

Photo: MPI-IS / U. Regenscheit Peter Middendorf, Rektor der Universität Stuttgart:
„Von Anfang an verfolgte die Universität Stuttgart das Ziel, die Kompetenzen in Künstlicher Intelligenz und insbesondere in der Robotik in und für die Region Stuttgart zu bündeln. Cyber Valley haben wir gemeinsam mit der Universität Tübingen, dem Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme und weiteren Partnern entscheidend geprägt und mitgestaltet. Aus diesem starken Netzwerk sind exzellente Forschung, neue Professuren und innovative Projekte entstanden, die wir weiterhin aktiv vorantreiben – bald auch im neuen Cyber-Valley-Gebäude bei uns in Stuttgart.“
Philipp Hennig, Direktor des Tübingen AI Centers an der Universität Tübingen:
„Die Welt war vor zehn Jahren eine andere. Doch schon damals war klar, dass Europa, Deutschland und Baden-Württemberg ihre Anstrengungen verstärken mussten, um im Bereich der Künstlichen Intelligenz relevant zu bleiben. Zehn Jahre später bin ich froh, dass wir damals das politische Mandat erhalten haben, den Grundstein zu legen. Die Dringlichkeit unserer Aufgaben ist seither nur gewachsen – ebenso jedoch unsere Chancen.“
Bernhard Beckert, Dekan der KIT-Fakultät für Informatik:
„Als Cyber Valley 2016 gegründet wurde, erkannten wir sein Potenzial, die Sichtbarkeit der KI-Forschung in Baden-Württemberg zu erhöhen und ein regionales Netzwerk aufzubauen, das Talente verbindet und den wissenschaftlichen Fortschritt beschleunigt. Heute ist dieser kollaborative Ansatz mehr denn je entscheidend, um eine verantwortungsvolle KI-Entwicklung zu unterstützen und die Position der Region in einem zunehmend komplexen internationalen Umfeld zu stärken“
Matthias Tröndle, Leiter der Wissenschaftlichen Koordinationsstelle am MPI-IS:
„Als wir Cyber Valley 2016 gründeten, verfolgten wir die Vision, ein mutiges Innovationsökosystem mit Fokus auf Künstliche Intelligenz zu schaffen – zu einer Zeit, als deren transformative Wirkung noch nicht weithin erkannt war. Indem wir Universitäten, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, Industrie, Start-ups, Stiftungen und Politik in einer beispiellosen Partnerschaft zusammenführten, betraten wir Neuland. Der herausragende Erfolg von Cyber Valley hat es seither zu einem Vorbild für nachfolgende Innovationscampus-Initiativen gemacht“.
Zum zehnjährigen Jubiläum von Cyber Valley blicken wir in einer Beitragsreihe auf unserer Website und in den sozialen Medien auf die prägenden Meilensteine der vergangenen zehn Jahre zurück. Das Jubiläumsjahr hält noch viele weitere spannende Rückblicke bereit.
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University of Tübingen
Innovative, interdisciplinary, international: these three words summarize what makes the University of Tübingen special. Excellent research and teaching are Tübingen’s answer to the challenges of the future in a globalized world. The University maintains exchanges with partners around the globe—both at institutions of higher education and at non-university research institutions. Networks and cooperation across faculty and subject boundaries are the pillars of the University’s successful strategy. This is reflected in the its good position in international rankings. In addition, it is one of the eleven German universities distinguished with the title of “excellent.”
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Max Planck Institute for Intelligent Systems
The Max Planck Institute for Intelligent Systems (MPI-IS) answers fundamental questions about intelligence and how to create intelligent behavior in machines and pioneer new solutions by combining research in hardware, software, and theory. With a strong commitment to interdisciplinary collaboration, MPI-IS seeks to advance the field by exploring how computational, physical, and social intelligence can work together to solve complex real-world problems. Research at the Institute is organized into six departments and numerous independent research groups, each with a different focus, led by a faculty of Directors, Group Leaders, and Max Planck Fellows.
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Fraunhofer
The Fraunhofer-Gesellschaft, headquartered in Germany, is a leading organization for applied research. It plays a pivotal role in innovation by focusing on cutting-edge technologies and transferring research results to industry in order to strengthen Germany as a business location and benefit society. Since its founding as a nonprofit in 1949, Fraunhofer has held a unique position in the German research and innovation ecosystem.
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University of Stuttgart
The University of Stuttgart is a leading, technologically oriented university with a global presence. The Stuttgart Way stands for the interdisciplinary integration of engineering, natural sciences, humanities, management, economics and social sciences on a foundation of top-flight disciplinary research.
Nestled in one of Europe’s most vibrant industrial regions, the University of Stuttgart blends science, economy, and society. From this fusion emerge variegated forms of interdisciplinary teamwork.
