User Group: Journalist:innen

  • Das neue Cyber Valley Public Advisory Board legt Roadmap fest

    In der ersten Sitzung des neu eingerichteten Public Advisory Boards definierten die Mitglieder die Hauptaufgaben des Gremiums.

    Am 17.09. fand die konstituierende Sitzung des neu eingerichteten Cyber Valley Public Advisory Boards (PAB) am Max-Planck Institut für Intelligente Systeme in Tübingen statt. Dabei hat das PAB hat eine Roadmap für seine Arbeit festgelegt:

    1. Die Mitglieder des Beirats sind sich einig, dass die Einrichtung des PAB ein wichtiger Schritt ist, um eine neue Qualität der wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Diskussion zu Forschung und Anwendung von KI-Systemen zu erreichen.

    2. Das PAB sieht seine Aufgabe darin, den Dialog zwischen den Disziplinen der KI-Forschung und den Disziplinen der ethischen und gesellschaftswissenschaftlichen Forschung zu befördern. Das PAB wird die Cyber Valley Forschungsgruppen und die Cyber Valley Partner dabei beraten, ethische und gesellschaftlich relevante Aspekte ihrer Arbeit zu adressieren.

    3. Das PAB wird Maßnahmen erarbeiten, wie ein Austausch mit der Öffentlichkeit über gesellschaftliche Fragestellungen, die sich durch die Anwendung von KI-Systemen ergeben, erfolgen kann und wie Anregungen aus der Zivilgesellschaft einbezogen werden können.

    4. In den weiteren Beratungen des Beirats sollen zudem Empfehlungen erarbeitet werden, wie eine Kompetenzbildung und der Einbezug der Ethik und anderer gesellschaftswissenschaftlicher Disziplinen auch strukturell stärker verankert und ein entsprechendes Leitbild entwickelt werden könnte.

  • Cyber Valley richtet Öffentlichen Beirat ein

    Cyber Valley richtet Öffentlichen Beirat ein

    Das unabhängige Gremium wird bei der Auswahl der Forschungsprojekte mit eingebunden. Es bewertet die Forschungsprojekte hinsichtlich ihrer ethischen und gesellschaftlichen Implikationen und schafft damit ein zusätzliches Element der Transparenz.

    Die Cyber Valley Forschungskooperation richtet mit dem „Public Advisory Board“ (Öffentlicher Beirat) ein unabhängiges Gremium ein, welches Forschungsprojekte hinsichtlich ihrer ethischen und gesellschaftlichen Implikationen bewertet. Europas größte Forschungskooperation auf dem Gebiet der Künstlichen Intelligenz schafft damit ein zusätzliches Element der Transparenz.

    Die Mitglieder des Öffentlichen Beirats werden durch Theresia Bauer, Baden-Württembergs Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst berufen. „Künstliche Intelligenz hat enormes gesellschaftliches Veränderungspotenzial. Um dieses zu nutzen, braucht es auch das Vertrauen der Menschen in die Chancen der KI. Unverzichtbar sind dabei Transparenz und Dialog. Der Öffentliche Beirat soll dazu beitragen, dass ein ethisches und gesellschaftliches Leitbild für KI-Forschung entwickelt wird. Damit wollen wir auch einen offenen Dialog von Wissenschaft und Gesellschaft über die Anwendungsmöglichkeiten von KI führen“, so Wissenschaftsministerin Theresia Bauer.

    „Künstliche Intelligenz wird unser Leben und Arbeiten wesentlich verändern“, sagt Bernhard Schölkopf, Direktor am Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme. „Für die Gesellschaft ist es von entscheidender Bedeutung, dass wir diese Veränderungen antizipieren und uns auf sie vorbereiten.“ Sein Kollege Michael J. Black, Sprecher des Cyber Valley, ergänzt: „Es ist wichtig, dass wir die KI nutzen, um unser Leben zu verbessern. Wir freuen uns, dass das Cyber Valley Mechanismen entwickelt, um KI-Forscher in diese wichtige ethische Diskussion miteinzubinden. Der Dialog zwischen dem unabhängigen Beirat und den Wissenschaftlern soll dazu beitragen, KI zum Wohle der Menschheit zu gestalten.“

    Aufgabe des Öffentlichen Beirats ist es, Projektanträge der Cyber Valley Forschungsgruppen vor Genehmigung durch das Cyber Valley Research Fund Board zu prüfen. Das Cyber Valley Research Fund Board ist eine gemeinsame Kommission der Partner aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft, in dem die Vertreter der Wissenschaft die Mehrheit haben. Das Board entscheidet nach den Kriterien wissenschaftlicher Exzellenz darüber, welche Forschungsprojekte mit den Geldern aus dem Research Fund finanziert werden. Um die Mittel des Cyber Valley Research Fund können sich ausschließlich die Cyber Valley Forschungsgruppen bewerben. Aus dem Fonds werden freie, das heißt, nicht von der Industrie vorgegebene Forschungsprojekte finanziert, obwohl es die Industriepartner sind, die den Fördertopf füllen. Er hat ein Volumen von 5 Millionen Euro für die kommenden vier Jahre.

    Die Mitglieder des Öffentlichen Beirats haben Einsicht in alle Förderanträge und sind damit in der Lage zu überprüfen, für welche Projekte die Mittel der Industriepartner in der Cyber Valley Forschungskooperation ausgegeben werden. Die Mitglieder des Öffentlichen Beirats nehmen an den Sitzungen des Research Fund Boards teil. Sie können um weitere Informationen bitten, Empfehlungen aussprechen, sie können Bedenken äußern und sich in die Diskussion einbringen.

    Die berufenen Mitglieder kommen aus verschiedenen Bereichen von Wissenschaft und Zivilgesellschaft und bilden damit ein breites Spektrum relevanter Fachgebiete und Hintergründe ab.

