User Group: Gesellschaft

  • HR and Talents

    HR and Talents

    Wissenschaftler:innen, Gründer:innen, Studierende und alle, die sich für dieses Thema interessieren, sind am Donnerstag, 17. Juni, von 14:00 bis 15:30 Uhr herzlich eingeladen!

    Speakers

    Sophie Bieber

    Talent Attraction Experience Manager, SAP

    Nadine Roth

    Head of Talent, MARKT-PILOT

    Naureen Mahmood

    CEO, Meshcapade

    Registrierung

    Bitte hier registrieren. Das Meeting findet via Zoom und in englischer Sprache statt.

    Kontakt

    Oliwia Gust – Cyber Valley Event Manager
    Telefon: +49 7071 601 1554
    Mobil: +49 151 4075 6302 
    E-Mail: oliwia.gust@cyber-valley.de

     

  • „Ich sehe mich als Moderator, der den Dialog organisiert“

    „Ich sehe mich als Moderator, der den Dialog organisiert“

    Im März startete das Cyber Valley Public Engagement-Programm mit mehreren Aktivitäten. Das Ziel: mehr Zugänglichkeit und Austausch zwischen Gesellschaft und KI-Forschenden. Public Engagement Manager Patrick Klügel über die Aufgabe, diesen Dialog zu moderieren.

    Worum geht es beim Thema Public Engagement? Was ist das eigentlich?
    „Public Engagement bedeutet so viel wie: Einbeziehung der Öffentlichkeit. Der Begriff ist hauptsächlich in den USA und Großbritannien populär, wo seit vielen Jahren Public-Engagement-Aktivitäten von Universitäten und anderen Forschungseinrichtungen professionalisiert und auch stark gefördert werden. Die Grundidee ist hierbei, dass Engagement stets ein interaktiver Prozess in zwei Richtungen ist: Es geht um Sprechen und Zuhören gleichermaßen. Das klingt erstmal banal, ist aber nicht selbstverständlich. Es sollen aber beide Seiten – Öffentlichkeit und Wissenschaft – von diesem Austausch profitieren. Letztlich geht es beim Cyber Valley Public Engagement darum, Dialogräume zu Themen rund um das Forschungsfeld künstliche Intelligenz zu öffnen. Wir greifen Fragen und Wissensbedarfe aus allen Teilen der Gesellschaft auf und bemühen uns um einen konstruktiv-kritischen, sachlichen Diskurs mit den Forschenden.“

    Bedeutet das, Public Engagement ist letztlich nur eine etwas anders anlegte Form der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit?
    „Nein, das ist nicht so. Bei Public Engagement wird zwar logischerweise auch viel kommuniziert. Aber hier steht das Gespräch der Menschen miteinander im Vordergrund. Dabei möchten wir insbesondere einer Vielfalt an Perspektiven einen Raum geben – und im Idealfall dafür sorgen, dass im Austausch etwas Neues entstehen kann. Das heißt auch, dass wir uns hier auf einen Prozess einlassen, in dem wir Wege und Formate entwickeln, die eben angesprochene Interaktion ermöglichen – ergebnisoffen. Ich sehe mich hierbei eher als Moderator, der diesen Dialog organisiert und begleitet, so dass er für Wissenschaft wie auch Gesellschaft gewinnbringend verläuft. Das ist etwas grundlegend anderes als klassische PR-Arbeit.“

    Warum ist Public Engagement für Cyber Valley so wichtig?
    „Zunächst einmal eine grundsätzliche Anmerkung: Das Verhältnis von Öffentlichkeit und Wissenschaft ist strukturell asymmetrisch. In den vergangenen Jahren ist aber immer deutlicher geworden, wie sehr beide Seiten aufeinander angewiesen sind. Public Engagement kann hier einen positiven Beitrag leisten, zum Beispiel wenn unsere Maßnahmen dazu führen sollten, dass Argumente und Positionen auf beiden Seiten im Austausch fundierter erörtert werden.
    Konkret auf Cyber Valley und das Thema KI bezogen: Künstliche Intelligenz ist ein sehr weites Feld, unter dem sich viele Menschen zum Teil ganz unterschiedliche Dinge vorstellen. Manche dieser Vorstellungen und Erwartungen, darunter auch Ängste oder Ablehnung, sind begründet und nachvollziehbar. Andere Assoziationen erinnern eher an Hollywood-Filme oder mitunter übertriebene Darstellungen technischer Möglichkeiten von Tech-Companies. Und viele Menschen wissen eigentlich gar nicht, was sie sich unter KI konkret vorstellen sollen – auch das habe ich in meiner Arbeit in den vergangenen Monaten immer wieder bemerkt.
    Was den Forschungsverbund Cyber Valley betrifft kommt noch hinzu, dass hier ganz unterschiedliche Akteure in bestimmten, klar definierten Bereichen miteinander kooperieren. Das möchten wir noch besser erklären. Viel wichtiger aber ist: Machine Learning, Computer Vision und Robotics, was allgemein als künstliche Intelligenz zusammengefasst wird, sind Technologien, die unsere Gesellschaft verändern können. Deshalb brauchen wir auch eine gesellschaftliche Debatte dazu, die nicht nur akademisch ist – aber die auf der Basis guter Informationen geführt wird. Diesem Anspruch möchten wir auch mit unseren Public-Engagement-Formaten gerecht werden.“

