User Group: Gesellschaft

  • Cyber Valley unterwegs

    Cyber Valley unterwegs

    Möchten Sie mehr über künstliche Intelligenz und Public Engagement lernen? Cyber Valley unterwegs ist ein kostenfreies und buchbares Workhop- und Vortragsangebot zu unterschiedlichen Aspekten künstlicher Intelligenz (KI) und intelligenter Systeme. Damit bieten unsere Cyber Valley Public- Engagement- Manager Antworten auf häufig gestellte Fragen für interessierte Bürger:innengruppen, Unternehmen und Forschende aus der Region Stuttgart/Tübingen.

    Auf dieser Seite finden Sie eine Übersicht unserer Themen und häufig gestellter Fragen zum Ablauf. Gemeinsam mit Ihnen besprechen wir, welches Thema, welches Format am besten zu Ihrer Gruppe passt und stimmen einen Termin ab. Schreiben Sie uns einfach eine E-Mail an public.engagement@cyber-valley.de.

    Themenangebot


    Workshop: Wer bestimmt, was künstliche Intelligenz können darf?
    Ein Überblick über aktuelle KI-Regulierungen

    Welche Sorgen haben Sie, wenn Sie an künstliche Intelligenz (KI) denken und was müsste eine KI erfüllen, damit Sie sich gut fühlen? Anhand dieser Fragen bieten wir einen Überblick über aktuelle KI-Regulierungsansätze, die ethischen Überlegungen dahinter und die relevanten Akteure. Wir erklären einfach verständlich, wie sich etwas so Vielfältiges wie KI politisch regulieren und normieren lässt und zeigen Beteiligungsmöglichkeiten für Bürger:innen und Unternehmen an diesem Prozess auf.

    Zielgruppe: Der Workshop eignet sich für Bürger:innen ohne KI-Vorwissen ebenso wie für Personen, die vertieft in die aktuelle Regulierung einsteigen möchten. 
    Dauer: variabel, mind. 45 Minuten, max. 2,5 Stunden


    Angebote in Planung ab Mitte 2022

    Diese Angebote werden aktuell noch konzipiert. Sprechen Sie uns bei Interesse an.


    (geplant) Die neue Form des Wissenschaftsdialogs: Public Engagement

    Als wachsende und neue Ausrichtung der Wissenschaftskommunikation möchte Public Engagement den Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft verbessern und die Öffentlichkeit interaktiv in die Forschung einbeziehen. Das Ziel: Ein konstruktiv-kritischer Dialog zwischen Gesellschaft und den Forschenden, um möglichst viele Perspektiven für eine ethische, sozial reflektierte und gesellschaftsorientierte Forschung einzubringen. Unsere Public-Engagement-Manager geben Einblick in die Cyber Valley Public-Engagement-Formate und ihre Erfahrungen. Außerdem stellen Sie das Projekt der Entwicklung eines Public-Engagement-Berufskodex vor.

    Zielgruppe: Forschende und Nachwuchswissenschaftler:innen, (Wissenschafts-)Journalist:innen sowie Personen aus der Wissenschaftskommunikation.



    (geplant) Was ist künstliche Intelligenz?

    Dieser Workshop erklärt einfach verständlich, was künstliche Intelligenz ist und an welchen Themen Wissenschaftler:innen in den Cyber Valley Forschungseinrichtungen aktuell forschen. Im Anschluss daran können Teilnehmende selbst einige öffentlich zugängliche KI-Systeme testen. Vorwissen ist nicht notwendig. 
    Weitere Informationen folgen in Kürze.



    (geplant) Künstliche Intelligenz in der Arbeitswelt

    Weitere Informationen folgen in Kürze.


    FAQs

    Wozu gibt es „Cyber Valley unterwegs“?
    Wir, die Cyber Valley Public Engagement Manager, möchten einen Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft zum Thema KI anregen. Uns erreichen dazu regelmäßig Themenwünsche und Nachfragen, die wir in „Cyber Valley unterwegs“ bündeln. Wir bieten unsere Expertise unkomplizert möglichst vielen Menschen an und haben dazu dieses Workshopangebot entwickelt.

    Wer leitet die Workshops und hält die Vorträge?
    Unsere Cyber Valley Public Engagement Manager Rebecca Beiter und Patrick Klügel.

