User Group: Gesellschaft

  • Ausstellung ‚Künstliche Intelligenz‘ an Bord der MS Wissenschaft 2019

    Ausstellung ‚Künstliche Intelligenz‘ an Bord der MS Wissenschaft 2019

    Gestern ging es los! Der Künstlerische Spiegel des Cyber Valley Start-ups DeepArt fährt mit auf der MS Wissenschaft, einem ehemaliges Güterfrachtschiff. In diesem Jahr steuert sie mit einer Mitmach-Ausstellung zu künstlicher Intelligenz 27 Städte in Deutschland an – von Berlin bis Würzburg. Vom 12. bis 16. September legt die MS Wissenschaft in Esslingen bei Stuttgart an. Mehr Infos gibt es hier: https://ms-wissenschaft.de/

    Mit dem künstlerischen Spiegel wird ein (live) Bild zu einem Kunstwerk. Doch wie „sehen“ und „verstehen“ Maschinen Kunstwerke? Wenn eine künstliche Intelligenz ein Gemälde betrachtet, sollte sie es nicht nur in seine Objekte zerlegen können. Sie muss dazu auch den verwendeten Stil der Künstlerin oder des Künstlers entschlüsseln. Wenn sie das beherrscht, kann sie im gleichen Stil sogar neue Kunstwerke schaffen – in Echtzeit von jeder Person, die vor der Kamera herumhüpft. Vorübergehende Besucher werden nämlich dabei gefilmt und in Echtzeit auf dem Monitor in verschiedenen Kunststilen dargestellt. Der künstlerische Spiegel ist ein Forschungsexponat der Universität Tübingen, die Partner im Cyber Valley ist und woraus das Start-up DeepArt hervorging.

    Vom 12.09. – 16.09.2019 legt das Schiff in Esslingen an der Liegestelle Färbertörlesweg, Nähe Pliensauturm, an.

    Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, die Ausstellung zu besuchen. Sie spricht insbesondere auch Schulklassen, Familien und Jugendliche an. Wir empfehlen den Besuch der Ausstellung ab einem Alter von 12 Jahren. Viele Ausstellungsstücke sind aber auch für jüngere Kinder geeignet.

    Der Eintritt ist frei.

    Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (Mitte) hat sich natürlich auch die Ausstellung auf der MS Wissenschaft angesehen:

     

    Quelle der Fotos: Ilja Hendel/WiD

  • Maschinelles Lernen – was ist das eigentlich und wo wird es angewendet?

    Maschinelles Lernen – was ist das eigentlich und wo wird es angewendet?

    Studium Generale zu Maschinellem Lernen

    jeweils Donnerstag, 20 Uhr c. t., Hörsaal 21, Kupferbau

    Organisation: Prof. Dr. Matthias Hein, Prof Dr. Philipp Hennig, Dr. Gabriele Schweikert

    Das Forschungsfeld des maschinellen Lernens, das heute oft synonym für künstliche Intelligenz steht, wird derzeit auf vielen Ebenen diskutiert. Es ist jedoch für die Öffentlichkeit nicht einfach, dadurch zu einer rea-listischen Einschätzung der Möglichkeiten dieses Gebietes zu gelangen. Einerseits neigen viele der Diskussionsbeiträge zu Übertreibungen, zum Beispiel was eine bald bevorstehende Superintelligenz angeht. Anderer-seits werden Chancen wie potentielle Risiken von künstlicher Intelligenz nur sehr verkürzt dargestellt. Wir wollen mit dieser Reihe einen fundierten Überblick über das Feld des maschinellen Lernens und seine vielfältigen Anwendungen geben. Durch die Vorstellung der zugrundeliegenden Verfahren soll den Zuhörern ein realistisches Bild davon ermöglicht werden, was maschinelles Lernen derzeit kann und was nicht, und was in naher Zukunft wahrscheinlich möglich sein wird. Dabei legen wir einen besonderen Fokus auf Anwendungen des maschinellen Lernens in den Wissenschaften selbst, wie er auch im neuen Exzellenzcluster “Maschinelles Lernen: neue Perspektiven für die Wissenschaft’’ verfolgt wird.

    25.04.2019     Prof. Dr. Ulrike v. Luxburg, Informatik, Universität Tübingen

    Was ist maschinelles Lernen?

