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  • „Border protection must not take precedence over human rights“

    „Border protection must not take precedence over human rights“

    The interview was shortend and edited for the written form. It was held in German. The long version of the interview can be found in the latest episode of our podcast “Direktdurchwahl“. 

    Frau Ammicht Quinn, wie wird KI in der Migration aktuell eingesetzt?

    Das einfachste Beispiel sind die Smartphones; also Techniken zur Information und Orientierung, aber auch zur Kontrolle der Menschen. Andere Techniken versuchen zum Beispiel Migrationsströme vorherzusagen, um bessere Versorgungen zu gewährleisten. Es gibt Techniken zur Identifikation, wenn Menschen ohne Papiere und ohne Visum einreisen, die Daten der Menschen mit biometrischen Datenbanken abgleichen. Weitere Techniken dienen der Risikoanalyse, zum Beispiel in Form von Lügendetektoren, die momentan an der griechischen Grenze eingesetzt werden.


    Sie sprechen von „Techniken“; ich verwende eher den Begriff „intelligente Systeme“. Gibt es für Sie einen Unterschied?

    Was für intelligente Systeme gilt, gilt für alle Techniken auch. Nur verschärft sich die Lage mit intelligenten Systemen, weil sie umfassender umgreifen und schwerer zu kontrollieren sind als beispielsweise eine Waschmaschine.


    Wie funktioniert der Lügendetektor genau: Die Menschen werden befragt und nebenbei analysiert ein intelligentes System die Sprache oder den Gesichtsausdruck daraufhin, ob diese Person lügt?

    Es ist noch komplexer, da die Asylsuchenden am Bildschirm mit einem Avatar sprechen. Je nach Voreinstellung hat dieser Avatar ein freundliches oder ein sehr strenges Gesicht. Menschen auf der Flucht sind häufig Menschen mit traumatischen Erfahrungen, die auf einen solchen Avatar mit viel größerer Nervosität oder größerem Misstrauen reagieren, als wir tun würden. Momentan erkennt dieses System traumatische Reaktionen als Täuschung oder Lüge und empfiehlt diese Menschen für die Rückführung.
     

    Eine gesellschaftliche und politische Verantwortung über Menschenleben kann dadurch an Technik abgeben werden.

    Das dürfen wir nicht, weder rechtlich noch moralisch. Es dürfen keine Lebensentscheidungen automatisiert und auch nicht teil automatisiert getroffen werden. Und schon gar nicht an Grenzen, wo es tatsächlich oft Entscheidungen über Leben und Tod sind.
     

    … wobei das Beispiel der Lügendetektoren zeigt, dass es ja faktisch bereits getestet wird. 

    Genau, sie sind entwickelt worden im EU Projekt „iBorderCTRL“. Bereits in der Entwicklungsphase konnte man sich vorstellen, was mit dieser Technik geschieht. Wir müssen nicht nur sorgfältig mit Grenzsituationen umgehen, sondern sorgfältig überlegen, wohin uns unsere Forschungsfreiheit eigentlich führt. Techniken sind in diesem Sinne eben nie neutral, weil Leitvorstellungen, Werte, Normen, Idealbilder in Techniken eingeschrieben sind.
     

    Technik wird allerdings häufig damit assoziiert, neutraler, objektiver zu sein als Menschen. Wenn intelligente Systeme an der Grenze zum Einsatz kommen, geschieht dass dann nicht sogar zum Wohle der migrierenden Menschen? Ist die Technik neutraler, als wenn sie auf andere Menschen an Grenzen träfen?

    Menschen sind subjektiv und emotional. Nicht mal Schiedsrichter im Fußball sind wirklich neutral. Mit der Neutralität ist es, glaube ich, weder beim Menschen noch in der Technik wirklich weit her. Aber es ist zu einfach, Menschen und Technik gegenüber zu stellen. Denn Technik im Kontext menschlichen Handelns bedeutet immer, dass Technik auch handelt. Wir handeln mit Technik und Technik handelt mit uns. In diesem Kontext sprechen wir von soziotechnischen Systemen. Wir müssen wissen, dass Konflikte über Technik, die wir haben, immer auch gesellschaftliche Konflikte sind.
     

    … die wir versuchen, mit Technik zu lösen. Sollte man überhaupt KI an Grenzen einsetzen?

