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  • Vizepräsidentin der Europäischen Kommission Vestager besucht Cyber Valley

    Vizepräsidentin der Europäischen Kommission Vestager besucht Cyber Valley

    Bei einem Treffen mit der Vizepräsidentin der Europäischen Kommission, Margrethe Vestager, dem baden-württembergischen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann und der Wissenschaftsministerin Theresia Bauer begrüßten die Forscher*innen die neue Digitalstrategie der EU-Kommission und forderten eine starke Unterstützung der Forschung im Bereich der lernenden KI.

    Tübingen, den 20.02.2020 – Einen Tag nach der Veröffentlichung der Digitalstrategie und des Weißbuchs zur Künstlichen Intelligenz der Europäischen Kommission traf sich Margrethe Vestager, geschäftsführende Vize-Präsidentin der Europäischen Kommission und Kommissarin für ein Europa fit für das digitale Zeitalter, am Donnerstag mit Wissenschaftler*innen des Cyber Valley Ökosystems in Tübingen, um die Zukunft der KI-Forschung in Europa zu diskutieren. Begleitet wurde sie von Baden-Württembergs Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann, sowie Theresia Bauer, der Wissenschaftsministerin des Landes.

    „Mit dem Cyber Valley haben wir in Baden-Württemberg eine der größten Forschungskooperationen Europas aus Wirtschaft und Wissenschaft auf dem Gebiet der Künstlichen Intelligenz. Alleine meine Landesregierung hat über 100 Millionen Euro für diesen Innovationscampus investiert. Hier werden Spitzenforschung und Unternehmergeist miteinander verbunden, damit Baden-Württemberg die Vorreiterrolle bei der Entwicklung intelligenter Lösungen für Industrie, Mobilität und Medizin einnehmen kann. Europa steht in der Spitzenforschung in einem harten Wettbewerb, bei dem es die weltweit besten Köpfe zu gewinnen und zu halten gilt. Hierbei wird die europaweite Initiative ELLIS mit Standorten in Tübingen und Freiburg helfen“, so Ministerpräsident Kretschmann. „Im internationalen Vergleich liegt Europa insbesondere bei der wirtschaftlichen Verwertung von Künstlicher Intelligenz noch hinter den USA und China zurück. Damit sich dieser Abstand nicht vergrößert, müssen wir unsere Kräfte bündeln. Wir benötigen einen europäischen Schulterschluss bei der KI. Und wir brauchen eine KI ,Made in Europe‘, die Innovation mit unseren Werten verbindet. Es geht auch um unsere individuelle Freiheit und die Frage, wie KI-Anwendungen in unsere Gesellschaft hineinwirken. Das ist essentiell für die Akzeptanz dieser Technologien.“

    „Wir begrüßen den Besuch von Vizepräsidentin Vestager und die Gelegenheit, die Diskussion über europäische KI voranzutreiben. Mit Cyber Valley und ELLIS bauen wir ein starkes europäisches Ökosystem für die Grundlagenforschung im Bereich der lernenden KI auf,“ sagte Bernhard Schölkopf, Direktor am Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme, Mitinitiator von Cyber Valley und Mitbegründer von ELLIS, dem Europäischen Labor für Lernende und Intelligente Systeme. „Wir wollen in Zukunft wettbewerbsfähig bleiben und gleichzeitig eine KI entwickeln, die mit den Werten der offenen Gesellschaften Europas im Einklang steht. Dazu müssen wir Forschungsbedingungen schaffen, die es uns ermöglichen, die besten Köpfe anzuziehen und zu halten. Dafür brauchen wir die Unterstützung der europäischen Politik.“

    „Wir müssen uns mit der Frage befassen, wie wir künstliche Intelligenz ermöglichen können. Das ist einer der Gründe, warum ich heute besonders froh bin, hier zu sein: Was hier geschieht, zeigt, wie wir Dinge ermöglichen können“, sagt Kommissarin Vestager. „Es ist sehr aufschlussreich, von der Herzlichkeit und der Interaktion zwischen der Landesregierung, den Unternehmen in der Region und dem Institut selbst zu hören und zu sehen, dass sie auf das gleiche Ziel hinarbeiten. Natürlich hoffe ich auf eine sichtbare europäische Dimension: Das ELLIS-Programm zeigt, wie Europa zusammenkommt, um ein Ökosystem zu schaffen, das es uns ermöglicht, nicht nur mit dem, was anderswo in der Welt geschieht, Schritt zu halten, sondern es auch besser zu machen.“

    ELLIS entwickelt sich rasant. Die 2018 gegründete europaweite Initiative zielt auf die Förderung von Forschungsexzellenz im Bereich des Maschinellen Lernens und verwandten Gebieten ab. In den vergangenen Monaten hat die Initiative elf Forschungsprogramme in breit gefächerten KI-bezogenen Bereichen eingerichtet und rund 200 Millionen Euro für einen Zeitraum von zunächst fünf Jahren gesichert. Darüber hinaus wurden 17 ELLIS Units in ganz Europa und in Israel geschaffen. Anträge für weitere Einheiten werden derzeit geprüft. Mittelfristig plant ELLIS den Aufbau eines Netzwerks von Standorten und Instituten. Als Vorbild dient das Europäische Laboratorium für Molekularbiologie (EMBL), das von 21 europäischen Staaten finanziert wird und über Labore in verschiedenen Ländern verfügt.

    „Es besteht ein Bedarf an Finanzierung, aber auch die Notwendigkeit, unsere Forschungs- und Entwicklungsbemühungen so zu organisieren, dass sie Talente anziehen“, so Vestager weiter. „Denn Talent zieht mehr Talente an. Ausgehend von den Diskussionen, die ich heute geführt habe, ist das, was hier getan wird, der Weg, den wir gehen müssen.“

    Auch Cyber Valley hat in letzter Zeit erheblich an Dynamik gewonnen. Die Forschungskooperation hat in den vergangenen Monaten mehrere wichtige Meilensteine erreicht, darunter den Beitritt der Fraunhofer-Gesellschaft, den Launch des neuen Cyber Valley-Start-Up-Netzwerks, zusätzliche Investitionen der Cyber Valley-Industriepartner Robert Bosch GmbH und Amazon in Tübingen sowie den erfolgreichen Abschluss einer dritten Bewerbungsrunde bei der International Max Planck Research School for Intelligent Systems (IMPRS-IS), des im Rahmen der Cyber Valley-Initiative eingerichteten Doktorandprogramms.

  • Bernhard Schölkopf receives Frontiers of Knowledge Award

    Bernhard Schölkopf receives Frontiers of Knowledge Award

    The BBVA Foundation Frontiers of Knowledge Award in the Information and Communications Technology category has gone in this twelfth edition to Bernhard Schölkopf as well as to Isabelle Guyon and Vladimir Vapnik for their “fundamental contributions to machine learning,” in the words of the committee. The methods they developed in artificial intelligence are “transforming the everyday world, improving fields as diverse as medical diagnosis, computer vision, natural language processing and the monitoring of climate change.”


    “Vapnik, Guyon and Schölkopf,” the citation continues, “have collectively performed ground-breaking research that transcends traditional boundaries in computer science, and deservedly rank among the world’s leading innovators.”


    The awardees have developed methods that endow machines with the essential human skill of recognizing patterns in large volumes of data, enabling them to be sorted into categories. The goal is for the machine to learn through being presented with numerous examples.
    Vapnik and Guyon came up with the mathematical tools known as support vector machines (SVM), while Schölkopf extended their range and power through the use of kernel methods, which allow for the input of much more specific categories, thereby multiplying applications. These models are described by the committee as representing “a major machine learning paradigm in both research and applications.”