    Wissenschaftsministerin Theresia Bauer: „Zusätzlich zur fachlichen Expertise der Mitglieder des Öffentlichen Beirats auf den Gebieten Künstliche Intelligenz, Ethik, Technikfolgenabschätzung und digitaler Zivilgesellschaft ist es uns ein großes Anliegen, die Perspektive der jungen Generation einzubeziehen. Denn ihr Lebensalltag wird von der zunehmenden Durchdringung mit künstlich intelligenten Systemen maßgeblich geprägt sein.“

    In das Gremium berufen wurden

    • Prof. Dr. Regina Ammicht Quinn ist Professorin für Ethik am Internationalen Zentrum für Ethik in den Wissenschaften (IZEW) der Universität Tübingen sowie Leiterin des Bereichs Gesellschaft, Kultur und technischer Wandel und beschäftigt sich dort mit ethischen Fragen des digitalen Lebens und der digitalen Technikentwicklung.
    • Prof. Dr. Heinrich Bülthoff ist Emeritus-Direktor des Max-Planck-Instituts für Biologische Kybernetik in Tübingen. Als Leiter der Abteilung „Wahrnehmung, Kognition und Handlung“ forscht er dort zu den fundamentalen Prozessen menschlicher Wahrnehmung sowie dem Verhalten in virtuellen Umgebungen.
    • Prof. Dr. Armin Grunwald ist Professor für Technikphilosophie und Leiter des Instituts für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS) am Karlsruher Institut für Technologie sowie Leiter des Büros für Technikfolgenabschätzung beim Deutschen Bundestag.
    • Prof. Dr. Dr. Ulrich Hemel ist Direktor des Weltethos-Instituts in Tübingen, das mit Konferenzen, öffentlichen Veranstaltungen und Lehrveranstaltungen den kritischen Dialog zum Thema Ethik und KI allgemein sowie ganz konkret zum Cyber Valley begleitet und gestaltet.
    • Lorena Jaume-Palasí ist Gründerin der gemeinnützigen Organisation The Ethical Tech Society, die an der Schnittstelle Technik, Ethik und Gesellschaft das Ziel verfolgt, Prozesse der Automatisierung und Digitalisierung zu erforschen und in Bezug auf ihre gesellschaftliche Relevanz normativ einzuordnen. Als Mitglied der High Level Expert Group on AI der EU, war sie an der Erarbeitung der europäischen Ethikleitlinien für vertrauenswürdige KI beteiligt.
    • Prof. Dr. Sandra Richter ist Direktorin des Deutschen Literaturarchivs Marbach. Sie setzt sich mit dem Umgang mit Digitalisierung und Produkten der Digitalkultur sowie der Frage auseinander, wie digitale Technologien in der Literatur- und Kulturvermittlung eingesetzt werden können.
    • Katharina Schmidt ist Gründerin des Start-Ups apic.ai, das mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz den Ursachen des Insektensterbens auf den Grund geht. Das Unternehmen zeigt damit eine gelungene Anwendungsmöglichkeit von KI im Bereich Naturschutz. Darüber hinaus ist sie akademische Mitarbeiterin im Forschungsprojekt G-Lab der Hochschule Karlsruhe. Aufbauend auf ihren Erfahrungen, wie man ein eigenes Unternehmen gründet, entwickelt sie neue Konzepte für die Förderung der Gründungskultur in Studium und Lehre sowie für die Kooperation von Hochschulen mit Start-ups und kleinen und mittelständischen Unternehmen.
    • Lukas Weber ist engagierter Vertreter und Mitorganisator der Fridays for Future Aktivitäten in Heidelberg sowie Student der Universität Heidelberg und tritt dafür ein, die Folgen von heutigen Entscheidungen, die wie die Weiterentwicklung und Anwendung Künstlicher Intelligenz unsere Gesellschaft in Zukunft stark prägen und verändern werden, für die nachfolgenden Generationen stärker in den Blick zu nehmen.
    • Nicola Wettmarshausen ist Wissenschafts- und Umweltjournalistin sowie Gründerin der Citizen Science-Initiative EcoCurious, die mit innovativen Projekten und Do-it-yourself Formaten neue Einsatzmöglichkeiten digitaler Technologien auslotet und neue Perspektiven für einen noch engeren Austausch zwischen Wissenschaft und Gesellschaft schafft.
    • Außerdem wird, ausgehend von dem großen bisherigen Engagement, den Diskurs rund um die Cyber Valley Initiative vor Ort konstruktiv und kritisch zu gestalten und zu begleiten, ein gewähltes Mitglied des Gemeinderats der Stadt Tübingen in das Gremium berufen.

    Allen Cyber Valley Partnern liegt die Transparenz der Forschung am Herzen. Regelmäßig finden Veranstaltungen rund um das Thema Künstliche Intelligenz statt. Das Spektrum reicht von einer Studium Generale Reihe zum Thema KI, Tagen der Offenen Tür, über Laborführungen, Science Slams oder Beteiligungen an Ausstellungen wie der MS Wissenschaft oder dem Tübinger Fenster für Forschung. Die Forscherinnen und Forscher, die Teil des Cyber Valley Ökosystem sind, stellen sich der Debatte bei Podiumsdiskussionen – ob mit Politikern im Stuttgarter Neuen Schloss oder mit Studentenvertretern. Die Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen halten regelmäßig Vorträge vor einem breiten Publikum, nehmen an Forschungs- und Digitalgipfeln teil, sind offen gegenüber den Medien und heißen deren Berichterstattung willkommen.