    Keine einfache Frage. Die grundsätzlichen Spielregeln sind: Techniken dürfen keine Lebensentscheidungen treffen, nicht automatisiert und auch nicht teil automatisiert, weil dann immer die Gefahr ist, dass der Technik zu viel Objektivität und Wahrheit zugeschrieben wird. Das Zweite ist: Verantwortung darf nicht abgegeben werden. Und das Dritte: Wir brauchen natürlich Techniken in schwierigen Situationen. Wir brauchen Techniken für die Seenotrettung, sonst sterben noch mehr Menschen im Mittelmeer.

    Zugleich wissen wir, dass je stärker technisch überwacht bestimmte Migrationsrouten sind, zum Beispiel mit Drohnen, Wärmebildkameras, Bewegungsmeldern oder Herzschlagsensoren, desto riskantere Wege nehmen Menschen. Mir macht das große Sorgen. Wir haben intelligente Systeme, die schnelle, saubere, neutrale Lösungen versprechen. Doch bei dem Versuch, diese Lösungen herzustellen, entstehen zahlreiche Probleme: Diskriminierungen und Menschenrechtsverletzungen. Wir brauchen politische Lösungen, wie wir mit einer mobilen Weltbevölkerung umgehen, und nicht eine Hochrüstung von Grenzen.
     

    In Tübingen gab es vor kurzem eine Tagung zu dem Thema Border Regimes. Haben Sie denn den Eindruck, dass KI-Forschende sich der Verantwortung der Wissenschaft bewusst sind?

    Das Problem ist, dass wir hier viel Grundlagenforschung machen, bei der schwer vorstellbar ist, wo sie einmal implementiert werden könnte. Ein klassisches Dilemma: Am Anfang einer Forschung könnte man vieles ändern, um ein mögliches Produkt besser zu machen. Wenn man am Ende ist und weiß, wie es aussehen wird, ist es oft zu spät. Cyber Valley versucht, die Gesellschaft früher in den Prozess der Forschung einzubinden und den Dialog zu starten – das müsste noch in viel größerem Maße stattfinden. Wir als Public Advisory Board fragen junge Menschen, die in Cyber Valley Projekte entwickeln, zwei Dinge: Wo in der besten aller möglichen Welten wird ihre Forschung einmal landen und wo in der schlechtesten aller möglichen Welten? Und was können sie jetzt schon tun, um das zu beeinflussen?
     

    Und wie sind die Reaktionen drauf?

    Manche sagen: Ich mache Forschung; das hat damit doch gar nichts zu tun. Und andere sind sich dessen sehr bewusst.
     

    Im Interview mit ArrivalAid kamen ganz pragmatische, praktische Forderungen an die Wissenschaft auf, zum Beispiel bessere Sprachübersetzungssysteme für seltene Sprachen. Fehlt der Wissenschaft der Bezug zu diesen realen Problemen, die gelöst werden sollten?

    Es ist völlig klar, dass wir finanzielle und strukturelle Unterstützung brauchen für gemeinwohlorientierte künstliche Intelligenz. Denn ein hoher Anteil der Forschung wird letztendlich für Konsum, Kommerz und Werbezwecke eingesetzt. Und ja, wir brauchen mehr Teilhabe mit anderen, nicht für andere.
     

    Sie waren Staatsrätin für interkulturellen und interreligiösen Dialog als parteiloses Mitglied der Landesregierung in Baden Württemberg. Welche Möglichkeiten sehen Sie, dass KI unterschiedliche Kulturen und religiöse Hintergründe migrierender Menschen zusammenbringt?

    Tatsächlich ist Sprache hier ein ganz wesentlicher Teil. Eine weitere Idee sind Lernprogramme, die auf die ganz individuellen Bedürfnisse von Menschen zugeschnitten sind. Man könnte sich Augmented oder Virtual Reality Programm vorstellen mit der Frage: Wie fühlt es sich denn für mich an, durch deine Heimat zu gehen? Alles, was Kontakte sowohl in die alte als auch in die neue Heimat, Orientierung und Information befördert, ist gut. Aber letztendlich geht es darum, anderen mit Wohlwollen und Neugier zu begegnen. Das kann am Bildschirm mittels Technik passieren, aber viel besser tatsächlich in der Wirklichkeit.
     

