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  • Cyber Valley bündelt KI- & Robotik-Kompetenzen für das Gesundheitswesen

    Cyber Valley bündelt KI- & Robotik-Kompetenzen für das Gesundheitswesen

    Stuttgart, 28. Oktober 2024 – Am letzten Donnerstag fiel der offizielle Startschuss für das Cyber Valley Health Cluster mit einem öffentlichen Kickoff-Event am Standort Tübingen. Diese Initiative, die von Cyber Valley ins Leben gerufen wurde, zielt darauf ab, die Kräfte von Wissenschaft, Industrie und Start-ups zu vereinen und durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz und moderner Robotik die Gesundheit aller langfristig zu verbessern.  

    Synergien zwischen Forschung und Industrie für KI-getriebene Gesundheitstechnologien 

    Das Health Cluster setzt auf eine enge Verzahnung von Forschung, Praxis und Technologie. Es fördert gemeinsame Projekte zwischen KI-Expertinnen und -Experten, Forschenden und Unternehmen, um innovative Lösungen für aktuelle und zukünftige Herausforderungen im Gesundheitswesen zu entwickeln. Dabei liegt der Fokus auf interdisziplinärem Wissensaustausch, der neue Ansätze und Lösungen ermöglicht, die über einzelne technologische Fortschritte hinausgehen.   

    Rebecca C. Reisch, Geschäftsführerin der Cyber Valley GmbH, hebt die Bedeutung dieser Zusammenarbeit hervor: „Das Cyber Valley Health Cluster ist mehr als nur eine akademische Initiative; es ist eine kollaborative Allianz, die den Austausch zwischen Industrie, Start-ups und Forschung fördert. Das Health Cluster bietet den Rahmen, um KI-basierte Lösungen zu entwickeln, die zur Bewältigung der drängendsten Herausforderungen der modernen Medizin und darüber hinaus beitragen.“

    Starke Cyber Valley Partner und Freunde sind bereits an Bord  

    Das Cyber Valley Health Cluster wird von starken Partnerschaften getragen und unterstützt. Zu den bereits bestätigten Partnern zählen namhafte Akteure wie Boehringer Ingelheim, ZEISS, die Universität Tübingen, die Universität Stuttgart sowie das renommierte Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme (MPI-IS). Diese investieren maßgeblich in die Cyber Valley Community und spielen eine zentrale Rolle bei der Weiterentwicklung des Clusters.  

    Darüber hinaus wird das Cyber Valley Health Cluster von einer Vielzahl engagierter ‘Friends’ unterstützt, die das Netzwerk durch ihre Expertise und Vernetzung bereichern. Zu diesen zählen Immatics, Cegat, Ovesco, BIOPRO Baden-Württemberg, BioRegio STERN Management, sowie der Medical Innovations Incubator und die Start-ups Osora und Cerebri.   Weitere sind bereits in Planung.  

    Reisch unterstrich die Rolle der Cyber Valley Community: „Gemeinsam mit unseren Partnern und Freunden schaffen wir ein Umfeld, das die Entwicklung von Technologien vorantreibt, die nicht nur wegweisend, sondern auch praktikabel und ethisch sind. Denn nur gemeinsam haben wir die Chance, Baden-Württemberg und ganz Deutschland an die Spitze der globalen KI-Gesundheitsinnovationen zu etablieren.“ 

    Langfristiges Ziel: Eine enge und nachhaltige Gesundheits-Allianz 

    Das Cyber Valley Health Cluster wird gezielt Start-ups und Innovationsprojekte unterstützen, um den Wissenstransfer zwischen Forschung und Industrie zu fördern. Teilnehmende des Clusters profitieren von einem weitreichenden Netzwerk und neuen Verknüpfungsmöglichkeiten, die einen schnellen Transfer und die Entwicklung zukunftsweisender Lösungen ermöglichen. 

    Das langfristige Ziel des Clusters ist es, eine nachhaltige und aktive Community mit gebündelter Gesundheits-Expertise zu schaffen, in der interdisziplinäre Teams zusammenarbeiten, um globale Gesundheitsherausforderungen zu bewältigen. In den kommenden Monaten sind weitere Veranstaltungen und Interaktionsformate für das Cyber Valley Health Cluster geplant.  

    Über Cyber Valley 

    Cyber Valley ist Europas größtes und führendes Zentrum für Exzellenz in künstlicher Intelligenz und moderner Robotik. Die Mission und der öffentliche Auftrag bestehen darin, sich für Forschung, Entwicklung, Anwendung und Akzeptanz von Technologien sowie Methoden intelligenter Systeme einzusetzen. Cyber Valley fördert die Gründung von KI-Start-ups, indem es wissenschaftliche Exzellenz mit Innovation und Technologietransfer verbindet. Außerdem unterstützt Cyber Valley die kritische Reflexion der ethischen und sozialen Auswirkungen von KI. Cyber Valley strebt eine Zukunft an, in der das Potenzial intelligenter Systeme zum Wohle der Gesellschaft voll ausgeschöpft wird.  