    Aus Ihrer Sicht als Public Engagement Manager beschrieben: Was ist Cyber Valley? Welche Ziele werden mit Cyber Valley verfolgt?
    „Cyber Valley ist im Kern ein Forschungsverbund, in dem KI-Wissenschaftlerinnen und -Wissenschaftler der Universität Stuttgart, der Universität Tübingen und des Max-Planck-Instituts für Intelligente Systeme freie Grundlagenforschung betreiben. Dazu kommen weitere Forschungspartner wie die Fraunhofer-Gesellschaft und sieben Partner aus der Industrie. Bei Cyber Valley geht es neben der Förderung von Forschung aber auch explizit um die Ausbildung von KI-Fachkräften. In einer Max-Planck-Forschungsschule werden beispielsweise hunderte Nachwuchswissenschaftler/innen bis zur Promotion begleitet.
    Des weiteren gehört die Förderung einer Kultur des Unternehmertums und der Innovation dazu. Sprich, der Beitrag für die Wirtschaft soll sich nicht nur in der Ausbildung von Fachkräften bemessen, sondern auch in der Sicherung oder sogar Schaffung neuer Arbeitsplätze. Dafür gibt es mehrere Wege. Noch selten ist die Gründung von Start-ups durch Forschende. Solche Ausgründungen können kommerzielle Zwecke verfolgen oder ohne Gewinnabsicht agieren. Viel häufiger passiert es, dass die exzellent ausgebildeten Nachwuchskräfte nicht an den Forschungseinrichtungen bleiben, sondern in Industrieunternehmen wechseln. Ich persönlich finde es besonders spannend, dass Cyber Valley außerdem das Ziel verfolgt, den gesellschaftlichen Diskurs zum Thema KI voranzubringen.“

    Stichwort Ökosystem: Dieser Begriff fällt im Zusammenhang mit Cyber Valley recht häufig. Wie ist er zu verstehen?
    „Es gibt inzwischen einfach sehr viele Initiativen, Einrichtungen und Netzwerke, die im direkten Umfeld des Forschungsverbunds Cyber Valley im engeren Sinne existieren. Da ist beispielsweise das an der Universität Tübingen angesiedelte und vom Bund geförderte KI-Kompetenzzentrum oder das Exzellenzcluster für Maschinelles Lernen in der Wissenschaft. Dann ist da ein Masterstudiengang für maschinelles Lernen an der Uni Tübingen, das europäische Forschungsnetzwerk ELLIS oder auch das gemeinsam mit Fraunhofer betriebene KI-Fortschrittszentrum Lernende Systeme. Darüber hinaus sind die eben angesprochenen Ausgründungen durch das Cyber Valley Start-up Network miteinander verbunden. Dieses gesamte, bisweilen unübersichtliche KI-Umfeld in Stuttgart und Tübingen ist gemeint, wenn vom Cyber Valley Ökosystem die Rede ist. Es ist eben ein sich entwickelndes Projekt: etwas Lebendiges, in dem sich ganz unterschiedliche Akteure mit unterschiedlichen Rollen gegenseitig bereichern.“