    02.05.2019     Prof. Dr. Peter Dayan, Max-Planck-Institut für biologische Kybernetik, Tübingen,

    Learning in Natural Neural Systems (Vortrag auf Englisch)

    09.05.2019     Prof. Dr. Thomas Scholten, Geowissenschaften, Universität Tübingen

    Maschinelles Lernen, Boden und Klimawandel

    16.05.2019     Prof. Dr. Moritz Hardt, Department of Electrical Engineering and Computer Science, University of California, Berkeley

    Fairness of algorithmic decisions (Vortrag auf Englisch)

    23.05.2019     Prof. Dr. Harald Baayen, Linguistik, Universität Tübingen

    Using machine learning to better understand language – and ourselves (Vortrag auf English)

    06.06.2019     Prof. Dr. Philipp Berens, Universitätsklinikum Tübingen

    Maschinelles Lernen in der Medizin – Unsicherheit, Erklärbarkeit und Implikationen

    27.06.2019     Prof. Dr. Andreas Geiger, Informatik, Universität Tübingen

    Wie autonome Fahrzeuge sehen lernen

    04.07.2019     Prof. Dr. Catrin Misselhorn, Philosophie, Universität Göttingen

    Können Maschinen moralisch sein?

    11.07.2019     Prof. Dr. Matthias Bethge, Werner Reichart Centrum für Integrative Neurowissenschaften, Universität Tübingen,

    Intelligentere KI – Wo wird sie entwickelt?

    18.07.2019     Prof. Dr. Bernhard Schölkopf, Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme, Tübingen

    Statistisches und kausales Lernen

    Hier finden Sie alle Vortragsreihen, die im Rahmen des Studium Generale an der Universität Tübingen stattfinden werden.

  • Das Gehirn der Zukunft

    Das Gehirn der Zukunft

    Stuttgart – Ob bei der täglichen Mobilität, in industriellen Anwendungen oder in Form von Assistenzlösungen im häuslichen Umfeld: Künstliche Intelligenz durchdringt immer breitere Bereich unseres Lebens. Sie ist mit großen Hoffnungen verknüpft, weckt aber auch Ängste. Immer lauter wird daher der Ruf nach ethischen Leitlinien für die neuen Technologien. Wie können die „richtigen“ Werte in das technische Handeln integriert werden? Kann und darf KI bestimmen, was richtig ist? Wie stellt man sicher, dass KI im Dienste der Menschheit entwickelt, genutzt und bereitgestellt wird? Und wie macht man angesichts der riesigen, komplexen Datenmengen die Entscheidungsprozesse von KI, auch Fehlentscheidungen, transparent?

    Fragen wie diese stehen im Mittelpunkt des Vortrags- und Diskussionsabends „KI & Ethik“ an der Universität Stuttgart. Im Rahmen der Reihe „Das Gehirn der Zukunft“ laden die gemeinnützige Hertie-Stiftung, das Cyber Valley und die Frankfurter Allgemeine Zeitung die Öffentlichkeit sowie Vertreterinnen und Vertreter der Medien dazu herzlich ein:

    Zeit:     Mittwoch, 16. Oktober 2019, 18:00 Uhr
    Ort:    Universität Stuttgart, Campus Stadtmitte, Keplerstr. 17, Hörsaal 17.01 (Tiefgeschoss)
    Der Eintritt ist frei.

    Auf dem Podium sitzen Professorin Dr. Regina Ammicht Quinn (Universität Tübingen), Professor Dr. Markus Frings (Evangelisches Klinikum Niederrhein), Dr. Christoph Peylo (Robert Bosch GmbH) und Juniorprofessor Dr. Michael Sedlmair (Universität Stuttgart). Nach einführenden Kurzvorträgen ist das Publikum zum Gespräch eingeladen. Der Abend wird von Carsten Knop (FAZ) moderiert.

     

    Prof. Dr. Regina Ammicht Quinn: Was kann, soll und will eine Ethik der KI?

    In Forschung und Politik, in Industrie und in der Zivilgesellschaft werden zunehmend Ethikkodizes und ethische Richtlinien für Künstliche Intelligenz formuliert. Schlagwörter der Debatten sind z. B. Social Scoring, Datenschutz und Autonomie. Darunter liegen Fragen nach den „richtigen“ Werten von KI und wer diese bestimmen darf. Und: Wo können KI-Anwendungen ein gutes Leben und ei-ne gute Gesellschaft nicht beschädigen, sondern unterstützen?

    Regina Ammicht Quinn ist Sprecherin des Internationalen Zentrums für Ethik in den Wissenschaf-ten (IZEW) der Universität Tübingen und Direktorin des Zentrums für Gender- und Diversitätsfor-schung. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in anwendungsbezogenen Fragen der Ethik, unter anderem auf den Feldern Ethik und Sicherheit, Technikethik und ethischen Fragen digitaler Tech-nikentwicklung.


    Prof. Dr. Markus Frings: Gibt es ein „Moralzentrum“ im Gehirn?