    Thanks to SVM and kernel methods, intelligent machines can now be trained to classify data sets with human precision, or at times even better, enabling them to recognize everything from voices, handwriting or faces to cancer cells or the fraudulent use of credit cards.
    SVMs are now being used in genomics, cancer research, neurology, diagnostic imaging, and even in HIV drug cocktail optimization, as well as finding diverse applications in climate research, geophysics and astrophysics.


    Schölkopf, Director at the Max Planck Institute for Intelligent Systems in Tübingen (Germany), has recently been employing these methods to analyze data from the NASA satellite Kepler 2. This has helped with the discovery of 21 extrasolar planets, including one with an atmosphere in which signs of water vapor have been detected for the first time.


    In the words of one of the nominators, Martin Stratmann, President of the Max Planck Society, machine learning is a core discipline of modern artificial intelligence, consisting of “the study of how to extract patterns or regularities from empirical data.” And Vapnik, Guyon and Schölkopf, he adds in his letter, are “the three scientists who have jointly shaped the field.”

    Machines that learn from examples

    The three laureates coincided at America’s Bell Laboratories in the early 1990s. Yet their backgrounds had little in common. Vapnik, born in 1936 in the former USSR, had worked until 1990 at the Institute of Control Sciences in Moscow, where he and his then pupil Alexey Chervonenkis – who died in 2014 – laid the mathematical foundations for automated pattern recognition methods. Vapnik is now widely recognized, the committee remarks, as “a living legend in machine learning.”


    Isabelle Guyon (Paris, France, 1961) was a postdoctoral researcher when she met Vapnik in 1991. Together they two would create the first proven method enabling optimal classification of data, the support vector machine. In 1994 they were joined in their efforts by one of Vapnik’s doctoral students, Bernhard Schölkopf, who expanded the application range of SVMs.


    For Vapnik, speaking on the phone after hearing of the award, “the main problem in artificial intelligence is how to get the machine to recognize things, how to distinguish, for instance, between men and women or between different medical diagnoses. You cannot give the machine the rule, the machine has to learn the rule. The support vector machine was developed precisely to fulfil this condition. The aim of all these methods of machine learning is simply so the machine can learn from examples.”


    “Machine learning technology is the foundation of almost everything in AI-related business, and will become more and more important in future,” affirms Vapnik, who confesses that he too has been greatly surprised at how much the field has expanded in the past few decades.
    The awardee also recalled the initial problem that gave rise to the machine learning field “over fifty years ago,” when he was asked “to solve a small, practical problem that consisted of distinguishing between oil and water, so as to achieve greater precision during prospections based on geological observations.”


    In search of cause-effect


    Although their paths have diverged, the three laureates have continued to collaborate. Specifically, Guyon and Schölkopf are working on what is seen as one of the key problems in the area: how to identify not just statistical correlations in a forest of data but also relations of causality. Advances in this terrain could tell us, for example, whether a genetic mutation is the cause or consequence of a cancerous process.


    The committee says in this respect that “Schölkopf and Guyon have independently and cooperatively advanced the science of causal discovery, uncovering cause-and-effect relationships in observed data, a problem considered by many to be unsolvable.”


    In conversation yesterday, Schölkopf explained how his work on causality aided in the discovery of exoplanets: “We had a causal model to distinguish between the signals coming from the star and planet, and the noise produced by the space telescope itself. With this model we managed to filter out the ‘noise’ and determine which signals really originated in outer space.”


    A fan of astronomy since childhood, Schölkopf cannot hide his satisfaction at the fact that one of the 21 exoplanets discovered with his aid lies in the habitable zone, and has been found to have water vapor in its atmosphere.


    Guyon, meantime, has founded not-for-profit educational initiatives, developed crowd-sourced research and worked on the application of AI techniques to address problems in electricity transmission.


    The future of AI


    Both Vapnik and Schölkopf are convinced that the AI-led transformation of society is only just starting, and that many of the tasks now performed by humans will be taken over by machines. But this is not to say that machines will actually surpass us in intelligence.
    “The machine can already do better than humans at recognizing things, for example, in cases of medical diagnosis or facial recognition,” says Vapnik. “But for me that doesn’t mean that the machine is intelligent. Intelligence is a whole lot more, and we are only just beginning to understand what it is.”


    Schölkopf agrees that “we are extremely far away from a machine being more intelligent than a human being.” It is true, he adds, that “in very specific applications, like playing chess or Go, or perhaps in optical recognition scenarios like the diagnosis of skin cancer, machines can do better than humans.” Like Vapnik, however, Schölkopf does not believe that pattern recognition “should really be defined as intelligence,” since what we are talking about is “performance in one very restricted task.”


    “What is interesting about our intelligence,” Schölkopf continues, “is that we can play Go then get up from the table and make dinner, which a machine cannot do.” By this general standard of intelligence, the German scientist insists that “machines are still much more stupid than humans.” That said, advances in machine learning are compelling enough, he believes, to cause “legitimate concern that the technology may in future take some kinds of jobs away,” and this is something “we should begin to think about as a society.”


    Laureate bio note
    Bernhard Schölkopf (Stuttgart, Germany, 1968) studied physics, mathematics and philosophy at the Universities of London and Tübingen (1988-1994), before going on to earn a Ph.D. in Computer Science at TU Berlin in 1997. After spells as a researcher and group leader at the National Research Center for Computer Science (Berlin), Microsoft Research (Cambridge) and Biowulf Technologies (New York), in 2001 he was appointed a Director at the Max Planck Institute for Biological Cybernetics in Tübingen. He remained there until 2010, and the following year took up the post of Director at the Max Planck Institute for Intelligent Systems, where he heads the Department of Empirical Inference.


    Author of more than 460 publications, he is also an Affiliated Professor at ETH Zurich and an Amazon Distinguished Scholar. He is one of three Editors-in-Chief of the Journal of Machine Learning Research and a Series Editor of Information Science and Statistics, as well as serving on the boards of the Neural Information Processing Systems Foundation and of the International Machine Learning Society.

    About the BBVA Foundation Frontiers of Knowledge Awards

    The BBVA Foundation centers its activity on the promotion of world-class scientific research and cultural creation, and the encouragement of talent.


    The BBVA Foundation Frontiers of Knowledge Awards, established in 2008, recognize and reward contributions of singular impact in diverse fields of science, technology, social sciences and the humanities that have demonstrably expanded the frontiers of the known world, opening up new paradigms and knowledge fields. Their eight categories are reflective of the knowledge map of the 21st century, encompassing basic research in Physics, Chemistry and Mathematics, Biology and Biomedicine, Information and Communication Technologies, Humanities and Social Sciences, Economics, Finance and Management, Ecology and Conservation Biology, Climate Change, and, within the arts, the supremely creative realm of music.


    The BBVA Foundation is aided in the evaluation process by the Spanish National Research Council (CSIC), the country’s premier public research organization. The Foundation and CSIC jointly appoint the evaluation support panels charged with undertaking an initial assessment of the candidates proposed by numerous institutions across the world and drawing up a reasoned shortlist for the consideration of the award committees. CSIC is also responsible for designating the chair of each committee, formed by eminent authorities in the subject area.

  • The Alan Turing Institute meets with scientists from the Cyber Valley ecosystem

    The Alan Turing Institute meets with scientists from the Cyber Valley ecosystem

    Tübingen – Representatives of the Alan Turing Institute, the UK’s national institute for data science and artificial intelligence, on Tuesday visited the Max Planck Institute for Intelligent Systems in Tübingen, where they met with scientists and gained insights into Cyber Valley.
     “The Cyber Valley model is very impressive in the way it combines the region’s academic and industrial strengths.” said Dr. Allaine Cerwonka, Director of Academic Research Programmes at the Alan Turing Institute. “I look forward to coming back in another five years to see how it’s developed. It’s clearly on an upward trajectory.”