    Welche Rolle spielen ethische Überlegungen bei der KI-Forschung?
    „Eine wichtige, insbesondere in der öffentlich finanzierten Wissenschaft! Es gibt die so genannte Dual-Use-Problematik. Vereinfacht gesagt: Jedes Werkzeug, jede Technologie, jede Erfindung kann grundsätzlich für zivile, aber auch für nicht-zivile Zwecke verwendet werden. Das betrifft auch das Forschungsfeld der künstlichen Intelligenz. Aus diesem Grund wird beispielsweise die Vergabe von Forschungsgeldern hier ganz besonders beobachtet. Weil aber die Freiheit und Unabhängigkeit von der Forschung in Artikel 5 des Grundgesetzes gesichert ist, stellt Dual-Use eine Herausforderung dar, die nicht so einfach zu meistern ist.
    Im Falle des durch die Industriepartner finanzierten Cyber Valley Research Fund schaut sich ein öffentlicher Beirat mit unabhängigen Ethik-Experten und Vertretern der Zivilgesellschaft, das Public Advisory Board, die Forschungsanträge genau an. Dieser Beirat prüft, ob ein Forschungsprojekt in ethischer Hinsicht womöglich Probleme aufwirft, die gefährliche Folgen für die Gesellschaft haben könnten. Dass ein divers besetzter Beirat das so macht, ist neu und bislang einzigartig im Bereich der öffentlichen KI-Forschung.
    Obwohl KI-Forschende mit Ihrer Forschung grundsätzlich zum Wohl für die Gesellschaft beitragen wollen und sollen, sehen sie bestimmte Gefahren manchmal selbst nicht. Darauf müssen sie aufmerksam gemacht, dafür müssen sie ausgebildet werden – und dafür kann auch der Dialog mit der Gesellschaft sensibilisieren. Das Interesse daran ist unter Cyber Valley Forschenden groß – und deshalb ist es wichtig, dass sich Menschen mit ganz unterschiedlichen Hintergründen in unseren Projekten engagieren.“

  • An die Tasten, fertig, los!

    An die Tasten, fertig, los!

    In diesem Jahr können erneut Schülerinnen und Schüler ihr Können unter Beweis stellen und mit den Werkzeugen der künstlichen Intelligenz ihre Ideen umsetzen. Der Bundeswettbewerb KI (BWKI) öffnet zum dritten Mal seine Pforten und lädt Schüler:innen weiterführender Schulen ein, sich mit dem Thema künstliche Intelligenz auseinanderzusetzen.

    KI lernen und verstehen!

    Das Team rund um den Bundeswettbewerb KI hat in den vergangenen Monaten am KI-Online Kurs gefeilt und geschliffen: neuer Look, neue Inhalte und neue Möglichkeiten das Mysterium KI zu verstehen. Wie baue ich eine KI?, Woher kommt KI? und Wie gehe ich mit KI um? sind die zentralen Fragen, die im Online Kurs, im Unterricht, der AG oder in der Freizeit, bearbeitet werden können. Brandneu: ein ehemaliges BWKI Finalisten-Projekt wurde als Tutorial aufgearbeitet und bietet dem Nutzer die Möglichkeit ein KI-basiertes Recycling tool zu entwickeln. Am besten einfach mal reinschauen: www.ki-kurs.org

    KI Schule des Jahres.

    Auch in diesem Jahr ist das Rennen um die KI Schule des Jahres eröffnet. Die Schule, welche mit den meisten Schüler*innen aktiv am Online KI-Kurs (www.ki-kurs.org) teilnimmt, wird im November bei der Abschlussveranstaltung des Wettbewerbes mit dem Titel ausgezeichnet.

    Teamwork rocks!

    Schüler:innen weiterführender Schulen haben zusätzlich die Möglichkeit, allein oder im Team, ihr eigenes KI-Projekt zu bearbeiten und beim Wettbewerb einzureichen. Egal ob ein KI-basierter Lösungsansatz für ein Alltagsproblem oder ein Algorithmus zur Überwachung von ökologischen Phänomenen entwickelt wird – den Ideen für ein Projekt sind keine Grenzen gesetzt. Alle Information rund um den Wettbewerb sind unter www.bw-ki.de zu finden.

    Poster auf Bestellung.

    In diesem Jahr verzichtet der BWKI aus Nachhaltigkeitsgründen auf flächendeckende Printwerbung. Werbematerialien (Poster und Postkarten) werden ausschließlich auf Anfrage (info@bw-ki.de) versendet.

    Nichts verpassen.

    Auf den Social-Media-Kanälen (Instagram, Twitter und Facebook) wird man neben den wichtigen Eckdaten des Wettbewerbes, auch über hot topics und fun facts aus dem Bereich KI informiert.