    Was kostet es, einen Workshop oder Vortrag zu buchen?
    „Cyber Valley unterwegs“ ist kostenfrei. Einzig bei analog stattfinden Veranstaltungen bei Ihnen benötigen wir Materialien wie beispielsweise einen Workshopkoffer oder ein Flipchart.

    Wer kann Cyber Valley unterwegs buchen?
    Alle, die interessiert sind und im Idealfall bereits eine interessierte Gruppe vertreten, also beispielsweise Jugendgruppen oder studentische Gruppen, Vereine, Bildungswerke oder NGOs. Auch interessierte Unternehmen können auf uns zukommen.  Idealerweise sollten sich mehr als acht Personen für die Veranstaltung anmelden. Im Sinne der Überparteilichkeit können wir Workshops nicht für einzelne politische Parteien anbieten.

    Wie buche ich einen Workshop?
    Schreiben Sie uns in einer E-Mail an public.engagement@cyber-valley.de, welchen Themenwunsch Sie haben, für welche Zielgruppe er gedacht ist und wann der Workshop  stattfinden soll. Wir melden uns dann bei Ihnen.

    Was ist Public Engagement? 
    Public Engagement beschreibt neue Formen des Wissenschaftsdialogs. Cyber Valley, Europas größtes KI-Forschungskonsortium, möchte eine ethisch und sozial reflektierte KI-Forschung. Wenn Sie über neue Formate und Veranstaltungen zum Dialog über KI auf dem Laufenden bleiben möchten, melden Sie sich gerne zum Public-Engagement-Newsletter an: https://www.cyber-valley.de/de/newsletter 
    Weitere Informationen: https://www.cyber-valley.de/de/public-engagement

    Was ist Cyber Valley? 
    Cyber Valley ist Europas größtes Forschungskonsortium im Bereich der künstlichen Intelligenz mit Partnern aus Wissenschaft und Industrie. Das Land Baden-Württemberg, die Max-Planck-Gesellschaft mit dem Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme, die Universitäten Stuttgart und Tübingen sowie Amazon, BMW AG, Daimler AG, IAV GmbH, Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG, Robert Bosch GmbH und ZF Friedrichshafen AG sind die Gründungspartner dieser Initiative. Seit 2019 ist zudem die Fraunhofer-Gesellschaft Cyber Valley Partner. Unterstützt wird Cyber Valley zudem von der Christian Bürkert Stiftung, der Gips-Schüle-Stiftung, der Vector Stiftung und der Carl-Zeiss-Stiftung.


  • Wie lernt ein Roboter das Tasten?

    Wie lernt ein Roboter das Tasten?

    Wie kann ein Roboter fühlen? Er kann zwar keine Gefühle empfinden, aber er kann die Welt um ihn herum spüren. Wir Menschen sind von Natur aus ziemlich gut darin, Wärme, Berührung oder Druck auf unserer Haut zu fühlen. Bei einem Roboter ist das ein bisschen komplizierter. Unsere Cyber Valley Public Engagement Managerin Rebecca Beiter wollte wissen, wie ein Roboter einen Tastsinn bekommt. Für den Cyber Valley Podcast Direktdurchwahl hat sie mit der Expertin Katherine J. Kuchenbecker gesprochen. Kuchenbecker leitet die Abteilung Haptische Intelligenz am Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme in Stuttgart.

    Das Interview wurde für die schriftliche Version sprachlich überarbeitet und gekürzt. Die längere Version hören Sie im Cyber Valley Podcast Direktdurchwahl, Folge 6: Feel the robot. Das Interview ist auf Englisch. 

    I would like you to concentrate on your hands. What do you feel right now?

    Actually, my hands are a little bit cold because it’s winter. But beyond that, the sensations in my hands are most fascinating to me when I bring my hands into contact with objects in the world. Our hands are exquisitely sensitive to all kinds of different mechanical information and motions. Through our hands we accomplish just about everything we do in the world, whether it’s picking up a glass of water, typing on a keyboard, driving a car, or hugging a loved one. All that physical interaction with the world passes through our sense of touch.

    When talking about the sense of touch, about “haptics”, what exactly do we talk about?