    The Cyber Valley partnership is Europe’s largest research consortium in the field of modern AI with partners from science, industry, and society. Since it was founded at the end of 2016, the initiative has gained significant momentum and developed into a unique research ecosystem comprising world-class teaching and basic research as well as applied and industrial research.

    As the Alan Turing Institute’s visit demonstrated once again, the European research community’s interest in the model is very high. 

  • Enquete-Kommission Künstliche Intelligenz zu Besuch im Cyber Valley

    Enquete-Kommission Künstliche Intelligenz zu Besuch im Cyber Valley

    Mitglieder des Bundesgremiums gewannen Einblicke in die KI-Forschung und tauschten sich mit führenden Wissenschaftler*innen zu den Chancen und Risiken der künstlichen Intelligenz aus.

    Bei Laborbesuchen und Gesprächen mit führenden KI-Wissenschaftler*innen des Max-Planck-Instituts für Intelligente Systeme und der Universität Tübingen gewann gestern Daniela Kolbe, SPD Bundestagsabgeordnete und Vorsitzende der Enquete-Kommission „Künstliche Intelligenz: Gesellschaftliche Verantwortung und wirtschaftliche, soziale und ökologische Potenziale“, Einblicke in die Forschung des Cyber Valley Ökosystems. Begleitet wurde sie vom SPD Bundestagsabgeordneten Dr. Martin Rosemann. 

    Cyber Valley ist Europas größte Forschungskooperation im Bereich Künstliche Intelligenz (KI) mit Partnern aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft. 

     „Mit Cyber Valley entsteht ein Cluster, das Ausstrahlungskraft hat,“ sagte Daniela Kolbe. „Die Forschungsansätze und die gelungene Kooperation mit Unternehmen sind sehr beeindruckend. Das Modell Cyber Valley zeigt uns, wie wir in Deutschland im Bereich Machine Learning vorankommen können.“ 

    Die Enquete-Kommission wurde 2018 gegründet und besteht je zur Hälfte aus Abgeordneten des Deutschen Bundestages und Expertinnen und Experten aus allen gesellschaftlichen Bereichen. Die Kommission zielt darauf ab, eine kritische Diskussion über die Chancen der KI für Wirtschaft und Gesellschaft zu führen, um auch die Risiken der neuen Technologien möglichst zu minimieren.

    „Wir begrüßen den Besuch der Enquete-Kommission. Als KI-Forscher stehen wir in der Verantwortung, sich kritische Fragen zu stellen, um die gesellschaftliche Diskussion mitzugestalten,“ sagte Bernhard Schökopf, Direktor am Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme und Mitgründer der Cyber Valley Initiative. „Maschinelles Lernen und Künstliche Intelligenz werden die Welt verändern. Mit der Cyber Valley Initiative wollen wir intelligente Systeme entwickeln, die die Gesellschaft voranbringen. Damit Europa in dieser Hinsicht eine führende Rolle spielen kann, ist die Unterstützung der Politik unabdingbar.“ 

    Die im Dezember 2016 im Südwesten Deutschlands gegründete Cyber Valley Initiative ist Europas führendes Forschungskonsortium auf dem Gebiet der künstlichen Intelligenz. Laut einem Ranking, das auf der Anzahl der Veröffentlichungen zwischen 2009 und 2019 auf den wichtigsten globalen Konferenzen für maschinelles Lernen – NeurIPS und ICML – basiert, belegen die akademischen Partner des Cyber Valley derzeit weltweit Platz 8, in Europa und Deutschland sogar Platz 1. 
    Allein in den vergangenen Monaten wurden mehrere wichtige Meilensteine erreicht, darunter der Beitritt der Fraunhofer-Gesellschaft, der Start des neuen Cyber-Valley-Start-Up-Netzwerks, zusätzliche Investitionen der Industriepartner Robert Bosch GmbH und Amazon in Tübingen sowie der erfolgreiche Abschluss einer dritten Bewerbungsrunde an der International Max Planck Research School for Intelligent Systems (IMPRS-IS), dem im Rahmen der Cyber-Valley-Initiative gegründeten Doktoranden-Programm. Derzeit promovieren etwa 120 Wissenschaftler an der IMPRS-IS. 

  • Cyber Valley empfängt Delegation aus der französischen Region Grand Est

    Cyber Valley empfängt Delegation aus der französischen Region Grand Est

    Experten erhalten Einblick in die Spitzenforschung der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme

    Tübingen – Am Donnerstag besuchten Staatssekretär und Bevollmächtigter beim Bund Volker Ratzmann, die Staatsekretärin im Wissenschaftsministerium Petra Olschowski, der Staatsekretär im Umweltministerium und der Nachfolger Ratzmanns, Andre Baumann, sowie  der Präsident der Région Grand Est Jean Rottner das Cyber Valley in Tübingen. Die Beteiligten loteten verschiedene Anknüpfungspunkte für eine zukünftige Zusammenarbeit aus. Zudem erhielt die Delegation einen Einblick in die Arbeit der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme, das eines der Cyber Valley Partner ist. Am Nachmittag dann wurden die französischen Gäste von Ministerpräsident Winfried Kretschmann empfangen. Die Themen Bildung, Wissenschaft, Sicherheit, Umwelt, Mobilität, Industrie 4.0 und Künstliche Intelligenz standen dabei im Vordergrund.

    „Die Grenzregion am Oberrhein ist heute eine der am tiefsten integrierten Grenzregionen der Welt. Das zeigt sich auch darin, wie ungeheuer konkret unser Arbeitsprogramm ist. Die Konferenz war ein erstmaliges Format dieser Art und bestens dafür geeignet, unsere Frankreich-Konzeption zu diskutieren und mit unseren französischen Partnerinnen und Partnern gemeinsam zu beraten, wie wir unsere Zusammenarbeit bestmöglich weiterentwickeln können“, so Ministerpräsident Winfried Kretschmann anlässlich des Besuches.

    Die Pressemitteilung des Staatsministeriums finden Sie hier.

    v.l.n.r.: Staatssekretär Andre Baumann, Staatssekretärin Petra Olschowski und Bernhard Schölkopf, Direktor der Abteilung für Empirische Inferenz am Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme. Bildnachweis: Staatsministerium Baden-Württemberg

    Die Besuchergruppe bestaunt den Tischtennis spielenden Muskelroboter

    Staatssekretär Andre Baumann

    Staatssekretär Volker Ratzmann, Bevollmächtigter des Landes beim Bund

    Staatssekretärin Petra Olschowski

  • Cyber Valley das dritte Jahr in Folge stark vertreten bei führender Machine Learning Konferenz

    Cyber Valley das dritte Jahr in Folge stark vertreten bei führender Machine Learning Konferenz

    Laut einem Ranking, das auf der Grundlage der Anzahl der Publikationen auf den wichtigsten Konferenzen für maschinelles Lernen NeurIPS und ICML von 2009 bis 2019 erstellt wurde, belegen die akademischen Partner des Cyber Valley derzeit den ersten Platz in Europa und Deutschland. Weltweit belegt das Forschungskonsortium den 8. Platz.

    Stuttgart/Tübingen – Mit insgesamt 27 akzeptierten Publikationen werden Forscher*innen aus dem Cyber Valley Ökosystem auf der kommenden 33. Conference on Neural Information Processing Systems (NeurIPS) sehr gut vertreten sein. Die weltweit führende Konferenz für maschinelles Lernen findet vom 8. bis 14. Dezember in Vancouver, Kanada, statt.


    Die eingereichten Publikationen bei der NeurIPS haben sich seit 2017 verdoppelt, was auf das rasante Wachstum im Bereich des maschinellen Lernens zurückzuführen ist. In diesem Jahr wurden auf der Konferenz ein neuer Rekord gebrochen: 6743 Beiträge wurden weltweit eingereicht, von denen 1428 angenommen wurden.