    Das Cyber Valley ist Europas größte Forschungskooperationen aus Wissenschaft und Wirtschaft auf dem Gebiet der Künstlichen Intelligenz. Gefördert durch das Land Baden-Württemberg sind an der Initiative beteiligt die Max-Planck-Gesellschaft mit dem Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme, die beiden Universitäten Stuttgart und Tübingen sowie die Unternehmen Amazon, BMW AG, Daimler AG, IAV GmbH, Porsche SE, Robert Bosch GmbH und ZF Friedrichshafen AG. Unterstützt wird das Cyber Valley zudem von der Christian Bürkert Stiftung, der Gips-Schüle-Stiftung, der Vector Stiftung sowie der Carl-Zeiss-Stiftung.

     www.cyber-valley.de

    Pressekontakt:

    Linda Behringer

    c/o Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme, Stuttgart

    T: +49 711 689 3552

    M: +49 151 2300 1111

    linda.behringer@cyber-valley.de

  • Universität Tübingen bei Exzellenzstrategie erfolgreich

    Universität Tübingen bei Exzellenzstrategie erfolgreich

    Universität verteidigt Exzellenzstatus und wird bis 2026 gefördert

    Dies ist eine Pressemitteilung der Universität Tübingen:

    Die Universität Tübingen bleibt exzellent. Eine Kommission aus Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie Vertreterinnen und Vertretern von Bund und Ländern hat am Freitag entschieden, dass Tübingen für weitere sieben Jahre den Status einer Exzellenzuniversität erhält und entsprechend finanziell gefördert wird. „Mit diesem hart erkämpften Erfolg ist die Grundlage gelegt, um Tübingen dauerhaft in der kleinen Gruppe der weltweit besten Universitäten zu etablieren“, sagte Rektor Professor Bernd Engler. Die finanzielle Förderung durch Bund und Länder eröffne die Möglichkeit, die Universität nicht nur in einzelnen Forschungsgebieten, sondern strukturell und in einer großen thematischen Breite weiterzuentwickeln.

    „Die Welt wandelt sich derzeit rasch und die Wissenschaft macht da keine Ausnahme“, sagte Engler. „Genome Editing, Personalisierte Medizin, Digitalisierung und Künstliche Intelligenz sind hier nur einige Beispiele für Entwicklungen, deren Auswirkungen langfristig die Gesellschaft insgesamt verändern werden. Angesichts dieser Situation muss die Universität in der Lage sein, rascher als bisher auf die damit verbundenen Herausforderungen zu reagieren.“ Die Mittel aus der Exzellenzstrategie werde die Universität daher nutzen, um neue, vielversprechende Forschungsfelder an der Universität zu implementieren und flexibel auf Herausforderungen zu reagieren. Dazu würden unabhängige Nachwuchsforschungsgruppen und Tenure-Track-Professuren eingerichtet sowie das bewährte Instrument der „Exploration Funds“ eingesetzt. So könne die Universität junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit hohem Potenzial nach Tübingen holen beziehungsweise hier halten.

    Engler sagte, zahlreiche der in der ersten Förderphase gestarteten Projekte und Initiativen hätten sich bewährt und würden daher fortgesetzt. Dazu zählten etwa das Athene-Programm für Wissenschaftlerinnen, die „Innovation Grants“ für junge Postdocs zur Förderung des Wissenstransfers oder auch die „Exploration Funds“ für Forscherinnen und Forscher in den Geistes- und Sozialwissenschaften. Auch die Forschungsplattformen und die sogenannten Core Facilities wie QBiC, LISA+ und das eScience Center hätten sich bestens etabliert und blieben erhalten.

    Die Universität werde mit den Mitteln aus der künftigen Exzellenzförderung aber auch eine Reihe neuer Projekte starten. Darunter seien zum Beispiel:

    • „Tübingen Structural Microscopy“ (TSM) wird als Core Facility in Zukunft die Kapazitäten der Universität Tübingen auf dem Gebiet der Elektronen- und Ionen-Mikroskopie bündeln. Einen Schwerpunkt der Arbeit wird der Einsatz modernster Untersuchungsverfahren auf der Mikro- und Nanoebene bilden.
       
    • Als neue Core Facility in den Wirtschafts- und Sozialwissenschaften wird das Methodenzentrum für empirische Forschung in erster Linie die Grundlagenforschung auf dem Gebiet quantitativer und qualitativer Methoden voranbringen. Das Zentrum wird zu interdisziplinären Methoden und neuen Techniken der Datenanalyse forschen und Lösungsansätze für unterschiedliche Modelle in den Sozial- und Wirtschaftswissenschaften sowie der Psychologie entwickeln, nicht zuletzt unter Einsatz von Techniken des Maschinellen Lernens.
       
    • Die Universität Tübingen wird ein College of Fellows für internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler gründen und damit die Internationalisierung der Universität in Forschung und Lehre vorantreiben. Das College richtet sich insbesondere an internationale Postdoktoranden, die eine Chance erhalten, bis zu zwei Jahre lang in Tübingen an einem Projekt zu forschen und sich über Fachgrenzen hinweg auszutauschen. Während dieser Zeit werden die Fellows in das akademische Leben ihres gastgebenden Fachbereichs integriert und leisten auch Aufgaben in der Lehre.
       
    • Die Universität hat in den vergangenen Jahren ihre Aktivitäten in den Bereichen Innovation und Wissenstransfer erheblich ausgebaut. Beispielgebend dafür ist die Cyber Valley-Initiative, eine Kooperation von Universitäten, Forschungseinrichtungen und Unternehmen auf dem Gebiet der Künstlichen Intelligenz. Aufbauend auf diesen Erfahrungen werden wir in der nächsten Förderphase ein universitäres Innovationszentrum gründen, in dem alle Start-up-Aktivitäten gebündelt werden. Forscherinnen und Forschern, die ihre wissenschaftlichen Erkenntnisse zu neuen Dienstleistungen und Produkten weiterentwickeln wollen, wird hier eine Infrastruktur geboten. 
       
    • Mit der Forschungsplattform „Global Encounters“ wird sich die Universität auch in den Geistes- und Sozialwissenschaften verstärkt auf globale Handlungsräume ausrichten. Aufbauend auf bereits bestehenden Forschungskooperationen wird die Plattform Forscherinnen und Forscher zusammenbringen, um die sozialen und kulturellen Auswirkungen von Globalisierung, Mobilität und Systemveränderungen im Bereich der Politik und Ökonomie zu untersuchen.
       
    • Die Universität will ihre Studierenden durch ein „Global Awareness Education Program“ ermutigen, sich stärker für die globalen Horizonte ihrer Studien und auch ihrer künftigen Arbeitswelt zu öffnen und interkulturelle Kompetenzen stärker zu entwickeln. Dazu wird die Universität die Zahl der fremdsprachigen Lehrveranstaltungen deutlich erhöhen und verstärkt auf globale Themen setzen. Das Kursangebot zu interkultureller Kompetenz und ökologischer Nachhaltigkeit werden wir ausweiten und das Angebot auch den Beschäftigten zugänglich machen.