    Untersuchungen an Patienten mit Hirnläsionen und Untersuchungen mittels Kernspintomographie legen nahe, dass unterschiedliche Systeme im menschlichen Gehirn an moralischen Urteilen be-teiligt sind. Es gibt nicht das eine „Moralzentrum“ im Gehirn, die Fähigkeit zu moralischem Handeln entspringt vielmehr einem Zusammenspiel verschiedener neuronaler Netzwerke und ist eingebet-tet in die Prozesse des gesamten Körpers in seiner Lebenswelt mit sozialen Traditionen.

    Markus Frings ist Arzt für Neurologie und war zehn Jahre lang Oberarzt der Klinik für Neurologie an der Universitätsklinik Essen. Seit 2017 arbeitet er im Evangelischen Klinikum Niederrhein im Bereich der Gerontopsychiatrie. Seine wissenschaftlichen Schwerpunkte sind Motorik und Kogni-tion sowie Ethik in der Neurologie. Er ist Autor des Buches „Gehirn und Moral“ im Thieme-Verlag.


    Dr. Christoph Peylo: KI, Ethik und Vertrauenswürdigkeit

    KI hat das Potenzial, unsere Gesellschaft im Guten wie im Bösen von Grund auf zu verändern. Für die Gesellschaft ergibt sich daher die Aufgabe, sicherzustellen, dass KI tatsächlich in einem positiven Sinne, das heißt im Dienste der Menschheit entwickelt, genutzt und bereitgestellt wird. Daher gilt es, gesellschaftliche Akzeptanzkriterien für KI zu finden. In diesem Vortrag werden eini-ge Beispiele für Nutzen und ethische Herausforderungen vorgestellt und Ansätze skizziert, wie vertrauenswürdige KI realisiert werden kann.

    Christoph Peylo ist Global Head des Bosch Center for Artificial Intelligence (BCAI) und Leiter der Arbeitsgruppe „Mobilität, intelligente Verkehrssysteme“ der Plattform Lernende Systeme des Bun-desministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). Vor seinem Eintritt in die Robert Bosch GmbH im Jahr 2017 war er Vize-President bei den Telekom Innovation Laboratories in Berlin, wo er in den Bereichen KI, (Cyber-)Sicherheit, Industrie 4.0 und Internet of Things tätig war. Christoph Peylo hat Informatik, Computerlinguistik und Künstliche Intelligenz studiert und an der Universität Osnabrück auf dem Gebiet der KI promoviert.


    Jun. Prof. Dr. Michael Sedlmair: KI visualisieren und verstehen

    Aus informatischer Sicht basiert Künstliche Intelligenz vor allem auf Algorithmen und Modellen des Maschinellen Lernens. Für KI-Nutzer sind die resultierenden Modelle jedoch größtenteils unver-ständlich (black boxes), wodurch auch algorithmisches Fehlverhalten lange verborgen bleiben kann. Ein Ansatz, um solche Modelle besser zu verstehen und potenzielles Fehlverhalten frühzeitig zu erkennen, sind Visualisierungen. In diesem Vortrag werden Forschungsprojekte vorgestellt, die zeigen, wie interaktive Visualisierung schon heute genutzt werden kann, um komplexe KI-Algorithmen und -Modelle transparenter zu machen.

    Michael Sedlmair ist seit 2018 Juniorprofessor am Fachbereich Informatik der Universität Stuttgart. Seine Forschungsschwerpunkte liegen auf interaktiver Visualisierung, Virtual und Augmented Reali-ty sowie der Mensch-Maschine Interaktion. Hierbei untersucht er vor allem, wie große und komple-xe Datenmengen dem Menschen besser verstehbar gemacht werden können. Vor seiner Zeit in Stuttgart arbeitete er an der Jacobs University Bremen, Universität Wien, University of British Co-lumbia, LMU München sowie bei BMW.


    Veranstaltungsreihe „Das Gehirn der Zukunft“

    Künstliche Intelligenz, neuronale Netze und autonome intelligente Systeme stehen im Mittelpunkt der gemeinsamen Veranstaltungsreihe der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung mit Partnern aus dem Cyber Valley. Die Vortragsabende zum Thema „Das Gehirn der Zukunft“ finden in Frankfurt, an den Uni-versitäten Stuttgart und Tübingen sowie am Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme (MPI-IS) statt.

    Cyber Valley besteht seit 2016 als Forschungsverbund zu Künstlicher Intelligenz und wird getragen vom Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme, den Universitäten Tübingen und Stuttgart, sieben Industriepartnern und dem Land Baden-Württemberg. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im Cyber Valley forschen an Maschinellem Lernen, Robotik sowie Computer Vision. Insgesamt in-vestieren die Cyber Valley Partner in einem ersten Schritt 165 Mio. Euro.