    „Unsere solide Präsenz auf einer der weltweit kompetitivsten Konferenzen für maschinelles Lernen zeigt deutlich, dass Wissenschaftler*innen aus dem Cyber Valley zu den Besten gehören“, sagte Professor Bernhard Schölkopf, Direktor am Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme in Tübingen. Er leitet dort die Abteilung für Empirische Inferenz. „Während sich das Cyber Valley seinem dritten Jahrestag nähert, zeigt unser Erfolg bei der NeurIPS eindrucksvoll, welche Dynamik die Region Stuttgart-Tübingen als globaler KI-Hotspot entwickelt hat.“


    Die im Dezember 2016 im Südwesten Deutschlands gegründete Initiative Cyber Valley ist Europas führendes Forschungskonsortium auf dem Gebiet der künstlichen Intelligenz. Laut einem Ranking, das auf der Anzahl der Veröffentlichungen auf den wichtigsten globalen Konferenzen für maschinelles Lernen NeurIPS und ICML von 2009 bis 2019 basiert, belegen die akademischen Partner des Cyber Valley derzeit weltweit Platz 8, in Europa und Deutschland sogar Platz 1.

    Machine Learning Publications world

    Führende Institutionen weltweit, basierend auf der Anzahl der Veröffentlichungen auf den wichtigsten Konferenzen für maschinelles Lernen(NeurIPS/NIPS & ICML)1 (2009-2019)

    Beiträge von deutschen Forschungsstandorten zu den wichtigsten Konferenzen für machinelles Lernen (NeurIPS/NIPS & ICML)2, in Prozent (2009-2019)

    1. Quelle: dlpb, 2. Quelle: interne Analyse


    „Unsere Forschungsexzellenz ist der Hauptgrund, warum das Cyber Valley seit seiner Gründung vor drei Jahren stark gewachsen ist. Im Herzen Baden-Württembergs ist ein KI-Ökosystem entstanden, das in Europa seinesgleichen sucht“, sagt Schölkopf. Allein im vergangenen Monat wurden mehrere wichtige Meilensteine erreicht, darunter der Beitritt der Fraunhofer Gesellschaft, der Start des neuen Cyber-Valley-Start-Up-Netzwerks, zusätzliche Investitionen der Industriepartner Robert Bosch GmbH und Amazon in Tübingen sowie der erfolgreiche Abschluss einer dritten Bewerbungsrunde an der International Max Planck Research School for Intelligent Systems, dem im Rahmen der Cyber-Valley-Initiative gegründeten Doktoranden-Programm.

    NeurIPS 2019: Accepted Submissions from the Cyber Valley Ecosystem (alphabetical)

    1. Provably robust boosted decision stumps and trees against adversarial attacks
      Maksym Andriushchenko (EPFL) Matthias Hein (University of Tübingen)

       
    2. Control What You Can: Intrinsically Motivated Task-Planning Agent
      Sebastian Blaes (Max Planck Institute for Intelligent Systems) Marin Vlastelica Pogan (Max-Planck Institute for Intelligent Systems, Tübingen) Jia-Jie Zhu (Max Planck Institute for Intelligent Systems) Georg Martius (MPI for Intelligent Systems)

       
    3. Accurate, reliable and fast robustness evaluation
      Wieland Brendel (AG Bethge, University of Tübingen) Jonas Rauber (University of Tübingen) Matthias Kämmerer (University of Tübingen) Ivan Ustyuzhaninov (University of Tübingen) Matthias Bethge (University of Tübingen)

       
    4. Disentangled behavioural representations
      Amir Dezfouli (Data61, CSIRO) Hassan Ashtiani (McMaster University) Omar Ghattas (CSIRO) Richard Nock (Data61, the Australian National University and the University of Sydney) Peter Dayan (Max Planck Institute for Biological Cybernetics) Cheng Soon Ong (Data61 and ANU)

       
    5. Foundations of Comparison-Based Hierarchical Clustering
      Debarghya Ghoshdastidar (University of Tübingen) MichaÎl Perrot (Max Planck Institute for Intelligent Systems) Ulrike von Luxburg (University of Tübingen)

       
    6. On the Role of Inductive Bias From Simulation and the Transfer to the Real World: a new Disentanglement Dataset
      Muhammad Waleed Gondal (Max Planck Institute for Intelligent Systems) Manuel Wuthrich (Max Planck Institute for Intelligent Systems) Djordje Miladinovic (ETH Zurich) Francesco Locatello (ETH Zürich – MPI Tübingen) Martin Breidt (MPI for Biological Cybernetics)  Valentin Volchkov (Max Planck Institute for Intelligent Systems) Joel Akpo (Max Planck Institute for Intelligent Systems) Olivier Bachem (Google Brain) Bernhard Schölkopf (MPI for Intelligent Systems) Stefan Bauer (MPI for Intelligent Systems)
    7. Grid Saliency for Context Explanations of Semantic Segmentation
      Lukas Hoyer (Bosch Center for Artificial Intelligence) · Mauricio Munoz (Bosch Center for Artificial Intelligence) · Prateek Katiyar (Bosch Center for Artificial Intelligence) · Anna Khoreva (Bosch Center for Artificial Intelligence) · Volker Fischer (Robert Bosch GmbH, Bosch Center for Artificial Intelligence)

       
    8. Causal regularization
      Dominik Janzing (Amazon)

       
    9. Convergence Guarantees for Adaptive Bayesian Quadrature Methods
      Motonobu Kanagawa (EURECOM) Philipp Hennig (University of Tübingen and MPI for Intelligent Systems Tübingen)

       
    10. On Tractable Computation of Expected Predictions
      Pasha Khosravi (UCLA) YooJung Choi (UCLA) Yitao Liang (UCLA) Antonio Vergari (Max Planck Institute for Intelligent Systems) Guy Van den Broeck (UCLA)


       
    11. Limitations of the empirical Fisher approximation
      Frederik Kunstner (EPFL) Philipp Hennig (University of Tübingen and MPI for Intelligent Systems Tübingen) Lukas Balles (University of Tuebingen)

       
    12. Learning from brains how to regularize machines
      Zhe Li (Baylor College of Medicine) Wieland Brendel (AG Bethge, University of Tübingen) Edgar Walker (Baylor College of Medicine) Erick Cobos (Baylor College of Medicine) Taliah Muhammad (Baylor College of Medicine) Jacob Reimer (Baylor College of Medicine) Matthias Bethge (University of Tübingen) Fabian Sinz (University Tübingen) Zachary Pitkow (BCM/Rice) Andreas Tolias (Baylor College of Medicine)

       
    13. On the Fairness of Disentangled Representations
      Francesco Locatello (ETH Zürich – MPI T¸bingen) Gabriele Abbati (University of Oxford) Tom Rainforth (University of Oxford) Stefan Bauer (MPI for Intelligent Systems) Bernhard Schölkopf (MPI for Intelligent Systems) Olivier Bachem (Google Brain)

       
    14. Stochastic Frank-Wolfe for Composite Convex Minimization
      Francesco Locatello (ETH Zürich – MPI Tübingen) Alp Yurtsever (EPFL) Olivier Fercoq (Telecom ParisTech) Volkan Cevher (EPFL)

       
    15. The Functional Neural Process
      Christos Louizos (University of Amsterdam) Xiahan Shi (Bosch Center for Artificial Intelligence) Klamer Schutte (TNO) Max Welling (University of Amsterdam / Qualcomm AI Research)

       
    16. Fisher Efficient Inference of Intractable Models
      Song Liu (University of Bristol) Takafumi Kanamori (Tokyo Institute of Technology/RIKEN) Wittawat Jitkrittum (Max Planck Institute for Intelligent Systems) Yu Chen (University of Bristol)

       
    17. Generalized Matrix Means for Semi-Supervised Learning with Multilayer Graphs
      Pedro Mercado (University of Tübingen) Francesco Tudisco (University of Strathclyde) Matthias Hein (University of Tübingen)