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KIT
The Karlsruhe Institute of Technology (KIT) is “The University in the Helmholtz Association.” As the only German university of excellence with a national large-scale research sector, the Institute offers students, researchers, and employees unique learning, teaching, and working conditions. The roots of the academic education institution extend all the way back to 1825. Today’s structure of KIT is the result of the merger of the Technical University of Karlsruhe and Karlsruhe Research Center in 2009.
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Cem Özdemir zu Gast im Cyber Valley
Einblicke in die KI-Forschung und politische Diskussionen
Am Freitag, den 14. März 2025, besuchte Bundesforschungsminister Cem Özdemir das Tübingen AI Center, eine gemeinsame Forschungseinrichtung von zwei der Cyber Valley-Gründer, der Universität Tübingen und dem Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme (MPI-IS). Cyber Valley wurde durch seinen Chief Operating Officer Florian Mayer sowie Senior Advisor Alexander Rudolph Diehl vertreten, die über die Vision, Mission und Community des Netzwerks sprachen. Begleitet wurde der Bundesminister außerdem von der baden-württembergischen Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Petra Olschowski.
Der Besuch begann mit einer Vorstellungsrunde im Gebäude des MPI-IS in Tübingen. Neben Impulsvorträgen von Prof. Matthias Bethge (Tübingen AI Center) und Prof. Bernhard Schölkopf (MPI-IS & ELLIS Tübingen) stellten sich auch das Cyber Valley, SPRIND sowie mehrere KI-Start-ups vor. Unter ihnen waren unter anderem die Jungunternehmen Maddox AI, Meshcapade und das Polybot-Projekt, die Teil des Cyber Valley Start-up Netzwerks sind. In kurzen Präsentationen gaben sie Einblick in ihre Arbeit, bevor sich die Teilnehmenden in einer geschlossenen Diskussion zu verschiedenen Themen austauschten. Der Fokus lag darauf zu erörtern, welche konkreten Maßnahmen besonders wichtig seien, damit Deutschland im globalen Konkurrenzkampf um die KI-Vorherrschaft mithalten kann.
Lab-Tour und Start-up-Vorstellungen
Bei einer anschließenden Führung durch die Labore des MPI-IS erhielten die Teilnehmer exklusive Einblicke in innovative Projekte und Start-ups. Polybot präsentierte seine KI-gestützte Robotik zur Umgestaltung der Landwirtschaft. Auch Bildungsinitiativen kamen zur Sprache: „KI macht Schule“ sowie der „Bundeswettbewerb KI“ setzen sich dafür ein, KI-Kompetenzen zu fördern und junge Talente für das Thema zu begeistern. Black Forest Labs und Maddox AI stellten in weiteren Präsentationen vor, wie sie KI für ein breites Spektrum von Anwendungen entwickeln.

Im Verlauf des Besuchs gab Bundesminister Özdemir ein Statement zur Bedeutung der KI-Entwicklung und den politischen Maßnahmen zur Förderung der Innovationslandschaft in Deutschland. Auch die Presse war anwesend, um über die Fortschritte und Entwicklungen in der KI-Forschung zu berichten. Zum Abschluss zeigte sich der Bundesminister beeindruckt: „Gemeinsam mit den Partnern im Cyber Valley hat sich hier ein herausragendes KI-Ökosystem entwickelt. In solche regionalen Ökosysteme in Schlüsseltechnologien müssen wir weiter investieren“, fasste Özdemir seine Eindrücke zusammen.
Minister Petra Olschowski fügt hinzu: „Wir haben heute wieder gesehen, dass das Zusammenspiel von Cyber Valley, Universitäten, dem Max-Planck-Institut und dem Tübingen AI Center im Bereich KI extrem wichtig für den Standort ist. Die Initiativen bleiben nicht nur im Bereich der akademischen Grundlagenforschung, sondern führen auch zu erfolgreichen Ausgründungen, die hier mit der Wirtschaft zusammenarbeiten.“
Cyber Valley & Tübingen AI Center: Ein perfektes Match
Cyber Valley vernetzt Spitzenforschung mit der Industrie und fördert den Technologietransfer sowie die Gründung innovativer KI-Start-ups. Das Tübingen AI Center ist nicht nur ein zentraler Bestandteil der Cyber Valley Community, sondern auch im europäischen ELLIS-Netzwerk aktiv und Teil der neu gegründeten ELIAS Alliance, die sich für gesellschaftlich wertvolle KI-Technologien aus Europa einsetzt. Der Besuch unterstrich die politische und wirtschaftliche Bedeutung der Künstlichen Intelligenz für Deutschland und Europa.
Wir danken allen Beteiligten für den inspirierenden Austausch! Weitere Impressionen und Berichte zum Besuch finden Sie auf unseren Social-Media-Kanälen