    Wie bewerten Sie denn den Einsatz von KI in der Migration: Stehen Sie dem eher hoffnungsvoll oder eher sorgenvoll gegenüber?

    Ich stehe dem sorgenvoll gegenüber. Ein Beispiel: Es gab in Afghanistan Polizeibildungsprojekte. Für diese wurden von den Teilnehmer:innen Namen, Bilder, Fingerabdrücke, und Scans hinterlegt. Nun fürchtet man, dass all diese Daten in den Händen der Taliban sind. Wenn jemand einen Behördengang macht, kann das tödlich sein. Was wir uns unter biometrischen Datenbanken als Lösung vorstellen, ist ein extremes Zukunftsrisiko.

    Ein anderes Beispiel: Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge benutzt seit 2019 Spracherkennungs- und Dialekterkennungssoftware. Damit soll festgestellt werden, ob die Menschen wirklich daherkommen, woher sie behaupten. Das ist Unsinn. Das System hat eine extrem hohe Fehlerquote, und Sprachgrenzen halten sich nicht an Ländergrenzen. Und: Tübingen hat seit 2019 eine Liste mit Asylbewerbern, die als potenziell gefährlich gelten. Der Landesdatenschutzbeauftragte hat das nun verboten.
     

    Das zeigt auch nochmal, warum es wichtig ist, bei dem Thema KI und Migration die ethische Perspektive einzubeziehen.

    Die Ethik ist wie ein Stück Archäologie. Was für Werte liegen denn eigentlich einem technischen Vorhaben zugrunde? Sie ist ein Stück Zukunftsforschung mit der Frage: Wie verändert sich die Gesellschaft durch solche technischen Lösungen? Ist das wünschenswert? Und sie ist eine Strukturanalyse. Ethik analysiert, welche Voraussetzungen wir brauchen, um eine wünschenswerte Lösung zu erreichen, beispielsweise welche Regelungen, Zertifikate, Bildungsprogramme oder Teilhabe brauchen wir, um tatsächlich in einer guten technisierten Gesellschaft leben zu können.
     

    Bleiben wir zum Abschluss beim ethischen Blick in die Zukunft: Welche KI-Systeme brauchen wir, damit Migration gut gelingen kann? Wo kann Technik eine Lösung bieten?

    Wir brauchen tatsächlich intelligente Lösungen für bürokratische Fragen. Wir brauchen intelligente Lösungen für rechtliche Fragen, für sprachliche Fragen zu Bildungsfragen. Wir brauchen auch intelligente Lösungen, um Gerechtigkeit voranzutreiben. Lösungen, in denen nicht Grenzschutz vor Menschenrechte gestellt wird, sondern umgekehrt. Das geschieht bei der Seenotrettung oder in anderen Situationen, wo flüchtende Menschen dringend auf Hilfe angewiesen sind und wir durch Überwachungstechnologien feststellen können, welche Art von Hilfe wie schnell nötig ist. Aber insbesondere für diesen Kontext Flucht, Vertreibung, Migration müssen wir uns bewusst werden, dass solche Systeme nicht nur für Menschen wie mich gebaut werden – weiß, klar als Frau erkennbar, heterosexuell, wohlhabend – sondern tatsächlich für alle Menschen.

  • When the border policeman is an AI

    When the border policeman is an AI

    ArrivalAid is a non-profit organization that supports people with a history of flight and migration to arrive in Germany. The organization accompanies people in all phases of integration, for example with asylum or job applications, but also in overcoming trauma. The interview was shortend and edited for the written form. It was held in German and the long version can be found in the latest episode of our podcast “Direktdurchwahl”, episode 9: Does AI help refugees?

    Welche Rolle spielt KI bei ArrivalAid; nutzt ihr eine KI?

    Momentan nutzen wir nichts, was ich als künstliche Intelligenz bezeichnen würde. Wir sind noch relativ analog unterwegs: Wir nutzen beispielsweise keine Software, die permanent in Gesprächen für uns dolmetscht – wobei Google Translator manchmal hilfreich sein kann. 


    Nutzen Geflüchtete und Menschen mit Migrationshintergrund als Alltagshelfer neben Übersetzungssytemen auch Navigationssysteme?