       
    18. Selecting causal brain features with a single conditional independence test per feature
      Atalanti Mastakouri (Max Planck Institute for Intelligent Systems) Bernhard Schölkopf (MPI for Intelligent Systems) Dominik Janzing (Amazon)

       
    19. Beating SGD Saturation with Tail-Averaging and Minibatching
      Nicole Muecke (University of Stuttgart) Gergely Neu (Universitat Pompeu Fabra) Lorenzo Rosasco (University of Genova – MIT – IIT)

       
    20. Perceiving the arrow of time in autoregressive motion
      Kristof Meding (Max Planck Institute for Intelligent Systems) Dominik Janzing (Amazon) Bernhard Schölkopf (MPI for Intelligent Systems) Felix A. Wichmann (University of Tübingen)

       
    21. DeepUSPS: Deep Robust Unsupervised Saliency Prediction via Self-supervision
      Tam Nguyen (Freiburg Computer Vision Lab) Maximilian Dax (Bosch GmbH) Chaithanya Kumar Mummadi (Bosch Center for Artificial Intelligence) Nhung Ngo (Bosch Center for Artificial Intelligence) · Thi Hoai Phuong Nguyen (Karlsruhe Institute of Technology (KIT))  Zhongyu Lou (Robert Bosch Gmbh) Thomas Brox (University of Freiburg)

       
    22. Practical and Consistent Estimation of f-Divergences
      Paul Rubenstein (Max Planck Institute for Intelligent Systems) Olivier Bousquet (Google Brain (Zurich)) Josip Djolonga (Google Research, Brain Team) Carlos Riquelme (Google Brain) Ilya Tolstikhin (MPI for Intelligent Systems)

       
    23. Kernel Stein Tests for Multiple Model Comparison
      Jen Ning Lim (Max Planck Institute for Intelligent Systems) Makoto Yamada (Kyoto University / RIKEN AIP) Bernhard Schölkopf (MPI for Intelligent Systems) Wittawat Jitkrittum (Max Planck Institute for Intelligent Systems)

       
    24. Invert to Learn to Invert
      Patrick Putzky (University of Amsterdam, Max Planck Institute for Intelligent Systems), Max Welling (University of Amsterdam)

       
    25. Approximate Bayesian Inference for a Mechanistic Model of Vesicle Release at a Ribbon Synapse
      Cornelius Schröder (University of Tübingen) Ben James (University of Sussex) Leon Lagnado (University of Sussex) Philipp Berens (University of Tübingen)

       
    26. Are Disentangled Representations Helpful for Abstract Visual Reasoning?
      Sjoerd van Steenkiste (The Swiss AI Lab – IDSIA) Francesco Locatello (ETH Zürich – MPI Tübingen) Jürgen Schmidhuber (Swiss AI Lab, IDSIA (USI & SUPSI) – NNAISENSE) Olivier Bachem (Google Brain)

       
    27. Progressive Augmentation of GANs
      Dan Zhang (Bosch Center for Artificial Intelligence) · Anna Khoreva (Bosch Center for Artificial Intelligence)
  • Amazon gründet Lablet zur Forschung an Künstlicher Intelligenz in Tübingen

    Amazon gründet Lablet zur Forschung an Künstlicher Intelligenz in Tübingen

    Der Schwerpunkt des Lablets liegt auf der Forschung von fairer, transparenter und erklärbarer Künstlicher Intelligenz (KI). Ziel des neuen Teams ist es, eine Kultur des Austauschs von Forschungsergebnissen in Form von Publikationen, Open-Source-Code und Daten zu etablieren, um Reproduzierbarkeit, Transparenz und Zusammenarbeit zu erleichtern. Um Vertrauen in KI-Systeme aufzubauen und sie zu erklären, strebt das Forscherteam einen stetigen Austausch mit Wissenschaft, Politik und Gesellschaft an. Die KI-Forschung im Lablet folgt einem neugiergetriebenen Ansatz, der Wissenschaftlern die volle Freiheit in der Wahl ihrer Forschungsthemen gibt.

    Tübingen – Amazon hat die Gründung eines Lablets in Tübingen angekündigt. Diese neue Art einer Forschungsabteilung widmet sich der offenen Forschung in der Künstlichen Intelligenz (KI) und ihren Anwendungen, um an den langfristigen Fragestellungen im Bereich KI zu forschen. Ab Dezember 2019 arbeiten Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen verschiedener Fachrichtungen, darunter Informatik, Softwareentwicklung und Mathematik, an der KI Grundlagenforschung. Ihr besonderes Interesse gilt dabei der Erklärbarkeit, der Kausalität und der Erforschung von KI, die ihre Umgebung erfasst. Um den wissenschaftlichen Fortschritt und die Reproduzierbarkeit zu fördern, wird das Lablet-Team seine Forschungsergebnisse publizieren und in Form von Open-Source-Code oder als Datensatz bereitstellen.

    „Mit der Gründung des Lablets setzen wir auf einen Paradigmenwechsel. Anstatt darauf zu zielen, Produkte und Anwendungen schrittweise zu verbessern, ist die Forschung im Lablet neugiergetrieben. Die Freiheit der Forschung und vor allem die Freiheit zu wählen, was wissenschaftlich untersucht werden soll, sind nur die ersten beiden Schritte zu einer unvoreingenommenen, fairen und offenen KI,“ sagte Bernhard Schölkopf, Schirmherr des Tübinger Lablets und Direktor am Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme. „Ein weiterer wichtiger Schritt ist der konstante Austausch mit Wissenschaft, Politik und Gesellschaft. Wir sind davon überzeugt, dass KI der Allgemeinheit dienen muss. Um das zu erreichen, müssen wir Vertrauen in KI schaffen, und das können wir nur erreichen, wenn wir KI so transparent und verständlich wie möglich machen.“ Amazon plant, weitere Lablets einzurichten, um weltweit KI-Grundlagenforschung zu betreiben.

    Schwerpunkt auf Austausch mit Wissenschaft und Stadtöffentlichkeit

    Die KI-Forschung im Tübinger Lablet wird sich auf folgende Bereiche konzentrieren: Kausalität und Erklärbarkeit,  Fairness, Datenschutz, Robustheit, Reinforcement Learning sowie Bildverarbeitung. Die Wahl des Standorts spiegelt diesen inhaltlichen Fokus wider. Als weltweit renommierter Forschungsstandort in Deutschland zeichnen sich Tübingen und die lokale Cyber-Valley-Initiative durch eine lebhafte und intensive Diskussionskultur aus. Amazon nutzt dieses Potenzial, um sowohl die wissenschaftliche Gemeinschaft als auch die Öffentlichkeit an der Forschung des Lablets teilhaben zu lassen. Das Forschungszentrum begrüßt einen offenen Dialog und lebhafte Diskussionen mit Vertretern aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft, beispielsweise in öffentlichen Veranstaltungen.

    „Amazon stellt langfristige Ergebnisse über den kurzfristigen Nutzen, was genau das ist, was wir für neugiergetriebene, langfristige Forschung benötigen,“ sagte Yasser Jadidi, operativer Leiter des Amazon Lablets in Tübingen. „Mit einer Mischung aus angewandten Wissenschaftlern, Softwareentwicklern, Doktoranden, Praktikanten und Amazon Scholars wollen wir die KI verstehen und die KI ihr Umfeld verstehen lassen. Unser Ziel ist es, den Menschen zu befähigen, datenbasierte Entscheidungen zu hinterfragen, zu erklären und kausale Erklärungen für das Verhalten eines Algorithmus zu liefern.“ Im Rahmen des lokalen Engagements in Tübingen arbeitet Amazon eng mit dem Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme und der Universität Tübingen zusammen. Im Lablet steht diese Zusammenarbeit auch Wissenschaftlern anderer Institutionen offen.