    Die Arbeit der Hertie-Stiftung konzentriert sich auf zwei Leitthemen: Gehirn erforschen und Demo-kratie stärken. Die Projekte der Stiftung setzen modellhafte Impulse innerhalb dieser Themen. Im Fokus stehen dabei immer der Mensch und die konkrete Verbesserung seiner Lebensbedingungen. Die Gemeinnützige Hertie-Stiftung wurde 1974 von den Erben des Kaufhausinhabers Georg Karg ins Leben gerufen und ist heute eine der größten weltanschaulich unabhängigen und unternehmerisch ungebundenen Stiftungen in Deutschland.

    Mehr zur Gemeinnützige Hertie-Stiftung finden Sie hier: www.ghst.de

    Mehr zur Veranstaltungsreihe finden Sie unter www.ghst.de/GehirnDerZukunft

  • Cyber Valley-Forscher bei den Science Notes in Tübingen

    Cyber Valley-Forscher bei den Science Notes in Tübingen

    Tübingen – Wissenschaft in Club-Atmosphäre mit Livemusik, eine Bühne, auf der Forscher in nur wenigen Minuten allgemeinverständlich ihre Forschungsgebiete vorstellen können: das sind die Science Notes, ein Projekt der Forschungsstelle Präsentationskompetenz des Seminars für Allgemeine Rhetorik der Eberhard Karls Universität Tübingen. Es ging wie schon einmal um Künstliche Intelligenz. Die vortragenden fünf Wissenschaftler sprachen in je 15 Minuten darüber, wo die Chancen, Grenzen und Gefahren dieser Technologie liegen und wie sie unser Leben verändern wird. Die Wissenschaftler mussten ihr Themengebiet verständlich, anschaulich und spannend erklären, das war die Voraussetzung, um teilnehmen zu können.

    Dieser Herausforderung stellten sich vier Forscher der Universität Tübingen am Donnerstag abend. Zuerst erklärte Dr. Wieland Brendel, wie Maschinen unsere Welt sehen – Stichwort Computer Vision. Im Anschluss präsentierte Prof. Dr. Philipp Hennig, Cyber Valley-Professor für Methoden des Maschinellen Lernens, die präzise Unsicherheit von Rechenalgorithmen für lernende Maschinen. Cyber-Valley-Forschungsgruppenleiterin Dr. Caterina De Bacco sprach über A physics perspective on inference and optimization on networks. Und Dr. Anna Levina erkundete im letzten Vortrag die Selbstorganisation des Gehirns. Teil 5 war eine Open Mic Session, in der es darum ging, das Thema „Künstliche Intelligenz und Wir“ mit Zuschauern und Vortragenden zu diskutieren.

    Die Veranstaltung fand im Schlachthaus Club in Tübingen am Donnerstag, den 17. Januar statt. Wer nicht dabei sein konnte – keine Sorge. Alle Vorträge wurden danach auf YouTube gestellt: https://www.youtube.com/watch?v=9QyoGiG8dmU

    Das komplette Programm finden Sie unter www.sciencenotes.de

  • Visit by Science Minister Theresia Bauer

    Visit by Science Minister Theresia Bauer

    There were lectures on machine learning, human-computer interfaces and of course a tour through our Capture Hall, where the 4D body scanner can be seen, as well as the robotics laboratory, where robot Apollo was waiting for the group.

    'Cyber Valley has really taken off,' said the minister. 'This network has potential for groundbreaking innovations'. Ten new research groups are starting their work in Stuttgart and Tübingen, and more than ten new professorships in the field of AI are currently being established at the two locations. Cyber Valley attracts top scientists from top universities all over the world. The Cyber Valley buildings in Stuttgart and Tübingen are well advanced in their planning.

    'In the Cyber Valley, science and industry are working together to create an ecosystem for the best AI research,' said Professor Bernhard Schölkopf, Director of the Max Planck Institute for Intelligent Systems in Tübingen. 'The starting point is a leading scientific position in machine learning, the means to attract talents from all over the world, the purpose to research the technology, to found the companies of tomorrow and to shape our future responsibly'.

    'The interaction of industry, research, and politics makes the regional cluster a global hotspot for top researchers,' said Dr. Christoph Peylo, head of the Bosch Center for Artificial Intelligence, who was also present. 'Machine learning and artificial intelligence are key competencies for shaping the networked world'.

    All Cyber Valley partners – the Max Planck Society, the universities of Stuttgart and Tübingen, several foundations, business partners and the state – are investing a total of 165 million euros in the location as a first step towards establishing an internationally competitive AI hotspot. The aim is not only to attract more top scientists and young talents from all over the world, but also to invite other companies to settle here. 'Cyber Valley will advance our business enterprises in digital change and train highly qualified young professionals for business, science and society,' Bauer stressed.