    Der Rektor betonte, die Exzellenzentscheidung werde positive Auswirkungen auf die gesamte Region haben: „Universitäten sind im 21. Jahrhundert die Motoren der wirtschaftlichen Entwicklung.“ Mit dem Erfolg Tübingens im Exzellenzwettbewerb sei die Region in einer hervorragenden Position, um die demographischen und wirtschaftlichen Herausforderungen der kommenden Jahrzehnte meistern zu können.

    Engler dankte allen, die in den vergangenen drei Jahren an der erfolgreichen Exzellenzbewerbung mitgewirkt haben. „Unsere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, nicht zuletzt aber auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Forschungsdezernat haben eine enorme Leistung vollbracht und sich weit über das Selbstverständliche hinaus für das große Ziel engagiert“, sagte der Rektor. „Darüber hinaus gilt unser Dank unserem International Advisory Board und unserem weltweiten Netzwerk aus Hochschulexpertinnen und -experten, die uns auf diesem langen Weg zur Exzellenz mit ihrem Rat zur Seite gestanden haben.“ Sie alle hätten sich um die Universität Tübingen verdient gemacht.

    Kontakt:

    Eberhard Karls Universität Tübingen
    Hochschulkommunikation
    Dr. Karl Guido Rijkhoek
    Leitung

    Antje Karbe
    Pressereferentin
     +49 7071 29-76789
    Telefax +49 7071 29-5566
    antje.karbe@uni-tuebingen.de

  • Bosch baut Engagement im Cyber Valley aus

    Bosch baut Engagement im Cyber Valley aus

    Das Industrieunternehmen investiert 35 Millionnen Euro und will bis zu 700 KI-Experten dort ansiedeln.

    Stuttgart / Tübingen. Bosch plant seine Aktivitäten im Bereich der Zukunftstechnologie künstliche Intelligenz (KI) zu verstärken: Im Cyber Valley will das Technologieunternehmen rund 35 Millionen Euro in den Bau des „Bosch AI Campus“ in Tübingen investieren. Derzeit führt Bosch Gespräche mit der Universitätsstadt Tübingen über den Kauf eines rund 12 000 Quadratmeter großen Grundstücks, auf dem der Campus entstehen soll. Der Bezug des neuen Forschungskomplexes ist für Ende 2022 angedacht. Rund 700 Experten sollen dort künftig an anwendungsbezogener KI arbeiten. „Bosch hat das Ziel, bei der Forschung an industrieller KI zur Weltspitze zu gehören“, sagte Bosch- Geschäftsführer und CDO/CTO Dr. Michael Bolle. „Mit dem neuen „Bosch AI Campus“ werden wir diesem Ziel einen weiteren Schritt näherkommen.“

    Raum für Start-ups und intensiven Austausch

    Der „Bosch AI Campus“ soll in Tübingen in räumlicher Nähe zu den Forschungsgebäuden des Max-Planck-Instituts für Intelligente Systeme und des AI Research Building der Universität Tübingen entstehen. Neben Laboren und Büroräumen wird er auch Flächen enthalten, auf denen sich Start-ups und externe Forschungsgruppen im Bereich der künstlichen Intelligenz temporär ansiedeln können. Frei zugängliche Bereiche im Erdgeschoss des neuen Campus sollen darüber hinaus den Experten-Austausch im Cyber Valley fördern. Auch der Öffentlichkeit sollen Teilbereiche des Campus zugänglich sein. „Im neuen Gebäude werden Experten des Bosch Center for Artificial Intelligence (BCAI) aus verschiedenen Bosch-Geschäftsbereichen und aus Start-ups in Projekten zusammenarbeiten. Die Campusstruktur wird den Austausch erheblich verstärken“, so Michael Bolle.

    Bosch ist Gründungsmitglied des 2016 ins Leben gerufenen Cyber Valley. In dieser Forschungskooperation bündeln Partner aus Industrie, Wissenschaft und Politik die Kräfte, um die KI-Forschung in Baden-Württemberg voranzutreiben. Ziel ist es, Erkenntnisse der Grundlagenforschung rasch in konkrete industrielle Anwendungen zu überführen. „Leistungsfähige Zentren wie das Cyber Valley sind wichtig. Sie machen Deutschland für Top-Experten im Bereich KI noch interessanter und stärken unsere Position im internationalen Wettbewerb. Der „Bosch AI Campus“ trägt dazu bei, die internationale Strahlkraft des KI-Standorts Baden-Württemberg zu stärken“, so Michael Bolle.

    Aus der Forschung in die konkrete Anwendung

    Bosch forscht an künstlicher Intelligenz, die sicher, robust und erklärbar ist. Die Investition in den neuen AI Campus ist ein weiterer Schritt des Unternehmens, die KI-Forschung im Cyber Valley zu stärken: Seit vergangenem Jahr hat Professor Matthias Hein an der Universität Tübingen die von Bosch finanzierte Stiftungsprofessur inne. Zusätzlich hält das Unternehmen zwei „Industry on Campus“-Professuren, mit denen die Universität Experten aus dem industriellen Umfeld praxisnah in Forschung und Lehre einbindet.

    Im Mittelpunkt der „Industry on Campus“-Professuren von Bosch stehen Fragestellungen im Vorfeld industrieller Anwendung. Ein Beispiel ist die vorausschauende Diagnose, mit der sich der Ausfall einer Maschine vorhersagen lässt, lange bevor der Defekt tatsächlich auftritt. Ein längerer Stillstand der Maschine kann durch die rechtzeitige Wartung vermieden werden. Die vorausschauende Diagnose ist ein Beispiel für maschinelles Lernen, das Forschungsschwerpunkt des BCAI ist. Derzeit ist das BCAI mit rund 200 Mitarbeitern an insgesamt sechs Standorten in Deutschland, den USA, Indien und Israel vertreten.