    I usually divide haptics into two main categories. The first category is about what you feel with your skin. Skin has little cells, mechanoreceptors, pain receptors and more that measure and detect what’s happening, for example if the air is cooling or something is pressing, hurting, vibrating, or shifting back and forth. All those sensations are flowing through your peripheral nervous system up to your brain. And in the same way that all the little parts of an image are put together, your brain is making sense of this constant stream of different tactile sensations.

    The other half of haptics is more about motion: Where is your body in space? If you curl your hand around, say a spoon, you feel its smoothness, coldness and edges against your skin. But how are your fingers shaped around it? Knowing the pose of your hand helps you interpret what your skin feels. These two categories of touch work together to both give you control over your body to accomplish what you want and help you understand the things that you’re touching and doing in the world.

    If we build a robot with today’s technology, would its sense of touch be as good as that of a human?

    Definitely not. There are huge limitations. Most robots, whether it’s a robot in a factory or a robot helping in a hospital, have almost no sense of touch. They have cameras and can see the world around them, and maybe they have other sensors, a network connection, access to data. Often the robot knows about its own body pose, but it almost never has skin.

    That’s because it’s very expensive and difficult to fabricate artificial skin to make it both sensitive and robust. When things touch each other, they tend to get damaged, especially if they have little wires. And you do not only measure if something is touching you and where, but the vibrations, the transients, and the changes, like texture sliding over your skin. All of that happens really fast. So, we need a lot of measurements every second; it is not easy to fit that in the skin of a robot!

    But if the human skin is already better than anything we can build right now, why should we build it? 

    Humans can do many jobs, but some jobs are dangerous, for example a disaster rescue, with radiation, or tasks deep under the ocean. And perhaps a human can do a task 
    once, but if you’re going to do it thousands of times, this might be harmful and not the most stimulating or interesting job for humans. My father is a surgeon, and over his entire lifetime, his wrists and hands have started hurting because he’s done repetitive motions. Robots tend to be good at that. So where could we use a robot to help? And can we automate pieces of the workflow? But still, in my systems, a human is usually in control of what’s happening.

    When you’re at a party, how do you briefly explain to someone – who is not a scientist – what you are doing?

    Sometimes I give an example. Some people have seen in the press some of the projects we’ve done. For example, HuggieBot, a robot that can give good hugs to humans.

    Photo of HuggieBot; Max Planck Institute for Intelligent Systems

    Why should it do that?

    Creating an artificial system that simulates or replicates this interaction is highly beneficial. Hugs calm you down. They lower your stress, decrease your cortisol levels, and increase your oxytocin. During the pandemic we had to physically distance from our loved ones, but physical contact is a natural human need. By creating a hugging robot and adjusting how it behaves, we can test which factors are truly important. We varied how it physically reacted: We programed it to let go as soon as you let go, so it respects your wishes. We programed the robot also to proactively squeeze you gently. It was amazing to see how positively people responded then; they felt like the robot really cared about them.

    So, do we want robots to touch us as human-like as possible and or do we want a new way of interacting with machines, so we are not that much emotionally connected to something without feelings or emotions?

    Most of us have never hugged a robot before. This is the first robot of its kind, and I think you really have to try it to understand what it’s like. In our studies, people actually hug much longer, like 20 seconds, whereas a typical hug with a friend is only two or three seconds long. We compared that to hugging a human. Many people mentioned feeling guilty about the actress we had hired to hug them. They said that she might feel uncomfortable at how long they would want to hug. With a robot, you don’t have that. You don’t have to worry about how the robot feels.

    Haptic interaction is one way to interact with a robot. But you can also use speech, for example. Isn’t it easier to just make the robot react to what you’re saying it should do?

    It seems counterintuitive to humans because we’re all so good at tasks like chopping up a carrot. But it is actually much easier for a robot to hear you say “robot, please chop the carrot” versus actually physically chopping the carrot. First, you have a dangerous thing, a knife. And a carrot is a natural material that is different every time. We have not yet mastered haptic intelligence nearly to the level of understanding speech. A robot can also look at the world and better understand what it’s seeing compared to touching things or manipulating objects in the world.

    When I looked at your department’s research areas at the Max Planck Institute for Intelligent Systems and saw that one area was “understanding tactile contact”, I was actually a little bit surprised. I thought we already understand what touch is.