    Neues Gebäude für die Forschung von Amazon

    2017 hatte Amazon angekündigt, ein Forschungszentrum in Tübingen zu eröffnen und innerhalb von fünf Jahren 100 hochqualifizierte Mitarbeiter einzustellen. Das Unternehmen trat außerdem der Cyber Valley-Initiative bei, die die Forschungsaktivitäten von internationalen Key-Playern aus Wissenschaft und Industrie auf dem Gebiet der bündelt. Der Standort in Tübingen ist nach Berlin, Dresden und Aachen das vierte Forschungs- und Entwicklungszentrum von Amazon in Deutschland. Das neue Lablet wird Teil dieses Forschungszentrums von Amazon in Tübingen.

    Mitte November genehmigte der Gemeinderat der Stadt Tübingen den Verkauf eines Grundstücks nahe des Max-Planck-Instituts für Intelligente Systeme an einen Projektentwickler, der darauf bis 2021 ein Gebäude errichten wird. Amazon wird dieses Gebäude mieten und es als neues Forschungszentrum in Tübingen nutzen. Das Gebäude wurde in enger Abstimmung mit dem Baubürgermeisteramt der Stadt Tübingen geplant und soll die räumlichen Anforderungen der Forschungsteams von Amazon erfüllen. Es wird außerdem ein Café, eine Veranstaltungsfläche und einen Co-Working Space beinhalten. Diese Bereiche werden für die Öffentlichkeit zugänglich sein, um den wissenschaftlichen Austausch und die Diskussion mit der Stadtgesellschaft zu fördern.

    Hier geht es zu der Pressemeldung im Amazon Newsroom.

    From left to right: Amazon researcher Betty Mohler, Yasser Jadidi, Operative Head of Lablet at Amazon Tübingen, Michael Black, Director at the Max Planck Institute for Intelligent Systems (MPI-IS) and Cyber Valley Spokesperson, Theresia Bauer, Baden Württemberg’s Minister for Science, Research and Arts, Bernhard Schölkopf, Director at the MPI-IS, Bernd Engler, Rector of the University of Tübingen and Michael Hirsch, Research Science Manager & Site Lead at Amazon Tübingen.

  • Bundeswettbewerb Künstliche Intelligenz zeichnete Sieger aus

    Bundeswettbewerb Künstliche Intelligenz zeichnete Sieger aus

    Schülerteams entwickeln Algorithmen zur Identifizierung von Malaria-infizierten Zellen, zur Lokalisierung von Proteinen und zur Voraussage von Zugverspätungen ‒ „KI-Schule des Jahres“ kommt aus dem Saarland.

    Tübingen ‒ Mit der feierlichen Preisverleihung ist der Bundeswettbewerb Künstliche Intelligenz 2019 zu Ende gegangen. Vier Schülerteams aus Bayern, Baden-Württemberg und Niedersachsen wurden von der Jury prämiert. Die Auszeichnung „KI-Schule des Jahres“ erhielt das Saarpfalz-Gymnasium in Homburg/Saar. Insgesamt waren mehr als 2.500 Schülerinnen und Schüler im Alter von 14 bis 19 Jahren dem Aufruf des Max-Planck-Instituts für Intelligente Systeme und der Universität Tübingen gefolgt. Beide Einrichtungen sind Teil des Cyber Valley Projekts zur Erforschung von Künstlicher Intelligenz.

    „Mit dem Bundeswettbewerb Künstliche Intelligenz bringt das Cyber Valley die Methoden der KI mitten in die Gesellschaft“, sagte die baden-württembergische Wissenschaftsministerin Theresia Bauer bei der Preisverleihung am Samstag in Tübingen: „Es freut mich außerordentlich, dass der Wettbewerb gleich im ersten Jahr bei der Jugend auf so großes Interesse gestoßen ist. Er bringt Jugendliche und junge Erwachsene schon früh in Kontakt mit Künstlicher Intelligenz – und zwar nicht nur als passive Konsumenten, sondern als aktive Gestalter.“

    In der Altersklasse 14 bis 15 Jahre siegte Luca Abele vom Ulrichsgymnasium im ostfriesischen Norden mit einem Projekt zur Identifizierung von Malaria-Erregern im menschlichen Körper. Er hat einen Algorithmus programmiert, der infizierte Zellen von nicht-infizierten Zellen unterscheiden kann. Der Einsatz Künstlicher Intelligenz auf diesem Gebiet könnte künftig medizinische Diagnosemethoden unterstützen.

    In der Altersklasse 16 bis 19 Jahre gab es mit CellTorch aus Göttingen und Underscore aus Tübingen gleich zwei Siegerteams. Adrian Dobbelstein und Christian Helms vom Max-Planck-Gymnasium beziehungsweise vom Hainberg-Gymnasium in Göttingen entwickelten im Projekt CellTorch einen Algorithmus, der die genaue Position von Proteinen in fluoreszenz-gefärbten Mikroskop-Aufnahmen von Zellen bestimmen kann. Eine effiziente Lokalisierung der Proteine könnte Hinweise auf biologische Mechanismen geben, die unter anderem für die gezielte Entwicklung und den Einsatz von Medikamenten wichtig sind.

    Im Projekt Underscore befassten sich Theo Döllmann und Marius de Kuthy Meurers vom Tübinger Kepler-Gymnasium mit der Voraussage von Zugverspätungen. Die Schüler sammelten einen gewaltigen Datensatz über den tatsächlichen Verlauf von Bahnreisen. Basierend auf diesen Daten sowie Informationen über Wetter, Ferienzeiten und vielem mehr trifft die Künstliche Intelligenz eine Voraussage, ob eine Bahnverbindung Verspätung haben wird. Bahnfahrer können ihre geplante Zugverbindung in eine eigens programmierte Webseite eingeben und sich errechnen lassen, wie wahrscheinlich eine Verspätung ist.

    Alle Finalisten erhielten einen kleinen leistungsstarken Computer für KI Anwendungen von NVIDIA (JetsonNano). Die Preisträger können zudem ein Jahr lang das Journal Technology Review kostenlos beziehen.

    Der Publikumspreis schließlich ging an das Team RISCkant vom Hardenberg-Gymnasium im fränkischen Fürth. Samuel Arpert, Sebastian Fritsch, Simon Klier, Christian Künzle und Jan-Niklas Weghorn präsentierten einen Chip, der mithilfe von KI schneller und zugleich energieeffizienter arbeitet. Als Preis erhielt das Team ein Arduino-Starterset ‒ ein kleiner PC für die Programmierung spezifischer Aufgaben.

    Zudem wurde das Saarpfalz-Gymnasium aus Homburg mit dem Titel „KI Schule des Jahres“ ausgezeichnet. Mit fast 80 Teilnehmern in der ersten Runde des Wettbewerbes und der höchsten Punktzahl lag das Gymnasium vor allen anderen Mitbewerbern. Stellvertretend für die Schule nahmen Michael Bergau, Fachkoordinator Informatik am Saarpfalz-Gynasium, sowie die ehemaligen Schüler Benedikt Lothschütz und Nico Mansion die Auszeichnung entgegen. Die Schule erhielt als Preis zwei Drohnen, um zukünftig Luftaufnahmen mit KI in kreativen Projekten einzusetzen.

    Am Bundeswettbewerb Künstliche Intelligenz 2019 hatten mehr als 2.500 Schülerinnen und Schüler teilgenommen: In einer ersten Runde lösten sie unterschiedliche Programmieraufgaben. In der zweiten Runde fanden sich Teams zusammen, die über einen Zeitraum von fünf Monaten eigene Projektideen umsetzten. Insgesamt 50 Projekte zu medizinischen, technischen und ökologischen KI-Lösungen wurden in der Final-Runde eingereicht, unter anderem in Form von Webseiten und Apps. Acht Finalisten-Teams stellten ihre Projekte bei der Abschlussveranstaltung in Tübingen live einer Jury aus Forschung, Wirtschaft und Medien vor.