     

    Journalistenkontakt:

    Christiane Wild-Raidt, Telefon: +49 711 811-6283

    Christiane.Wild-Raidt@de.bosch.com

  • Cyber Valley präsentiert KI-Spitzenforschung in Berlin

    Cyber Valley präsentiert KI-Spitzenforschung in Berlin

    Mit dem Motto „Im Herzen Europas“ zelebriert die diesjährige Veranstaltung die Stärken des Südwestens, auch in der KI-Forschung.

    Berlin, 27.06.2019 – Die Cyber Valley Initiative wird heute auf der traditionellen Stallwächterparty der Landesvertretung Baden-Württemberg in Berlin vertreten sein. Schon seit 1964 gehört die Stallwächterparty zu den Höhepunkten des Berliner Sommers, mit hochrangigen Gästen aus Politik und Wirtschaft. Unter dem Motto „im Herzen Europas“ zeigt die diesjährige Veranstaltung die Stärken des Standorts Baden-Württembergs. Mit einem Infostand und Mitmachaktionen gibt die Cyber Valley Initiative, Europas größte Forschungskooperation in Bereich künstliche Intelligenz, Einblicke in die Forschungsexzellenz der Region Stuttgart-Tübingen. 

    „Cyber Valley zieht Spitzenwissenschaftler von den Top-Universitäten der ganzen Welt an. Es ist ein Forschungsstandort, der das Zusammenspiel von exzellenter Grundlagenforschung und leistungsstarken Unternehmen fördert und damit wissenschaftliche Durchbrüche und eine hohe Gründungsdynamik ermöglicht. Damit bringen wir die europäische Zusammenarbeit in der KI-Spitzenforschung weiter voran“, sagt Theresia Bauer, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst. 

    Das Ende 2016 gegründete Cyber Valley stärkt Forschung und Lehre in den Bereichen Machine Learning, Computer Vision und Robotik und fördert Technologietransfer und Ausgründungen in diesen Bereichen.Bereits heute ist das Cyber Valley der führende Forschungsstandort in Deutschland für künstliche Intelligenz und unter den zehn führenden KI-Forschungsstandorten weltweit. Knapp die Hälfte der Spitzenpublikationen von deutschen Forschungseinrichtungen im Bereich Machine Learning stammen derzeit aus der Region Stuttgart-Tübingen. Die Cyber Valley Initiative zielt unter anderem darauf ab, diese Position im globalen Wettbewerb um die besten Köpfe zu sichern und weiter auszubauen, um die Wettbewerbsfähigkeit europäischen KI-Forschung zu sichern.  

    „Die Zukunft wird maßgeblich durch neue Technologien gestaltet, die nicht an Ländergrenzen halt machen. Eine besonders schlagkräftige Rolle spielt dabei das Maschinelle Lernen, das gerade dabei ist, Industrie und Gesellschaft global im rasanten Tempo zu verändern,“ sagt Matthias Bethge, Professor für Computational Neuroscience und Machine Learning an der Universität Tübingen,und Mitgründer der European Laboratory for Learning and Intelligent Systems (ELLIS). Die ELLIS–Initiative, die im Cyber Valley entstanden ist, fördert die Entwicklung eines starken europäischen KI-Forschungsnetzwerks. „Damit Europa die Zukunft gestalten kann, brauchen wir eine europäische Exzellenz-Institution, die in der Lage ist, Spitzenforscher aus aller Welt anzuziehen und in Europa tätig werden zu lassen. Das ist das Ziel der ELLIS-Initiative,“ so Bethge.

    „Ich freue mich, dass ELLIS bei der Stallwächterparty des Landes zum Thema Europa vertreten ist. Das Thema KI gehört neben der Landes- und Bundesebene unbedingt auf die europäische Ebene. ELLIS ist dabei ein zentrales Projekt, das die Landesregierung unterstützt“, sagt Ministerin Bauer.

    Das Landeskabinett hatte am 26. März 2019 ein Maßnahmenpaket von 20 Mio. € zur weiteren Stärkung der Künstliche Intelligenz bewilligt, ergänzend zu den 100 Millionen Euro, die bereits 2018 für die Ko-Finanzierung von Projekten des Bundes zu Künstlicher Intelligenz und für Batterieforschung vorgesehen wurden. Ziel ist es, Baden-Württemberg zum Vorreiter der europäischen Künstlichen Intelligenz zu machen. Das Cyber Valley soll dabei eine maßgebliche Rolle spielen.

  • Körber-Preis 2019 geht an Bernhard Schölkopf

    Körber-Preis 2019 geht an Bernhard Schölkopf

    Die Körber-Stiftung zeichnet den MPI-IS-Direktor und Cyber Valley Wissenschaftler für seine bahnbrechende Forschung auf dem Gebiet der mathematischen Methoden aus, die maßgeblich dazu beitrugen, der Künstlichen Intelligenz zu ihren jüngsten Höhenflügen zu verhelfen.

    Hamburg, 26. Juni 2019 – Den mit einer Million Euro dotierten Körber-Preis für die Europäische Wissenschaft 2019 erhält der deutsche Physiker, Mathematiker und Informatiker Bernhard Schölkopf. Er hat mathematische Verfahren entwickelt, die maßgeblich dazu beitrugen, der Künstlichen Intelligenz (KI) zu ihren jüngsten Höhenflügen zu verhelfen. Weltweites Renommee erlangte Schölkopf mit sogenannten Support-Vektor-Maschinen  (SVM). Dies sind keine Maschinen im klassischen Sinne, sondern raffinierte Algorithmen (Programmanweisungen), mit denen Computer hochkomplizierte KI-Berechnungen schnell und präzise erledigen können. 

    Bernhard Schölkopf, 51, ist ein Pionier dieser neuen industriellen Revolution, die auf Information basiert. Nach dem Studium der Physik, Mathematik und Philosophie in Tübingen und London ging der gebürtige Stuttgarter mit einem Stipendium an die amerikanischen Bell Labs, wo sein späterer Doktorvater Vladimir Vapnik gerade anfing, an SVMs zu forschen. 1997 promovierte Schölkopf an der TU Berlin in Informatik. Bereits im Vapnik-Team trug er entscheidend dazu bei, die SVM-Technologie zur Anwendungsreife zu entwickeln. Nach Tätigkeiten in Cambridge, England, und einem New Yorker Biotech-Startup wurde Schölkopf 2001 Direktor am Max-Planck-Institut (MPI) für biologische Kybernetik in Tübingen. 2011 war er einer der Gründungsdirektoren des MPI für intelligente Systeme in Tübingen.