    Yes, we take our sense of touch for granted. Even think about how clumsy you become if your hand goes to sleep or if the dentist applies an anesthetic locally. You almost cannot talk or drink because you don’t have this feedback of how your body is moving, which is tightly connected to how you activate your muscles. I guess touch is an under-appreciated sense because we’re all so good at it through practice. Babies and children gain this experience through direct practice, and it takes years. I mean, I would not trust my four-year-old niece to chop a carrot.

    How would you describe your department “Haptic Intelligence”, at the intersection of robotics and machine learning?

    That’s close. We use machine learning in many aspects of our work, but I might say we’re at the intersection of robotics and human-computer interaction. We’re also trying to do curiosity-driven fundamental research to give some insights about how the human sense of touch works. 

    So where does the artificial intelligence come in?

    AI and machine learning are used for interpreting the signals. Let’s say I have a sensor on a robot, a fingertip sensor. There’s some transformation which is often nonlinear and complicated. That’s where the pattern recognition capabilities of machine learning really help. I chose the name of my department to be “Haptic Intelligence” because I believe that to create intelligent robot systems, we need not only the software side, but also improvements on the physical side.

    If someone wants to work in the field of tactile intelligence, what should they study?

    You should always follow your heart. Try a few things early in your career. If you know someone who’s a computer scientist, ask them what they do. I think I could have been very happy as a computer scientist or as an electrical or a biomedical engineer. All of my degrees are in mechanical engineering, but I took a lot of classes in these other disciplines. A professor at Stanford used to tell us that we should try to be shaped like the letter “T”: broad, but then specialized in one area. You need to be able to speak to the other experts in relevant areas, so you can really build complex systems that are not only mechanical, but also involve electronics and a computer program. To me, it’s very meaningful to create these integrated systems. It’s complicated, it’s tricky, but it’s also fascinating.

    Darstellung eines Roboterarms. Graphic: Cyber Valley / Beiter

  • Igniting the potential of AI

    Igniting the potential of AI

    Das virtuelle Event mit dem Titel „Igniting the potential of AI“ wird am 15. Dezember, 16:00–18:00 Uhr MEZ stattfinden. Zahlreiche renommierte Referent:innen geben Einblicke in Forschung und Innovation im Cyber Valley Ökosystem und beleuchten allgemein das Innovationspotenzial von KI.
     
    In diesem Event bringen wir spannende Eindrücke und Expert:innen aus Politik, Forschung, Start-up, Industrie und Investment zusammen. Eine detaillierte Agenda folgt in Kürze.

    Wir freuen uns darauf, viele von Ihnen bei unserem Jubiläumsevent zu begrüßen!

     

    Registrierung

    Bitte hier registrieren. Das Event findet via Zoom und in englischer Sprache statt.

     

    Sprecher:innen

    Grußwort von Winfried Kretschmann
    Ministerpräsident von Baden-Württemberg

    Grußwort von Theresia Bauer
    Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

    Michael Pfeiffer
    Global Head of AI Research, Bosch Center for Artificial Intelligence

    Michael J. Black
    Cyber Valley Sprecher und Direktor am Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme

    Setareh Maghsudi
    Juniorprofessorin, Universität Tübingen

    Alexander Brem
    Direktor, Institut für Entrepreneurship und Innovationsforschung
    Inhaber des Lehrstuhls für Entrepreneurship in Technologie und Digitalisierung, gefördert vom Daimler-Fonds im Stifterverband

    Serina Pinar
    Gründerin und Chief Strategy Officer, Cytolytics GmbH

    Jonas Andrulis
    Gründer und CEO, Aleph Alpha GmbH

    Uwe Horstmann
    General Partner und Co-Founder, Project A Ventures

     

    Kontakt

    Julia Schmaus – Innovation Manager
    E-Mail: julia.schmaus@cyber-valley.de
    Telefon: +49 7071 601 1546
    Mobil: +49 151 6452 0213

  • Mit KI die Welt verändern

    Mit KI die Welt verändern

    Aussprachefehler erkennen, intelligent Fotos aufnehmen, autonomes Fahren, Hass- und Hetzkommentare im Internet aufspüren oder einen Algorithmus zur Analyse des Brutverhaltens von Falken – am Freitag haben die diesjährigen Teilnehmenden des Bundeswettbewerbes Künstliche Intelligenz ihre Projekte in Tübingen vorgestellt. Das Gymnasium St. Augustin zu Grimma in Sachsen verteidigt seinen Titel als „KI-Schule des Jahres“.