    Das Bosch Center for Artifcial Intelligence hatte sich sehr früh entschieden, den Bundeswettbewerb Künstliche Intelligenz (BWKI) als Hauptsponsor zu unterstützen und dadurch maßgeblich dazu beigetragen, dass die Initiatoren Prof. Bethge, Dr. Brendel und Prof. Schölkopf ihre Idee vom Schülerwettbewerb umsetzen konnten. Weitere Sponsoren waren die Gemeinnützige Hertie-Stiftung, Google, Amazon, Microsoft, die Alexander von Humboldt Stiftung und die Hochschule der Medien, Stuttgart. Schirmherr des Wettbewerbs war der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann. Der Bundeswettbewerb Künstliche Intelligenz (BWKI) wird auch im kommenden Jahr erneut ausgeschrieben. Wissenschaftsministerin Bauer kündigte an, dass im nächsten Jahr die Carl-Zeiss-Stiftung die Rolle des Hauptsponsors übernehmen werde.

    „Es ist einfach großartig und inspirierend, die Kreativität, das Können und die Ausdauer der Schüler bei diesem Wettbewerb zu sehen. Ich träume von einer Gesellschaft, in der wir uns noch viel mehr ermutigen, gute Ideen zu entwickeln und auszuprobieren“, sagte Professor Matthias Bethge, Direktor des Tübingen AI Center. „Unsere Zukunft wird von unseren Kindern gestaltet, daher muss unsere Förderung bei den Kindern anfangen“, ergänzte Professor Bernhard Schölkopf, Leiter des Max-Planck-Instituts für Intelligente Systeme.

    Die Jury des Wettbewerbs 2019: Professor Matthias Bethge, Dr. Wieland Brendel (Universität Tübingen), Professor Bernhard Schölkopf (Max Planck Institut für Intelligente Systeme), Dr. Saskia Biskup (Humangenetikerin, Cegat GmbH), Christoph Röscher (Bosch Center of Artificial Intelligence), Professorin Christiane Zarfl (Umweltsystemanalyse, Universität Tübingen), Professorin Theresa Veer (Wirtschaftswissenschaften, Universität Tübingen), Robert Thielicke (Chefredakteur Technology Review), Dr. Philip Häusser (Physiker, Fernsehmoderator, Webvideoproduzent), Dr. Kristina Kayatz (Wissenschaftsjournalistin, ZDF/heute Journal).

    BWKI Gewinner Luca Abele, der in der jüngeren Kategorie gewonnen hat, präsentiert sein Forschungsprojekt dem Machine Learning Forscher Bernhard Schölkopf (Mitte) und Wissenschaftsministerin Theresia Bauer.

    Adrian Dobbelstein zeigt Wissenschaftministerin Theresia Bauer sein Projekt CellTorch, einen Algorithmus, der die genaue Position von Proteinen in fluoreszenz-gefärbten Mikroskop-Aufnahmen von Zellen bestimmen kann.

    Gewinner Luca Abele (Mitte) mit BWKI-Jurymitgliedern Dr. Philip Häusser (links) und Professor Matthias Bethge von der Uni Tübingen.

    Theo Döllmann und Marius de Kuthy Meurers vom Tübinger Kepler-Gymnasium (Projekt Underscore) sowie Adrian Dobbelstein vom Max-Planck-Gymnasium in Göttingen (Projekt CellTorch) sind die BWKI-Gewinner in der Altersgruppe 16-19.

    Der Publikumspreis ging an das Team RISCkant vom Hardenberg-Gymnasium im fränkischen Fürth.

    Die Informatik-Lehrer des Saarpfalz-Gymnasium aus Homburg nehmen den Preis als „KI Schule des Jahres“ entgegen.

  • Der öffentliche Beirat des Cyber Valley wählt Sprecherin

    Der öffentliche Beirat des Cyber Valley wählt Sprecherin

    Die Wahl fand im zweiten Treffen des Beirats am 13. November 2019 statt

    Der Öffentliche Beirat des Cyber Valley (Public Advisory Board) tagte am 13. November 2019 zum zweiten Mal und wählte Prof. Dr. Regina Ammicht Quinn zur Sprecherin. 

    Prof. Dr. Regina Ammicht Quinn ist Professorin für Ethik am Internationalen Zentrum für Ethik in den Wissenschaften (IZEW) der Universität Tübingen sowie Leiterin des Bereichs Gesellschaft, Kultur und technischer Wandel und beschäftigt sich dort mit ethischen Fragen des digitalen Lebens und der digitalen Technikentwicklung.

    Der Beirat sprach im Rahmen seiner Sitzung die Empfehlung aus, dass WissenschaftlerInnen in ihren KI-Projekten möglichst frühzeitig auch potentielle praktische Anwendungen und deren gesellschaftliche Auswirkungen einbeziehen.  Der Beirat wird in seiner weiteren Arbeit hierzu Unterstützungsvorschläge erarbeiten. Grundlagen können z. B. die Ethik-Leitlinien der EU und die 17 SDG (Sustainable Development Goals) der Vereinten Nationen sein.

  • Fraunhofer-Gesellschaft tritt Cyber Valley bei

    Fraunhofer-Gesellschaft tritt Cyber Valley bei

    Die Fraunhofer-Gesellschaft, Europas führende Organisation für anwendungsorientierte Forschung, schließt sich dem Cyber Valley an, einem Forschungskonsortium bestehend aus den international renommierten Universitäten Tübingen und Stuttgart, dem Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme und einigen der weltweit führenden Industrieunternehmen. Baden-Württemberg stellt damit erneut seine Position als international richtungsweisender KI-Hotspot unter Beweis: Das KI-Fortschrittszentrum »Lernende Systeme«, gegründet vom Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO und dem Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA, bietet dem Mittelstand eine zentrale Anlaufstelle für anwendungsnahe Forschung zu Künstlicher Intelligenz.

    Stuttgart – Die Stuttgarter Fraunhofer-Institute für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO sowie für Produktionstechnik und Automatisierung IPA treten dem Cyber Valley bei und stärken damit die größte Forschungskooperation Europas auf dem Gebiet der Künstlichen Intelli-genz (KI). Der Zusammenschluss beweist einmal mehr, dass Baden-Württemberg der KI-Hotspot in Europa und weltweit auf Augenhöhe mit einigen der führenden Zentren z.B. in Nordamerika ist.

    Von links nach rechts: Silke Walter, Pressesprecherin des Wirtschaftsministeriums, Prof. Bernhard Schölkopf, Direktor am Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme,Theresia Bauer, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau, Prof. Wilhelm Bauer, Leiter des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO, Prof. Thomas Bauernhansl, Leiter des Fraunhofer-Instituts für Produktionstechnik und Automatisierung IPA.