    Ja, auf jeden Fall. Geflüchtete tippen die Adresse in der jeweiligen Landessprache ein oder nutzen die Spracheingabe, wenn sie Schwierigkeiten mit dem Alphabet oder dem Layout der Tastatur haben, und finden dann einfacher den Weg. Diese Systeme sind eine große Hilfe, wenn Menschen zu uns kommen, die wirklich gar kein Deutsch sprechen oder schreiben. 

    Neben dem privaten Gebrauch können intelligente Systeme in der Migration auch bei Behörden, Institutionen und staatlichen Einrichtungen zum Einsatz kommen. Sind die Personen, die zu Ihnen kommen, bei Behörden mit KI in Kontakt gekommen?

    Nicht direkt mit KI, aber womit wir täglich konfrontiert sind, sind Themen wie das Speichern von Fingerabdrücken oder maschinell lesbare Ausweise. Das hat Auswirkungen auf das Asylverfahren. Wenn jemand zum Beispiel über Griechenland oder Italien in die EU eingereist, werden Fingerabdrücke in zentralen Systemen gespeichert. Wenn die Behörden in Deutschland sehen, dass ein Treffer vorhanden ist, kommen Fragen auf wie: "Warst du in diesem Land? Hast du dort vielleicht einen Asylantrag gestellt? Und ist Deutschland dann überhaupt zuständig für dein Verfahren?" Wenn nicht, muss die Person wieder zurück. Vor allem in den letzten Jahren ist das für die Menschen zu einer großen Angst geworden, wenn sie einreisen.

    Woher rührt denn diese Angst?

    Viele Geflüchtete, die zu uns kommen, kommen aus autokratischen Strukturen. Wir in Europa sind eine viel größere Transparenz und eine stärkere Kontrolle der Mächtigen, beispielsweise durch bestimmte Gremien oder investigativen Journalismus, gewöhnt. Das gibt es in vielen Ländern nicht. In Ländern wie dem Irak, Syrien, oder auch China weht ein ganz anderer Wind. Für viele Menschen, die zu uns kommen, ist es ein erlerntes Muster, möglichst nicht aufzufallen. Deswegen wollen viele ihre Daten gegenüber offiziellen Stellen nicht preisgeben. In den Staaten oder Systemen, aus denen die Menschen kommen, kann das nämlich bedeuten, dass man aus willkürlichen Gründen im Gefängnis landet oder noch schlimmere Dinge passieren.

     

    Neben dem Speichern der Fingerabdrücke gibt es das System „iBorderCtrl“, eine Art intelligenter Lügendetektor. Auf Grundlage von Videointerviews und von Datenanalysen werden dabei mittels KI Profile von Reisenden oder Geflüchteten erstellt. Dieses System wurde in Ungarn, in Lettland und in Griechenland erprobt. Das EU-Parlament hingegen sieht solche Systeme sehr kritisch und als Gefahr für die Menschenrechte (Quelle). Wie stehen Sie dazu?

    Ich habe schon einiges über das System gelesen und würde es gerne im Einsatz sehen. Anscheinend ist die „Trefferquote“ des Systems nicht hoch und die Ergebnisse vorurteilsbelastet. Dunkelhäutige Menschen und Frauen werden häufiger vom System als auffällig markiert als weiße Männer. Das ist in meinen Augen eine Katastrophe. 

    Aber grundsätzlich möchte ich technologischen Fortschritt nicht verteufeln. Ich begrüße Systeme, die dazu beitragen, Entscheidungen im Bereich Migration abzusichern oder besser zu machen. Doch dann müssen diese Systeme funktionieren und Abläufe wirklich verbessern. Beim Einsatz von Technik frage ich mich: Was machen die Menschen daraus? Ich habe Angst, dass Grenzpolizist:innen denken könnten, dass die Software die Arbeit an der Grenze besser macht als jeder Mensch und Daten ungeprüft weiterleiten. 

    Ein Beispiel dafür, wie KI in der Migration sinnvoll eingesetzt werden kann, ist die Prognose von Fluchtbewegungen. Systeme können mit öffentlich zugänglichen Daten, z.B. zur Stabilität eines Regierungssystems, Vorhersagen über Migration und Fluchtbewegungen treffen. So funktioniert System „Foresight“, das der dänische Flüchtlingsrat mit IBM entwickelt hat. Was halten Sie denn von solchen Systemen?