    Obwohl fast alle tagtäglich damit in Kontakt kommen, weiß rund die Hälfte der Deutschen nicht, was unter dem Begriff »Künstliche Intelligenz« zu verstehen ist. »Kl ist im Spiel, wenn das Smartphone abgespeicherte Fotos automatisch nach Gesichtern und Themen wie Urlaub gruppiert«, erklärt Schölkopf, »oder Texte von einer Sprache in eine andere übersetzt.« 

    KI erlebt zurzeit einen weltweiten Boom, nicht zuletzt wegen ihrer wachsenden wirtschaftlichen Bedeutung. USA und China investieren Milliarden in diese Technologie, die weltweit das Arbeitsleben grundlegend verändern dürfte. Bereits vor der Jahrtausendwende sind intelligente Roboter in großem Stil in die Fabriken eingezogen, etwa in der Autoindustrie. Künftig werden intelligente Systeme auch zunehmend Routinearbeiten in Büros übernehmen. 

    Die von Bernhard Schölkopf mitentwickelten Support-Vektor-Maschinen ähneln dem Gehirn nachempfundenen neuronalen Netzen, liefern jedoch bei manchen Aufgaben präzisere Ergebnisse. Darüber hinaus basieren sie auf soliden mathematischen Grundlagen, was ihre Arbeitsweise transparenter macht. SVM müssen anfangs trainiert werden, wie das menschliche Gehirn beim Lernen. Ihre Besonderheit liegt darin, dass ihre Algorithmen saubere Klassifizierungen in mathematischen Räumen höherer Dimension vornehmen, der Computer dies jedoch mit vergleichsweise einfachen und schnellen Berechnungen erledigen kann.

    Erste SVM-Systeme aus den 1990er Jahren konnten handgeschriebene Ziffern auf Briefen fast so gut erkennen wie Menschen und waren besser als alle konkurrierenden Systeme. Sie gaben der Informatik auch wegen ihres systematischen mathematischen Ansatzes einen deutlichen Schub. Schölkopf ist heute der am häufigsten zitierte deutsche Informatiker und zählt gemäß dem Forschungsmagazin »Science« zu den zehn einflussreichsten Computerwissenschaftlern der Welt.

    Aktuell erforscht das Schölkopf-Team am MPI Tübingen  Algorithmen, die aus Daten auch kausale Zusammenhänge erkennen können. Kausale Inferenz nennt sich diese vielversprechende neue Forschungsrichtung. Ziel ist unter anderem, KI-Systeme robuster gegen Störeinflüsse zu machen. »Wenn in einer geschlossenen Ortschaft ein Tempo-30-Schild so überklebt wurde, dass es wie ein Tempo-120-Schild aussieht, dann muss das KI-System eines selbstfahrenden Autos aus dem Kontext erschließen können, dass dieses Schild zu ignorieren ist«, so Bernhard Schölkopf.

    Ein weiteres Anliegen Schölkopfs ist es, Deutschland in der harten internationalen KI-Konkurrenz zu einer Spitzenstellung zu verhelfen. Er ist Mitgründer des weltweit renommierten »Cyber Valley« in der Region Stuttgart-Tübingen – eines vom Land Baden-Württemberg geförderten Kompetenzzentrums, das auch führende amerikanische Firmen einbinden konnte. Im Rahmen des geplanten ELLIS-Programms (European Laboratory for Learning and Intelligent Systems) will Schölkopf »führende europäische Standorte besser miteinander vernetzen, gemeinsame Programme aufsetzen und Doktoranden ausbilden. Junge Spitzenforscher sollten nicht in die USA gehen müssen, um auf dem höchsten Niveau zu arbeiten.« Wichtig sei weiterhin eine noch umfangreichere staatliche KI-Förderung. Die Mittel des Körber-Preises will Schölkopf unter anderem in seinem Fachgebiet Kausale Inferenz und für Workshops zur Förderung des ELLIS-Projekts verwenden.

    Der Körber-Preis für die Europäische Wissenschaft 2019 wird Bernhard Schölkopf am 13. September im Großen Festsaal des Hamburger Rathauses überreicht. Aus Anlass ihres 60-jährigen Bestehens erhöht die Körber-Stiftung die Dotierung des Preises ab diesem Jahr auf eine Million Euro. Damit zählt der Körber-Preis zu den weltweit höchstdotierten Forschungspreisen. »Wir wollen ein Zeichen für die Anerkennung von Spitzenforschung in Europa setzen«, so Dr. Lothar Dittmer, Vorsitzender des Vorstands der Körber-Stiftung, »und mit unserer ebenfalls neuen Regelung, dass fünf Prozent der Preissumme für die Wissenschaftskommunikation zu verwenden sind, dazu beitragen, dass diese Anerkennung auch in der Öffentlichkeit wächst.« Die Körber-Stiftung zeichnet mit dem Körber-Preis seit 1985 jedes Jahr einen wichtigen Durchbruch in den Physical oder den Life Sciences in Europa aus. Prämiert werden exzellente und innovative Forschungsansätze mit hohem Anwendungspotenzial. Nach Verleihung des Körber-Preises erhielten bislang sechs Preisträgerinnen und Preisträger den Nobelpreis.

    Weitere Informationen und Fotos zum Download unter www.körber-preis.de.

  • Eine Bundes- und eine Landesministerin zu Besuch im Cyber Valley in Tübingen

    Cyber Valley Forscher präsentierten unterschiedliche Forschungsgebiete, um die potentiellen Vorteile des Machine Learning für die Gesellschaft darzustellen.

    Die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Anja Karliczek, besuchte am Donnerstag Vormittag das Kompetenzzentrum für Künstliche Intelligenz und Maschinelles Lernen im AI Research Building der Universität Tübingen und des Cyber Valley am Standort Tübingen und bekam auf ihrem Rundgang Einblicke in die Baupläne des Zentrums sowie in aktuelle Forschungsarbeiten zu Künstlicher Intelligenz und Maschinellem Lernen.