    Am Freitag wurden die Projekte der Finalistinnen und Finalisten des Bundeswettbewerbes Künstliche Intelligenz (BWKI) in Tübingen vorgestellt. Die Preisverleihung am Abend wurde live auf YouTube übertragen. Zuvor hatte die hochkarätig besetzte Jury über die Gewinner des Wettbewerbes entschieden.

    Der Hauptgewinn des Wettbewerbes ging an drei 17-Jährige des Teams „buffalo“ aus Erfurt, das einen Algorithmus entwickelt hat, der die Aussprache analysiert und Sprachauffälligkeiten erkennt. Die KI kann zukünftig in logopädischen Behandlungen eingesetzt werden oder das Erlernen von Fremdsprachen unterstützen. Die Gewinner erhielten einen Geldpreis in Höhe von 1500 Euro.

    Der KI-Künstler Mario Klingemann verkündete die Gewinner des Nachwuchspreises. Das Team „SMAILE“ aus der Internatsschule Schloss Hansenberg in Geisenheim überzeugte mit ihrer KI, die es ermöglicht intelligent Fotos aufzunehmen und unästhetische, verwackelte oder unzufriedenstellende Aufnahmen vermeidet. Das Team erhält einen Geldpreis in Höhe von 500 Euro und Zugang zu einem Online-KI-Kurs.

    In der Sonderkategorie Umwelt und Nachhaltigkeit verkündete die Jurorin und Meeresbiologin Ute Wilhelmsen die Gewinnerin. Katharina Bade aus Magdeburg analysierte mit ihrem Projekt Siemensfalken das Brutverhalten von Turmfalken, die in den Gemäuern ihres Gymnasiums nisten. Die 17-Jährige darf sich über einen Geldpreis von 500 Euro und ein Praktikum an einem Deutschen Meeresforschungsinstitut freuen. Der Preis wurde von der Deutschen Allianz für Meeresforschung gestiftet.

    Der Juror und Moderator der BWKI-Preisverleihung, Philip Häusser, kürte den Sieger in der Sonderkategorie Hardware. Maximilian Kraeft aus Stollberg, Sachsen, entwickelte in seinem Projekt „tars“ einen autonomen Roboter, der die Fähigkeit besitzt, Hindernisse zu erkennen und in seinen Weg durch ein Labyrinth zu finden. Der 17-Jährige erhält einen Geldpreis in Höhe von 750 Euro.

    Am Freitagabend hatten die Zuschauenden der Livesendung die Möglichkeit, für ihre Favoriten, und somit über die Gewinnerinnen und Gewinner des Publikumspreises abzustimmen. Der diesjährige Publikumspreis ging an drei 17- bis 18-jährige Jugendliche aus Erfurt, die mit ihrer KI „hateflow“ Hass- und Hetzkommentare im Internet erkennen und ahnden. Der Preis war mit 500 Euro dotiert.

    Das Gymnasium St. Augustin zu Grimma, Sachsen, verteidigte seinen Titel als „KI Schule des Jahres“. Dank der überdurchschnittlichen Teilnahme der Schülerinnen und Schüler dieser Schule am Online-KI-Kurs, konnte der Preis erneut verliehen werden. Als Preis erhält das Gymnasium einen Klassensatz eines sensorischen Bionikbaukastens (bionics4education).

    „KI ist ein echter Game-Changer“

    Den Auftakt der BWKI-Abschlussveranstaltung hatte der Hackathon am 6. und 7. November 2021 gebildet. Gemeinsam mit dem Badischen Landesmuseum und in Kooperation mit der Initiative Hack & Söhne wurden Herausforderungen unter dem Motto „Schreib Code – Schreib Geschichte“ gestellt. Die Teilnehmenden wurden aufgefordert KI-Anwendungen zu entwickeln, die in Museen der Zukunft zur optimierten Wissensvermittlung eingesetzt werden. Das Gewinnerprojekt eines 16-jährigen Schülers erweckt mit Augmented Reality Museumsobjekte zum Leben. Die vier 17 bzw. 18 Jahre alten Schüler des Teams „Hyperion“ generierten auf der Grundlage von Museumsdaten neue Kunstwerke. Das siegreiche Team wird durch das Badische Landesmuseum in der Fortführung seiner Projektidee begleitet. Weiterhin wurden Buchpreise und die Teilnahme an unterschiedlichen Online-Kursen an weitere Teams vergeben.