    Das ist ein sehr spannender Ansatz. Könnten wir sicher vorhersagen, aus welchen Ländern oder in welcher Anzahl Geflüchtete zu uns kommen werden, wäre das natürlich für alle eine sehr große Erleichterung. Meine Erfahrung über die letzten Jahre hat gezeigt, dass Migration ein sehr dynamisches Vorhersageumfeld ist. Und ich denke, dass so ein System sicherlich ein wichtiger und guter Ansatz wäre, um weitere Informationen zu bekommen. Ich bezweifle aber, dass das System allein gute Vorhersagen treffen kann. Ich vertraue eher Experten von der UNO oder dem UNHCR, die in den Ländern vor Ort sind und sich austauschen.

    Was wünschen Sie sich von der Wissenschaft, was Sie bei der Hilfe für geflüchtete Menschen unterstützen würde?

    Das Thema Dolmetschen und Übersetzen ist sehr wichtig für uns. Es wäre hilfreich, eine KI zum Übersetzen zu haben. Denn manchmal kommen Menschen von einem der Termin beim Amt zurück und berichten, dass das Übersetzen nicht funktioniert hat, weil der Dolmetscher zum Beispiel einen anderen Dialekt gesprochen hat. In solchen Fällen ist der menschliche Faktor das Problem. Da wäre es praktisch, eine kleine Box zu haben, die man auf den Tisch stellt und über die man sich in einer Sprache unterhalten kann, die kaum ein Mensch beherrscht, ohne erst einen Termin mit einem Dolmetscher machen zu müssen.

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    Weitere Informationen

  • Foundation stone laid for new Cyber Valley building

    Foundation stone laid for new Cyber Valley building

    “Cutting-edge research is part of our country’s DNA,” said Finance Minister Dr. Danyal Bayaz. “We are creating an innovative building for innovative technologies in the field of artificial intelligence. We want to tap sources of future prosperity. Cyber Valley is a great example of that.”

    Science State Secretary Petra Olschowski added: “Excellent research on artificial intelligence will take place in the new Cyber Valley building. And the Cyber Valley ecosystem is growing and thriving – more and more AI activities are being added. The new building will provide the much-needed space to accommodate these initiatives. In the Cyber Valley I research building, AI scientists from the University of Tübingen and the Max Planck Institute for Intelligent Systems will interact with Cyber Valley business partners, junior groups and startups – an inspiring coexistence of young talents and experienced researchers. The research topics cover a broad spectrum in the fields of machine learning, computer vision and robotics.”

    Construction work on the new Cyber Valley I building, located on the western edge of the “Science and Technology Park,” began back in January. This will be the first time that Cyber Valley on the “Obere Viehweide” in Tübingen will have purpose-built space to provide a home for artificial intelligence (AI) research. The new building will be available to part of the university’s computer science department and the research groups of Cyber Valley, a consortium of science and business. The building will house approximately 7,000 square meters of office space, laboratories, lecture halls, seminar rooms and a conference area, among other facilities. Large accessible experimental laboratories are located at ground level.

    The five-story new building will form a building ensemble with the planned second construction phase and a common open-air area. The new building is a prelude to the targeted expansion of the Cyber Valley innovation campus, which celebrated its successful fifth anniversary in December 2021. Planning for the next two construction phases is already underway.

    The state is investing around 55.8 million euros in the new building. The building is scheduled to be ready by the end of 2024.


    Mayor Boris Palmer, State Secretary Petra Olschowski, Finance Minister Dr. Danyal Bayaz, Prof. Bernhard Schölkopf, Prof. Bernd Engler, Andreas Hölting (Head of the Property and Construction Office; from left) © Friedhelm Albrecht/Universität Tübingen

    “In recent years, Cyber Valley has developed into one of the world’s most important research locations for artificial intelligence,” said Professor Bernd Engler, President of the University of Tübingen. “This impressive development is the result of a tremendous effort on the part of the scientists involved, but also of the consistent commitment of the state and federal governments, the companies involved and private donors such as the couple Hans-Werner and Josephine Hector.” In the coming years, he said, the network will have to enter a phase of stabilization and further expansion. “The construction of the first of a total of three Cyber Valley buildings, which is now beginning, will make a significant contribution to this.”