    Im Rahmen der Pressekonferenz zum neuen KI-Fortschrittszentrum sagte Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut: »Künstliche Intelligenz ist ein zentraler Treiber für Innovation und Wirtschaftswachstum und birgt ein enormes wirtschaftliches Potenzial für unseren Mittelstand. Wir brauchen mehr ‚KI made in Baden-Württemberg‘ und müssen die Ergebnisse unserer Spitzenforschung noch besser und schneller in die praktische Anwendung unserer Unternehmen bringen. Dazu müssen wir Forschung, Entwicklung und Kommerzialisierung von KI massiv vorantreiben.«

    Wissenschaftsministerin Theresia Bauer ergänzte: »Hier entsteht eine international sichtbare Spitze. Wir heißen die Fraunhofer-Gesellschaft ganz herzlich willkommen in der immer größer werdenden Runde! Der Forschungsverbund Cyber Valley entwickelt sich sehr dynamisch und zieht immer mehr Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, junge Talente aus aller Welt, Unternehmen und Stiftungen an. Mit dem Boom ist der Bedarf entstanden, verlässliche Managementstrukturen für den Cyber Valley-Verbund zu etablieren, um die wachsenden organisatorischen Aufgaben effektiv zu bewältigen.«

    »Mit ihrer anwendungsorientierten Ausrichtung ergänzen die Fraunhofer-Institute die For-schung des Max-Planck-Instituts für Intelligente Systeme und der Universitäten Tübingen und Stuttgart optimal«, sagte Prof. Martin Stratmann, Präsident der Max-Planck-Gesellschaft. »Diese Verstärkung erleichtert auch den Brückenschlag zu den Industriepartnern im Cyber Valley: Erkenntnisse aus der Grundlagenforschung können so schneller zur Anwendung gelangen.«

    Prof. Reimund Neugebauer, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft, betonte: »Künstliche Intelligenz ist eines der zentralen digitalen Zukunftsthemen und wird unser Leben von Grund auf verändern. Für die internationale Wirtschaft und die industriellen Wertschöpfungsketten bedeutet sie einen grundlegenden Strukturwandel. Mit unserem Beitritt zum Cyber Valley werden wir gemeinsam mit unseren Partnern die Forschung und den Transfer von der Wis-senschaft in den Markt vorantreiben, um gemeinsam das Potenzial dieser Schlüsseltechnologie voll auszuschöpfen und den Standort Deutschland auch im internationalen Wettbewerb zu stärken.«

    »Wir begrüßen den Beitritt der Fraunhofer-Gesellschaft ausdrücklich, da wir so dazu beitragen, die Methoden der modernen KI insbesondere auch in kleinen und mittelständischen Betrieben zur Anwendung zu bringen,« sagte Max-Planck-Direktor und Mitgründer des Cyber Valley, Prof. Bernhard Schölkopf.

    Das Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg und die Fraunhofer-Gesellschaft finanzieren zu gleichen Teilen das KI-Fortschrittszentrum »Lernende Systeme«, das zum 1. Oktober 2019 in das Cyber Valley-Konsortium integriert wurde. Das Zentrum ist ein Labor mit einem anfänglichen Team von 20 Forscher*innen und einer geplanten Anschubfinanzierung von zehn Millionen Euro bis Ende 2022.

    Zentrale Anlaufstelle für anwendungsorientierte KI-Forschung

    Das KI-Fortschrittszentrum ist eine zentrale Anlaufstelle für anwendungsorientierte KI-Forschung für Unternehmen in Baden-Württemberg. Es führt Forschungsprojekte durch, die für den Produktions- und Dienstleistungssektor relevant sind, und dient als Schnittstelle zwischen der Industrie und der Grundlagenforschung innerhalb des bestehenden Cyber Valley-Konsortiums, das neben den genannten Forschungseinrichtungen mehrere Industriepartner umfasst. Das KI-Fortschrittszentrum kann so über die bestehenden Partner hinaus den Tech-nologietransfer in die Industrie ermöglichen.

    Als weitere Komponente richten die Partner gemeinsame Forschungslabors ein, in denen Grundlagenforscher*innen mit anwendungsorientierten Wissenschaftler*innen des Fraunhofer IAO und Fraunhofer IPA zusammenarbeiten. Die Forschungsinhalte orientieren sich am aktuellen und zukünftigen Bedarf des Markts. Somit bergen die gemeinsam betriebenen Labors großes Potenzial für zukünftige Start-ups.

    Ein zentraler Schwerpunkt des KI-Fortschrittzentrums ist die direkte Kooperation mit Industrieunternehmen. Machbarkeitsstudien und Projekte zur Entwicklung erster Prototypen von KI-Anwendungen werden teilweise über das Budget des Fortschrittzentrums finanziert. Um strategische Partnerschaften aufzubauen, haben Industrieunternehmen die Möglichkeit, so genannte Enterprise Labs zu betreiben und zu finanzieren. In diesen Labs können ein oder mehrere Forscher*innen des KI-Fortschrittszentrums ihre ganze Aufmerksamkeit den spezi-fischen Fragestellungen des jeweiligen Industrieunternehmens widmen.

    Das KI-Fortschrittszentrum »Lernende Systeme« verfolgt bei all seinen Aktivitäten das Ziel, eine menschenzentrierte KI zu entwickeln, der die Menschen vertrauen und die sie akzeptieren. Nur wenn Menschen mit neuen Technologien interagieren und eng zusammenarbeiten, kann ihr Potenzial optimal ausgeschöpft werden. Um diese menschenzentrierte KI zu realisieren, konzentrieren sich die Forschungsaktivitäten unter anderem auf die Themen Erklärbarkeit, Datenschutz, Zertifizierung, Sicherheit und Robustheit von KI-Technologien.

    Mehrwert für Wirtschaft und Gesellschaft

    Mit dem Cyber Valley bauen die Partner aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft ein einzigartiges Ökosystem in der Region Stuttgart-Tübingen auf. Vom Land Baden-Württemberg unterstützt, fördert das Cyber Valley den Austausch zwischen Wissenschaft und Wirtschaft, die Ausbildung der besten Talente im Bereich der KI und schafft einen Nährboden für Start-ups. Ziel ist es, Spitzenforschung mit Unternehmergeist zu verbinden, um Spin-offs und den Technologietransfer zu fördern.

    Die Zusammenarbeit der beiden Fraunhofer-Institute mit Cyber Valley birgt daher für beide Seiten großes Potenzial. Die Fraunhofer-Gesellschaft blickt auf 70 erfolgreiche Jahre anwendungsorientierte Forschung zurück. Unter ihrem Dach arbeiten 72 Institute und Forschungseinrichtungen an Standorten in ganz Deutschland. Auf dieser Basis und mit der klaren Ausrichtung auf neue Technologien und Märkte ist die Fraunhofer-Gesellschaft zum Innovationsmotor der deutschen Wirtschaft geworden. Internationale Kooperationen mit exzellenten For-schungspartnern und innovativen Unternehmen weltweit sorgen für einen direkten Zugang zu den wichtigsten gegenwärtigen und zukünftigen Wissenschafts- und Wirtschaftsräumen. Diese Kompetenz bei der Realisierung von Projekten in enger Zusammenarbeit mit der Industrie ist für das Cyber Valley von großem Wert. Die Fraunhofer-Gesellschaft steuert noch mehr Innovation und Unternehmertum bei. Fraunhofer verfügt über eine nachgewiesene Erfolgsbilanz vieler erfolgreicher Start-ups. Die Gesellschaft fördert aktiv Forscher*innen, die auf der Grundlage des geistigen Eigentums, das sie bei Fraunhofer erworben haben, ein eigenes Unternehmen gründen wollen. Die Mission, den technologischen Fortschritt in die Unternehmen und die Gesellschaft einzubringen, ist im Fraunhofer-Leitbild fest verankert.

    Über das Cyber Valley

    Das Cyber Valley ist die größte Forschungskooperation Europas im Bereich der Künstlichen Intelligenz mit Partnern aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft. Die Partnerschaft stärkt die Forschung und Lehre in den Bereichen des Maschinellen Lernens, Computer Vision und Robotik sowie die Verbindungen zwischen diesen Wissenschaftsbereichen. Partner sind das Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme, die Universität Stuttgart, die Universität Tübingen, das Land Baden-Württemberg sowie sieben Industriepartner: Amazon, die BMW Group, Daimler AG, IAV GmbH, Porsche AG, Robert Bosch GmbH und ZF Friedrichshafen AG. Unterstützt wird das Cyber Valley zudem von der Christian Bürkert Stiftung, der Gips-Schüle-Stiftung, der Vector Stiftung sowie der Carl-Zeiss-Stiftung.