    „Künstliche Intelligenz ist eines der wichtigsten und spannendsten Themen unserer Zeit, sie ist ein echter Game-Changer. Beim Bundeswettbewerb KI können Jugendliche und junge Erwachsene dieses wichtige Zukunftsthema aktiv mitgestalten“, erklärte Ministerin Theresia Bauer, Vorsitzende der Stiftungsverwaltung der Carl-Zeiss-Stiftung und Schirmherrin des Bundeswettbewerbes. „Kinder haben Neugier und Spaß an der Sache. Das macht sie zu idealen Forschern und das können sie im BWKI ausleben“, sagte Professor Bernhard Schölkopf, Direktor am Max-Planck-Institutes für Intelligente Systeme und einer der Initiatoren des Wettbewerbes. „Es ist einfach großartig und inspirierend, die Kreativität, das Können und die Ausdauer der Schülerinnen und Schüler bei diesem Wettbewerb zu sehen. Ich träume von einer Gesellschaft, in der wir uns noch viel mehr ermutigen, gute Ideen zu entwickeln und auszuprobieren“, ergänzte Professor Matthias Bethge, Co-Initiator des Wettbewerbes und Leiter des Tübingen AI Centers, BMBF-Kompetenzzentrum für Maschinelles Lernen.

    In der Jury des Wettbewerbes waren in diesem Jahr vertreten: Mario Klingemann (KI-Künstler), TheMorpheus (YouTuber und Informatiker), Andrea Kranzer (Businessangel), Dr. Philip Häusser (Physiker, Fernsehmoderator, Webvideoproduzent), Dr. Ute Wilhelmsen (Meeresbiologin), Prof. Dr. Veronika Eyring (Klimawissenschaftlerin DLR und Univ. Bremen), Christoph Röscher (Bosch Center of Artificial Intelligence), Dr. Nina Gaissert (Expertin für Bionik, Festo), Marlene Prautsch (Datascientist), Prof. Dr. Matthias Bethge, Dr. Wieland Brendel (Initiatoren des Wettbewerbes, Universität Tübingen), Prof. Dr. Bernhard Schölkopf (Initiator des Wettbewerbes, Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme).

    Mehr als 150 Schülerinnen und Schüler hatten 2021 ihre Projektideen beim Wettbewerb angemeldet. Im Finale stellten sich zehn Teams der Jury und dem Publikum vor. In einem kostenfreien Online-KI-Kurs des BWKI können die Grundlagen der KI erlernt werden. Bislang haben bereits mehr als 4.000 Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Interessierte die Angebote des BWKI wahrgenommen.

    Der Bundeswettbewerb Künstliche Intelligenz wird im kommenden Jahr erneut ausgeschrieben. Hauptförderer des Wettbewerbs ist die Carl-Zeiss-Stiftung. Der Wettbewerb wurde zudem von Bosch, Festo, paperspace, Google, Verlagshaus Droemer und Knaur unterstützt und in Kooperation mit Cyber Valley, der Hochschule der Medien und der Deutschen Allianz Meeresforschung durchgeführt.

    Über den Bundeswettbewerb Künstliche Intelligenz:

    Der BWKI motiviert Schülerinnen und Schüler mit den Werkzeugen der künstlichen Intelligenz ihre eigenen Ideen für eine bessere Welt von morgen umzusetzen. Der Bundeswettbewerb wurde 2018 am KI-Forschungsstandort Tübingen durch das Kompetenzzentrum für Maschinelles Lernen ins Leben gerufen und ermöglicht Jugendlichen, ihr Können aktiv im KI-Forschungsumfeld unter Beweis zu stellen. Weitere Informationen unter https://bw-ki.de und https://ki-kurs.org.