    “Artificial intelligence is changing our world. We founded Cyber Valley to actively shape this change from us in Baden-Württemberg, Germany and Europe,” said Prof. Bernhard Schölkopf, Director at the Max Planck Institute for Intelligent Systems. “The new buildings will provide excellent research conditions to further deepen our work both regionally in Cyber Valley and internationally in ELLIS. I thank all those who have worked with foresight to make this happen.”


    Further information:

    Sustainability and resource efficiency are high priorities at the new Cyber Valley campus. For example, extensive use of renewable energy and high energy efficiency are important features of the new Cyber Valley I building, which will feature an extensive green roof and a photovoltaic system. The electricity from the roof and facade photovoltaics will benefit the building’s own power supply.

    In addition to the new Cyber Valley I building, which was approved in 2016, the overall concept for the Tübingen site includes two more new buildings for the Cyber Valley Campus. With the two new buildings Cyber Valley II and III, a total of around 14,800 square meters of additional top AI research space will be created on the campus of the University of Tübingen.

    The AI innovation campus Cyber Valley is a research focus for artificial intelligence and intelligent systems that is unique in Europe. Founded in 2016 in the Stuttgart-Tübingen region, the artificial intelligence research consortium connects partners from politics, business and science.

    Note to editors:

    A visualization of Cyber Valley I can be downloaded from the Ministry of Finance’s media library and used free of charge for editorial purposes with photo credit. Photos of the event can be downloaded here and used free of charge for editorial purposes with the photo credit “Friedhelm Albrecht/Universität Tübingen”.

  • Science & Innovation Days 2022

    Science & Innovation Days 2022

    Lesen Sie die vollständige Meldung hier in deutscher Sprache:

    Mitdiskutieren und Mitmachen erwünscht: Bei den Tübinger Science & Innovation Days vom 29. Juni bis zum 2. Juli 2022 laden die Universität Tübingen, der Max-Planck-Campus, Cyber Valley, das Leibniz-Institut für Wissensmedien und die Technologieförderung Reutlingen-Tübingen erstmals gemeinsam interessierte Bürgerinnen und Bürger der gesamten Region ein. Zum vielseitigen Programm gehören interaktive Veranstaltungen, Vorträge, Workshops und Spaziergänge über den Campus. Alle Programmpunkte sind kostenlos, zu einzelnen Veranstaltungen wird um Anmeldung gebeten. Alle Details zu Programm und Anmeldung unter https://uni-tuebingen.de/si-days:

    Mittwoch, 29. Juni

    • 18:15 Uhr: Kick Off mit Podiumsdiskussion: „Wissen schafft Zukunft – Wissenschaft und Gesellschaft im Dialog“ (Festsaal, Neue Aula, Geschwister-Scholl-Platz)
      Gesellschaftliche Herausforderungen brauchen die Expertise der Wissenschaft ‒ Wissenschaft braucht aber auch die Gesellschaft. Wie kommen BürgerInnen und Forschende noch besser ins Gespräch? Best Practice-Beispiele und Diskussion mit Prof. Peter Grathwohl (Universität Tübingen), Prof. Ulrike Cress (Leibniz-Institut für Wissensmedien Tübingen), Dr. Eric Schulz (Max-Planck-Institut für biologische Kybernetik), Julia Merlot (Magazin „Der Spiegel“, derzeit Cyber Valley Journalist-in-Residence), Prof. Thomas Thiemeyer (LUI Tübingen).

    Weitere Programmpunkte am Mittwoch:

    • „Medizin der Zukunft – ein Werkstattbericht aus dem Tübinger Technologiepark“ mit den UnternehmerInnen (16:15 Uhr, mit Anmeldung, Hörsaal 25, Kupferbau, Hölderlinstr. 4)
    • Lesung mit der Autorin Emma Braslavsky zu „Künstlichen Intelligenzen der Zukunft“ (20:30 Uhr, Cafe Willi, Wilhelmstr. 3/1, 72074 Tübingen)