    Sie wurde begleitet von der Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst in Baden-Württemberg, Theresia Bauer, dem Rektor der Eberhard Karls Universität Tübingen, Prof. Dr. Bernd Engler sowie Prof. Dr. Bernhard Schölkopf vom Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme.

    Das Bundesministerium Bildung und Forschung (BMBF) hatte zum ersten Oktober 2018 der Universität Tübingen und der Max-Planck-Gesellschaft eine Förderung in Höhe von 6,6 Millionen Euro für das neu gegründete Kompetenzzentrum für Künstliche Intelligenz und Maschinelles Lernen zugesagt.

    Die Universität Tübingen ist ebenso wie die Universität Stuttgart, das Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme, das Land Baden-Württemberg sowie verschiedene Industrieunternehmen Kooperationspartner der Forschungskooperation Cyber Valley.

    Prof. Dr. Bernd Engler, Rektor der Universität Tübingen: „Der Besuch von Bundesministerin Anja Karliczek nur neun Monate nach dem Gründungstermin hat uns sehr gefreut. Wir haben die langfristige Entwicklungsstrategie, die Bauplanung und einzelne Forschungsprojekte vorgestellt und gezeigt, welche Vorteile Machine Learning für die Gesellschaft schaffen kann.“

    Prof. Dr. Matthias Bethge, Professor für Computational Neuroscience and Machine Learning an der Eberhard Karls Universität Tübingen, hat Projekte für die Ausbildung von der Schule bis in die Promotion vorgestellt. „Der frühe Zugang zu den digitalen Technologien ist von hohem Interesse für die Wettbewerbsfähigkeit von Deutschland und Europa gegenüber dem Rest der Welt“, so Bethge.

  • Zu Besuch im Cyber Valley

    Zu Besuch im Cyber Valley

    Auf Einladung des Auswärtigen Amtes kam eine Delegation Kanadischer KI-Experten zum Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme in Tübingen.

    Tübingen – Bei einem Besuch am Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme (MPI-IS) in Tübingen am Montag gewann eine hochrangig besetzte Delegation aus Kanada Einblicke in die Forschung und tauschte sich mit Vertretern des Cyber Valley aus. Cyber Valley ist Europas größte Forschungskooperation im Bereich Künstliche Intelligenz (KI) mit Partnern aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft. Die Delegation aus Kanada kam auf Einladung des Auswärtigem Amts, im Rahmen des Besucherprogramms der Bundesrepublik Deutschland. 

    „Für uns war der Besuch eine großartige Gelegenheit, noch mehr über den kanadischen Ansatz zu erfahren,“ sagte Matthias Tröndle, Forschungskoordinator am MPI-IS und Vertreter der Cyber Valley Geschäftsstelle. „Die Kanadier haben sehr früh erkannt, dass maschinelles Lernen ein Zukunftsthema ist und haben entsprechend gehandelt. In Kanada wurden in den vergangenen Jahren Strukturen und Institutionen aufgebaut, von denen wir sehr viel lernen können.“

    Im Fokus des Besuchs stand das Thema KI und Gesellschaft. „Unsere Gesellschaft steht vor großen Veränderungen. Wir müssen Lösungen erarbeiten, die sicherstellen, dass KI die Menschheit voranbringt,“ sagte Lyse Langlois, Geschäftsführerin der Observatory on the Societal Impacts of AI and Digital Technologies in Québec. Die Organisation, die Ende 2018 gegründet wurde, beschäftigt sich mit den gesellschaftlichen Auswirkungen von KI und digitalen Technologien. „In dieser Hinsicht möchten wir ausdrücklich den Austausch mit europäischen Partnern stärken,“ sagte sie. 

    Im Cyber Valley nimmt das Thema KI und Gesellschaft eine zentrale Rolle ein. „Mit Ihren Universitäten, Forschungsinstituten und der Zivilgesellschafft bietet die Region Stuttgart-Tübingen die besten Voraussetzungen, den globalen Diskurs zur Nutzung von KI mitzugestalten,“ ergänzte Matthias Tröndle.

    Pressekontakte: 

    Linda Behringer

    Public Relations
    Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme, Stuttgart

    T: +49 711 689 3552

    M: +49 151 2300 1111

    linda.behringer@cyber-valley.de

    Valérie Callaghan

    Max-Planck-Institut für Intelligent Systeme, Tübingen

    T: +49 7071 601 1832             
    M: +49 151 1560 4276

    valerie.callaghan@cyber-valley.de

  • Bundeswettbewerb Künstliche Intelligenz: Schüler programmieren eigenen Algorithmus

    Bundeswettbewerb Künstliche Intelligenz: Schüler programmieren eigenen Algorithmus

    Mehr als 2.500 Teilnehmende bundesweit ‒ In Runde 2 werden eigene Projektideen umgesetzt

    Der Bundeswettbewerb Künstliche Intelligenz (KI) geht in die zweite Runde. Seit dem Start am 28. Februar haben mehr als 2.500 Schülerinnen und Schüler in über 1.700 Schulteams aus ganz Deutschland teilgenommen. Die meisten Teams kamen aus Nordrhein-Westfalen (355), gefolgt von Baden-Württemberg (332). Unter den Schulen belegt das Saarpfalz Gymnasium aus Homburg (Saarland) den Spitzenplatz mit 83 angemeldeten Teams, dicht gefolgt vom Gymnasium Heide-Ost (Schleswig-Holstein) mit 70 Teams. Die Teilnehmenden waren zwischen 14 und 19 Jahren alt, die größte Gruppe stellten mit einem Drittel die 17-Jährigen.

    Um die erste Runde zu bestehen, musste mindestens eines dieser drei Kriterien erfüllt sein: Die Teilnehmenden mussten eine ausreichende Punktzahl in den Quiz- und Programmieraufgaben erreichen, unter die besten 50 Prozent der Programmier-Challenge kommen oder eine überzeugende Projektidee liefern. Insgesamt 159 Teams reichten Projektvorschläge ein, die von einer unabhängigen Jury auf ihre praktische Relevanz, die Lösbarkeit durch KI, den Innovationsgehalt und die Durchführbarkeit bewertet wurden.