    Über die Carl-Zeiss-Stiftung:

    Die Carl-Zeiss-Stiftung hat sich zum Ziel gesetzt, Freiräume für wissenschaftliche Durchbrüche zu schaffen. Als Partner exzellenter Wissenschaft unterstützt sie sowohl Grundlagenforschung als auch anwendungsorientierte Forschung und Lehre in den MINT-Fachbereichen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik). 1889 von dem Physiker und Mathematiker Ernst Abbe gegründet, ist die Carl-Zeiss-Stiftung eine der ältesten und größten privaten wissenschaftsfördernden Stiftungen in Deutschland. Sie ist alleinige Eigentümerin der Carl Zeiss AG und SCHOTT AG. Ihre Projekte werden aus den Dividendenausschüttungen der beiden Stiftungsunternehmen finanziert.

  • „Direktdurchwahl“, Folge 5: KI und Ethik

    „Direktdurchwahl“, Folge 5: KI und Ethik

    Eine neue Folge des Cyber Valley Podcasts „Direktdurchwahl: Reden wir über KI“ ist online. Unsere Cyber Valley Public Engagement Manager Rebecca Beiter und Patrick Klügel gehen in der fünften Ausgabe der Frage nach, was künstliche Intelligenz (KI) können sollte – und in welchen Bereichen sie womöglich nicht eingesetzt werden sollte. Kann eine Maschine moralisch handeln? Was ist eine vertrauensvolle KI?

    Über ethische Fragen in Zusammenhang mit KI sprechen Beiter und Klügel mit Dr. Thilo Hagendorff, KI-Ethiker im Exzellenzcluster „Maschinelles Lernen – Neue Perspektiven für die Wissenschaft“ an der Universität Tübingen. Er plädiert für eine „ethische Atmosphäre“ an den Fakultäten, so dass Studierende verantwortungsbewusste Entwickler:innen von Technologie werden. Denn wer KI-Systeme entwickle, habe viel Macht. „KI-Systeme werden möglicherweise am Ende von Millionen oder sogar Milliarden von Menschen benutzt – eine große Verantwortung“, sagt Hagendorff im Interview. Eine gekürzte Fassung dieses Gesprächs ist zudem hier zum Nachlesen erschienen.

    Die Stimme aus der Gesellschaft kommt diesmal von Monika Heim, Betriebsrätin bei Festo SE & Co. KG in Esslingen. „Ich sehe den Einsatzbereich von KI da, wo sie die Arbeit nicht wegnimmt, sondern verbessert“, sagt Heim. Sie stellt im Interview ethische Fragen in den Mittelpunkt, die dort aufkommen, wo KI nicht nur assistiert, sondern menschliche Arbeit ersetzt.

    Die Podcast-Folge „KI und Ethik“ ist ab sofort auf allen gängigen Plattformen online. So ist „Direktdurchwahl“ auf Spotify, Deezer, Amazon Music/Audible sowie Google Podcasts verfügbar – und seit neuestem auch auf Apple Podcasts und YouTube. Darüber hinaus strahlt horads 88,6, das Campusradio für die Region Stuttgart/Ludwigsburg, den Podcast jeden zweiten Sonntag um 14:00 Uhr aus.

  • AI GameDev-Preisverleihung live auf YouTube

    AI GameDev-Preisverleihung live auf YouTube

    Die sieben Finalist:innen der AI GameDev als Europas erstem forschungsgetriebenen Wettbewerb zur Weiterentwicklung von Spieltechnologien für Forschende und Start-ups im Bereich der künstlichen Intelligenz (KI) stehen fest. Bei der Preisverleihung der AI GameDev am 2. Dezember 2021 haben die Nominierten die Möglichkeit, einen von drei begehrten Preisen mit nach Hause zu nehmen. Sie alle haben einen wissenschaftlichen oder unternehmerischen Hintergrund und kommen aus Städten in ganz Europa.

    Mit ihren Beiträgen für den Spielewettbewerb haben sie sich entweder für die Unterstützung bei der Entwicklung  oder für die Verbesserung der Interaktivität von Computerspielen eingesetzt. Die AI GameDev-Preisverleihung wird am 2. Dezember von 10:00 bis 12:00 Uhr live auf dem Cyber Valley YouTube-Kanal übertragen.