    Donnerstag, 30. Juni

    • 14:00–16.30 Uhr: Spaziergang im Technologiepark Tübingen-Reutlingen am Standort Tübingen mit Stopps bei den Unternehmen (Treffpunkt: Sternwarte Tübingen, Waldhäuser Str. 70) Auf dem Spaziergang unter Führung von Thorsten Flink (TF R-T GmbH) stellen sich die Unternehmen vor und beantworten Fragen.
    • 17:00–20:00 Uhr: Startup:con Tübingen „Science Edition“ des Startup Centers (Hörsaalzentrum Morgenstelle, Auf der Morgenstelle 16)
      Paneldiskussion „Gründungen aus der Wissenschaft – Chancen und Herausforderungen“ mit Dr. Ingmar Hoerr (CureVac), Dr. Saskia Biskup (CeGat), Dr. Philip Häusser (Ablacon), Prof. Lars Angenent (Universität Tübingen) und Dr. Philipp Lies (eye2you). Im Anschluss präsentieren sich Startups aus der Wissenschaft und Forschungsgruppen. (Anmeldung unter https://uni-tuebingen.de/de/200653)
    • 20:15–22:00 Uhr: Fishbowl-Diskussion „Gemeinschaft in der Krise. Was hält unsere Gesellschaft noch zusammen?“ (DAI, Karlstr. 3, mit Anmeldung)
      Was bedeutet gesellschaftlicher Zusammenhalt? Wie können wir unsere Gesellschaft stärken – und welche Rolle spielt der Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft? Prof. Otfried Höffe, Prof. Regina Ammicht-Quinn und Dr. Davina Höll, (alle Universität Tübingen) erörtern dies mit Besucherinnen und Besuchern. Bei einer Fishbowl-Diskussion bleibt ein Stuhl auf dem Podium frei für jede(n), die oder der gerne mitdiskutieren möchte. Musikalische Umrahmung durch Eric Biscalchin.

    Weitere Programmpunkte am Donnerstag:

    • Führungen (jeweils mit Anmeldung): Technologiepark Tübingen-Reutlingen (14:00 Uhr, Sternwarte Tübingen, Waldhäuserstr. 70); iFIT Excellenzcluster (16:00 Uhr, Röntgenweg 11); Geo- und Umweltforschungszentrum (16:00 Uhr, Schnarrenbergstr. 94-96); Zentrum für Molekularbiologie der Pflanzen (17:00 Uhr / 18:00 Uhr, Auf der Morgenstelle 32)
    • Vortrag „Lügen, Fake-News, Propaganda“ mit Prof. Bernhard Pörksen (18:30 Uhr, Audimax)
    • Alumni-Lounge im Hörsaalzentrum Morgenstelle (16:00–20:00 Uhr, mit Anmeldung)

    Freitag, 1. Juli

    • 17:00 Uhr: Die Universität Tübingen verleiht den Preis für Wissenschaftskommunikation an Prof. Carla Cederbaum (Ernst von Sieglin-Hörsaal, Schloss Hohentübingen, Burgsteige 11)
    • 18:00 Uhr: Diskussion „Klimawandel – Vom Wissen zum Handeln: Wo liegen die Schwierigkeiten?“ und im Anschluss Konzert mit Dizzy Krisch im Trio
      Dass der Klimawandel existiert ist unbestritten, dass wir etwas unternehmen müssen, ebenfalls. Wie weit können wir gehen, damit alle mitziehen? Es diskutieren Prof. Reinhard Drews, Prof. Thomas Potthast und Prof. Kira Rehfeld, alle Universität Tübingen. (DAI, Karlstr. 3, mit Anmeldung)