    Pressekontakt: 

    Laura Neusser 
    Public Outreach Manager 
    Cyber Valley GmbH 
    laura.neusser@cyber-valley.de 

  • „Cyber and the City“ – Team der Universität Tübingen gewinnt Kommunikationspreis

    „Cyber and the City“ – Team der Universität Tübingen gewinnt Kommunikationspreis

    Die Ausstellung war von Februar 2023 bis Januar 2024 im Stadtmuseum Tübingen zu sehen und ist interdisziplinär und gemeinsam mit dem Stadtmuseum Tübingen, insbesondere dessen Ausstellungskurator Guido Szymanska, konzipiert und umgesetzt worden. Teil des Ausstellungsteams waren außerdem mehr als 30 Studierende der Empirischen Kulturwissenschaft und des Masterstudiengangs Machine Learning der Universität Tübingen.

    Ulrike von Luxburg: „Die Ausstellung konnte nur deshalb so überzeugen, weil wir von Anfang an verschiedene Perspektiven auf das Thema eingebracht und mitgedacht haben. Die Studierenden mit ihren diversen Hintergründen, Meinungen und Herangehensweisen und die langjährige Erfahrung von dem Kurator des Stadtmuseums, Guido Szymanska, wie man abstrakte Ideen in konkrete Exponate umsetzen kann, haben die Ausstellung so erfolgreich gemacht.

    Die Jury aus Wissenschaftsjournalistinnen und -journalisten, Kommunikations- und PR-Fachleuten unter dem Vorsitz von DFG-Vizepräsident Professor Dr. Johannes Grave würdigte bei ihrer Entscheidung, dass das Team „Cyber and the City“ das so abstrakte wie kontroverse Thema Künstliche Intelligenz in die Lebens- und Erfahrungswelt der Menschen holt. Zudem eröffne es einen Dialograum, in dem sehr unterschiedliche Positionen und Interessen verhandelt werden können.

    Dazu habe das Team in einer erfolgreichen interdisziplinären Zusammenarbeit von Informatik und Empirischer Kulturwissenschaft eine Ausstellung im Tübinger Stadtmuseum und ein Begleitprogramm entworfen. Studierende der beiden Disziplinen erarbeiteten die Grundlagen für die Ausstellung und die weiteren Kommunikationsformate und bezogen dabei Interessengruppen, Bürgerinnen und Bürger, Aktivistinnen und Aktivisten oder auch Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger in die Konzeption und Umsetzung ein. Auf diese Weise, so die Jury des Communicator-Preises, sei eine Kommunikationsplattform entstanden, die eine gemeinsame Sprache zu Herausforderungen und Chancen von Künstlicher Intelligenz findet und sowohl Befürworterinnen und Befürworter als auch Skeptikerinnen und Skeptiker von KI zu Wort kommen lässt.

    Flankiert wurde die Ausstellung von einem umfangreichen Begleitprogramm, in das sich die an der Ausstellung beteiligten Akteurinnen und Akteure mit eigenen Veranstaltungen einbringen konnten. Zu den Veranstaltungen zählten etwa die „Retro Gaming Night meets KI“ sowie die in Kooperation mit dem SWR veranstaltete Podiumsdiskussion „Wer kontrolliert KI?“. Die Ausstellung zog insgesamt mehr als 40.000 Besucherinnen und Besucher unterschiedlicher Altersgruppen an. Durch Ausstellung und Begleitprogramm entstand so insgesamt ein Dialograhmen, der die am Standort sehr kontrovers geführte Diskussion rund um Künstliche Intelligenz versachlicht hat, ohne dabei Emotionen und Positionierungen zu ignorieren.

    Die Jury für den Communicator-Preis hob hervor, dass die lokale Verortung der Kommunikation bei diesem Projekt eine besondere Bedeutung habe: Künstliche Intelligenz – als global wirksames und zugleich schwer greifbares Thema – wurde hier am konkreten Fall, als Konsequenz von kontroversen Debatten in der Stadt und gemeinsam mit lokalen Akteurinnen und Akteuren verhandelt. Und dies geschah nicht in digitalen Foren, sondern im direkten Austausch der Beteiligten. Damit sei es dem Team hervorragend gelungen, ein schwieriges Thema leicht, humorvoll und dabei sachlich und intelligent umzusetzen. Insgesamt, so die Jury, sehe sie in der Arbeit des Teams den gelungenen Weg einer dialogischen Wissenschaftskommunikation, die weit über den Standort und das konkrete Thema hinausweise. Insbesondere vor dem Hintergrund der aktuellen Dialogkultur, in der verschiedene Argumente und Positionen kaum noch in einen konstruktiven Austausch zu bringen sind, sei dies ein besonders ermutigendes Projekt.

    Der „Communicator-Preis – Wissenschaftspreis des Stifterverbandes“ wird seit dem Jahr 2000 verliehen und gilt als der wichtigste Preis seiner Art in Deutschland. Ausgezeichnet werden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die in ihrer Wissenschaftskommunikation besonders kreativ sind, neue, auch mutige Wege gehen und ihre Zielgruppen auf geeignete und wirksame Weise ansprechen. Sie sollen zudem die gesellschaftliche Dimension ihrer Forschung erkennen und ihr Wissen in öffentliche Debatten, Meinungsbildungsprozesse und Entscheidungen einbringen. Das Preisgeld soll die Ausgezeichneten in ihrem Engagement unterstützen und auch die Umsetzung neuer Projekte ermöglichen.

    Die Jury wählte das nun ausgezeichnete Team in einem mehrstufigen Auswahlprozess aus 38 Be- werbungen und Vorschlägen aus. Verliehen wird der Communicator-Preis im Rahmen der Jahresversammlung der DFG am 1. Juli 2024 in Potsdam.