    In der zweiten Runde setzen Schülerinnen und Schüler nun die von ihnen eingereichten Projektideen um. Zugelassen wurden 398 Teams und 642 Schülerinnen und Schüler. Für die Teilnahme an dieser Runde genügt, dass mindestens ein Teammitglied die erste Runde bestanden hat: Dieses kann nun auch neue Mitstreiter ins Boot holen, um die Projektidee weiter zu bearbeiten. „Mit unserer offenen Bewertungsmatrix wollen wir sicherstellen, dass neben talentierten Programmierern auch kreative Denker ohne Coding Skills weiterkommen“, sagt Dr. Wieland Brendel, Wissenschaftler am Tübinger Kompetenzzentrum für Maschinelles Lernen.

    Im November 2019 endet der Schülerwettbewerb mit einer Abschlussfeier und Preisverleihung in Tübingen. Die viel-versprechendsten Projekte werden im Vorfeld zur AI CON 2019 eingeladen, einer vom Bosch Center for Artificial Intelligence in Kooperation mit dem Cyber Valley ausgerichteten Konferenz zum Thema Künstliche Intelligenz. Zudem wird Microsoft einen KI-Workshop für Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte anbieten. Als „KI-Schule des Jahres“ wird die Schule mit den meisten und erfolgreichsten Teilnehmenden geehrt.

    Der Bundeswettbewerb Künstliche Intelligenz ist eine gemeinsame Veranstaltung des Max-Planck-Instituts für Intelligente Systeme und der Universität Tübingen im Rahmen der Cyber Valley Initiative. Teilnehmen können Schülerinnen und Schüler im Alter zwischen 14 und 19 Jahren, die sich für naturwissenschaftliche Fächer wie Mathematik, Informatik oder Physik interessieren.

    Der baden-württembergische Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann hat die Schirmherrschaft für den Wettbewerb übernommen. Hauptsponsor des Wettbewerbs ist die Robert Bosch GmbH. Weitere Sponsoren sind die Gemeinnützige Hertie-Stiftung, Google, Amazon, Microsoft, die Alexander von Humboldt Stiftung und die Hochschule der Medien.

    Informationen unter https://bw-ki.de

    Kontakt: 

    Dr. Wieland Brendel

    Universität Tübingen

    Tübinger Kompetenzzentrum AI

    Telefon +49 7071 29-70863
    wieland.brendel@cin.uni-tuebingen.de

  • Minister of Economy Hoffmeister-Kraut visits Cyber Valley

    Minister of Economy Hoffmeister-Kraut visits Cyber Valley

    Tübingen – During a visit to the Max Planck Institute for Intelligent Systems (MPI-IS) in Tübingen on 15th April 2019, Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, Baden-Württemberg's Minister of Economic Affairs, Labour and Housing, once again emphasised the state's support for Cyber Valley, Europe's largest research cooperation in the field of artificial intelligence (AI) with partners from politics, science and industry.

    "Cyber Valley is already one of the world's top locations for AI research and thus a flagship for Baden-Württemberg as a high-tech hot spot. We want to further develop this potential. It is also a question of bringing the already existing excellence even more specifically to small and medium-sized companies," said Minister Hoffmeister-Kraut.

    During several lab visits and talks with leading AI scientists from the Max Planck Institute for Intelligent Systems and the University of Tübingen, Minister Hoffmeister-Kraut and a delegation from the Ministry of Economic Affairs discussed research topics as well as milestones and developments of the Cyber Valley Initiative.

    "We are delighted to have this opportunity to introduce our activities to Minister Hoffmeister-Kraut," said Professor Bernhard Schölkopf, Managing Director of the Max Planck Institute for Intelligent Systems and one of the world's leading researchers in the field of machine learning. "Machine learning and artificial intelligence will change the world. We want Europe to play a leading role in this. The support from policymakers will be crucial." He also stressed that the key motivation behind the Cyber Valley was to create an ecosystem for spin-offs, i.e. to offer doctoral students the opportunity to found start-ups in order to harness knowledge. This will boost the domestic economy and strengthen southern Germany as a business location. "In addition, we want the Cyber Valley to create a radiance and attract more companies and top talents. It works, as the current figures for our doctoral program show. In just two years, we have attracted over 100 doctoral students from all over the world to our International Max Planck Research School for Intelligent Systems. That's just the beginning."

    On 26th March 2019, the State Cabinet approved a €20 million package of measures to further strengthen artificial intelligence, in addition to the €100 million already earmarked in 2018 for co-financing federal projects on artificial intelligence and battery research. The goal is to make Baden-Württemberg a pioneer in the field of AI. Cyber Valley is expected to play an important role in this.

    The research network was founded at the end of 2016. The founding partners are the MPI-IS, the University of Stuttgart, the University of Tübingen, the State of Baden-Württemberg and the following seven industrial partners: Amazon, the BMW Group, IAV GmbH, Daimler AG, Porsche AG, Robert Bosch GmbH and ZF Friedrichshafen AG. Cyber Valley is also supported by the Christian Bürkert Foundation, the Gips-Schüle Foundation, the Vector Foundation and the Carl Zeiss Foundation. Together, the partners want to support the region by strengthening research activities, creating an ecosystem for start-ups and technology transfer and increasing the visibility of Baden-Württemberg as a global hotspot for AI research and development.

    As core elements of the Cyber Valley initiative, new research groups have been established at the Max Planck Institute for Intelligent Systems (MPI-IS), the University of Stuttgart and the University of Tübingen. The Cyber Valley Partners and the foundations finance these groups.

    In addition to the three existing Cyber Valley professorships, additional chairs will be established at the universities in the coming years.

    Another focus of the project is the promotion of young researchers with an internationally renowned, interdisciplinary doctoral programme: the International Max Planck Research School for Intelligent Systems. The IMPRS-IS is a key element of the Cyber Valley research cooperation, which aims, among other things, to offer the world's best young researchers in the field of artificial intelligence a first-class education.

    www.cyber-valley.de