    Weitere Programmpunkte am Freitag

    • 14:00–18:00 Uhr: Tag der offenen Tür im Leibniz-Institut für Wissensmedien (Schleichstraße 6)
      Das IWM erforscht bereits seit 2001, wie digitale Technologien dabei helfen, Wissen in unsere Köpfe zu befördern. An Demo und Mitmach-Stationen demonstriert es, wie das Klassenzimmer der Zukunft aussieht und wie wir mit künstlichen Intelligenzen im Team arbeiten.
    • 16:00 Uhr: Schulstunde mit der Bildungsforscherin: Wie die Schule der Zukunft aussehen könnte, skizziert IWM-Direktorin Prof. Ulrike Cress in einem Vortrag.
    • Offenes Museum MUT – freier Eintritt; Führung und Alumni-Lounge im Rittersaal (ab 14:00 Uhr, Schloss Hohentübingen, Burgsteige 11)
    • Workshop: Einführung in den Sensorjournalismus (ganztags, mit Anmeldung, KI-Makerspace, Wöhrdstr. 25)
    • Vorträge: Aktuelle Forschung aus der Biochemie (14:00 Uhr, IFIB, Auf der Morgenstelle 34); Tübingen – die Wiege der Biochemie (15:15 Uhr, IFIB, Auf der Morgenstelle 34); Cyanobakterien – Zukunft der Plastikindustrie? (15:00 Uhr, DAI, Karlstr. 3); Organisierte Kriminalität (16:00 Uhr, Fürstenzimmer, Schloss Hohentübingen, Burgsteige 11)
    • Film und Diskussion im Kino Arsenal: Wie viel Science steckt in der Fiction? (20:00 Uhr, mit Anmeldung, Kino Arsenal, Hintere Grabenstr. 20)

    Samstag, 2. Juli

    • 10:00–14:00 Uhr: Tag der offenen Tür auf dem Max-Planck-Campus Tübingen
      Die Tübinger Max-Planck-Institute, das Friedrich-Miescher-Laboratorium und Cyber Valley bieten Rundgänge, Ausstellungen und Mitmach-Angebote zu den Themen Genetik, Evolution, Hirnforschung und künstliche Intelligenz an. (Anmeldung für einzelne Veranstaltungen vor Ort erforderlich)
    • ab 20:30 Uhr: Science Notes – Thema Reisen (Parkplatz hinter dem Technischen Rathaus, Brunnenstr. 3, mit Anmeldung)
      An einem lauen Sommerabend begeben wir uns auf Reisen: Wir folgen einem Gletscherforscher auf eine Antarktisexpedition, wandern mit einer Journalistin über den Grund des Atlantiks, reisen mit einer Paläontologin in die Vergangenheit und begleiten mit ihr den frühen Menschen bei seinen ersten Schritten. Außerdem geht es um Jetlags, Fledermäuse und den Klang der Wissenschaft. Brandt Brauer Frick spielt live elektronische Musik.

    Weitere Programmpunkte am Samstag:

    • ab 10:00 Uhr: Kinderuni-Forschertag für Kinder zwischen 7 und 12 Jahren (mit Anmeldung)
    • 11:00–15:00 Uhr: Tag der offenen Tür im Universitätsarchiv (Bonatzbau, Wilhelmstr. 32)
  • Ethics in tech entrepreneurship

    Ethics in tech entrepreneurship

    Beim Aufbau eines Start-ups stehen Gründer:innen vor vielen Herausforderungen, wie dem Aufbau eines Teams, der Entwicklung eines Produkts und der Gewinnung von Kunden. Daher ist es nicht immer das vorrangige Ziel von Gründer:innen, sich ausführlich mit ethischen Fragen zu befassen. In der nächsten Ausgabe unserer Cyber Valley Entrepreneurship Series werden unsere Referent:innen erläutern, warum es sehr nützlich sein kann, beim Aufbau eines Unternehmens auch ethische Aspekte zu berücksichtigen. Unsere Expert:innen geben Einblicke in verschiedene Perspektiven der Ethik für KI-Start-ups und zeigen mögliche Vorteile auf.

    Wissenschaftler:innen, Gründer:innen, Studierende und alle, die sich für das Thema „Ethics in tech entrepreneurship“ interessieren, sind herzlich eingeladen, am Donnerstag, den 23. Juni, 14:00–15:30 Uhr MESZ dabei zu sein.

     

    Referent:innen

    Tillmann Lang
    Gründer & CEO, Inyova Impact Investing GmbH

    Michael Raschke
    CEO Blickshift GmbH

    Ulrich Hemel
    Direktor Weltethos-Institut in Tübingen

    Zhijing Jin
    MPI-IS, Abteilung Empirische Inferenz

    Rebecca C. Reisch
    Geschäftsführerin Cyber Valley

     

    Registrierung

    Bitte hier registrieren. Das Event findet via Zoom und in englischer Sprache statt.

     

    Kontakt

    Oliwia Gust, Cyber Valley Event Managerin
    Telefon: +49 7071 601 1554
    Mobil: +49 151 4075 6302 
    E-Mail: oliwia.gust@cyber-valley.de