    Die Nominierten:

    • Automated Playtesting Algorithm
      Dr. Christian Guckelsberger, Fachbereich Informatik, Aalto Universität, Finnland; Game AI Research Group, Queen Mary University of London, Vereinigtes Königreich
    • Evija
      Michael Stettler, Werner Reichardt Zentrum für Integrative Neurowissenschaften, Universität Tübingen, Deutschland
    • GRAF
      Katja Schwarz, Autonomous Vision Group, Fakultät für Informatik, Universität Tübingen, Deutschland
    • Kinetix SAS
      Start-up aus Paris, Frankreich
    • Mlxar
      Start-up aus Wien, Österreich
    • NeurCG
      Victoria Fernandez Abrevaya und Partha Ghosh, Forschungsgruppe Perzeptive Systeme, Max-Planck-Instituts für Intelligente Systeme, Tübingen, Deutschland
    • Savitr
      Nitin Saini, Forschungsgruppe Perzeptive Systeme, Max-Planck-Instituts für Intelligente Systeme, Tübingen, Deutschland

    Für die AI GameDev hat sich Cyber Valley mit dem Spieleentwickler Square Enix und dem Risikokapitalgeber IT-Farm zusammengeschlossen und im August und September zur Einreichung von Bewerbungen aufgerufen. Cyber Valley Forschende sowie Vertreter:innen von Square-Enix und IT-Farm haben im Oktober anhand von Kriterien wie Nutzen, Wettbewerb und Fortschritt über die Teilnehmenden des Finalwettbewerbs entschieden.

    Die sieben Finalist:innen wurden kürzlich darüber informiert, dass ihre Bewerbungen erfolgreich waren. Sie bereiten sich nun auf die Preisverleihung vor. Ihre innovativen Ideen werden in kurzen Videofilmen portraitiert, die dann bei der Award Show im Livestream erstmals öffentlich gezeigt werden. Im Anschluss daran stellen sich die Nominierten den Fragen der hochkarätig besetzten Jury der AI GameDev. Der Jury gehören an: Remi Driancourt (GM & Director of Research, Square Enix), Hasegawa Isamu (Senior Manager, Square Enix), Shinya Kasuga (Partner, IT-Farm), Oliver Passek (Referent für Film und Medien, Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst in Baden-Württemberg), Johanna Pirker (Assistant Professor, Graz University of Technology), Michael Sedlmair (Professor, Universität Stuttgart) und Miyake Youichiro (Lead AI Researcher, Square Enix).

    Es gibt insgesamt drei Preise zu gewinnen: den Hauptpreis, den Wissenschaftspreis und den Publikumspreis. Der Hauptpreis wird von Square Enix für die innovativste KI-Lösung gestiftet und beinhaltet einen Besuch in Tokio, Japan, wo die Gewinner:innen eine mögliche Zusammenarbeit mit Square Enix zur praktischen Nutzung ihrer Technologie in der Produktion erörtern können. Der Wissenschaftspreis wird von Cyber Valley für die vielversprechendste wissenschaftliche Leistung gestiftet und besteht aus einer exklusiven Cyber Valley-Tour sowie einem Treffen mit führenden KI-Forschenden, einschließlich eines Besuchs des Max-Planck-Instituts für Intelligente Systeme in Stuttgart und Tübingen. Der dritte Preis ist der von IT-Farm gestiftete Publikumspreis. Die Gewinner:innen dieses Preises werden vom Publikum ausgewählt und erhalten ein exklusives Business- oder Fundraising-Mentoring von IT-Farm zu Themen wie Fundraising-Beratung, Schulung in Sachen Verkaufsargumentation oder Entwicklung eines Businessplans.

    Die Preisverleihung der AI GameDev fällt auch in den Monat des fünfjährigen Jubiläums von Cyber Valley und stellt somit einen besonderen Anlass dar. Cyber Valley als Hotspot für KI ist in den vergangenen Jahren in den Bereichen Forschung und Innovation erfolgreich gewachsen: Es wurden Professuren innerhalb des Ökosystems geschaffen, Cyber Valley-Forschungsgruppen gegründet und ein Start-up- sowie ein Investoren-Netzwerk aufgebaut.