    Kontakt

    Dr. Caroline Schmidt

    Bundeswettbewerb Künstliche Intelligenz

    Tel: +49 7071 29 70880

    info@bw-ki.de

  • Cyber Valley startet Dialogformate zum Thema KI und Gesellschaft

    Cyber Valley startet Dialogformate zum Thema KI und Gesellschaft

    Cyber Valley’s public engagement efforts will complement the consortium‘s communications and the work of the Public Advisory Board (PAB). The PAB was launched in 2019 as a public, independent advisory body that evaluates research projects for their ethical and societal implications. “With its public engagement activities, Cyber Valley is creating new opportunities for dialog between science and society on topics related to AI research, especially in the Stuttgart-Tübingen region. The aim is to promote an open conversation with a variety of formats that engage scientists and the public to better understand the opportunities, realities, and fears associated with AI,” said Michael Black, director of the Perceiving Systems Department at the Max Planck Institute for Intelligent Systems and Cyber Valley speaker.

    “In Tübingen and Stuttgart, the conditions for initiating a process of critical reflection on the ethical and social implications of AI research couldn’t be better,” said Patrick Klügel, Cyber Valley Public Engagement Manager at the University of Tübingen. “We want to take advantage of this starting point to have an accessible and transparent conversation about the future with AI. We want to move the dialog beyond academia because we need the perspectives and commitment of a broad range of social actors. Cyber Valley is now creating a new hub for this. With our public engagement formats, we want to provide opportunities for constructive critical conversations between the public and researchers. I look forward to this exchange.”

    The first step will include the launch of AI Office Hours with Cyber Valley researchers, which are open to everyone, a podcast, and a journalist-in-residence program. Cyber Valley has launched corresponding calls for participation on its Instagram channel. Additional public engagement activities will follow throughout the year.


    Initial public engagement activities at a glance:

    Cyber Valley on the Road – You’re the expert!

    Members of the general public invite Cyber Valley researchers over for a chat. Over a cup of tea or coffee, the scientist interviews their hosts on any AI-related topic. In this case, the hosts are the experts, either as a result of their professional background or a special perspective on the topic of AI.

    Interested parties can introduce themselves and invite a scientist for an interview by sending an e-mail to public.engagement@cyber-valley.de. The interviews can be held in different languages. Please note, however, that only virtual meetings are currently possible because of the COVID-19 pandemic.

    Cyber Valley AI Office Hours

    From now on, citizens will have the opportunity to meet Cyber Valley researchers once a month and ask questions about AI at the AI Office Hours. Scientists from various disciplines will provide insights into the state of research and potential areas of application. The AI Office Hours are a good way to get first-hand information.

    On March 22, Professor Jakob Macke (University of Tübingen) and Professor Maria Wirzberger (University of Stuttgart) will answer questions from the public from 6:00 p.m. to 7:30 p.m. To register, please go to: www.cyber-valley.de/ki-sprechstunde.

    “Direktdurchwahl”: Straight-talk about AI. The Cyber Valley Podcast (German)

    This new podcast is all about straight-talk: people from the Stuttgart-Tübingen region are invited to say what they think of AI and confront Cyber Valley researchers with their perspectives. Then, interview guests from the scientific community talk about real challenges in AI research rather than presenting unrealistic visions of the future. What can AI do? What are currently the greatest opportunities and risks in research and development?

    “Direktdurchwahl” is available free of charge on www.cyber-valley.de/podcast and many major podcast platforms.

    “AI and Journalism” Journalist-in-Residence Program

    During a three- to six-month residency, a science journalist will focus on how AI applications can be used meaningfully for good journalism. The selected journalist is free to choose their topic and question. The pilot program will kick off on April 1 with Christina Elmer, deputy head of development at the weekly news magazine “Der Spiegel”.

    Christina Elmer will present her work and research question on April 21 at a public lecture. At a later date, she will also unveil the results of her three-month residency.

    About Cyber Valley Public Engagement:

    Cyber Valley Public Engagement activities create spaces for dialog on topics related to research in the field of artificial intelligence (AI). The aim is to address the specific questions and concerns of all parts of society and to engage in a process of critical reflection and discourse with the research community. In other words, Cyber Valley sees public engagement as an active exchange with the public. This particular approach to science communication is already widespread in the US and UK, where universities and other research institutions have had professional, well established public engagement formats for many years. The basic idea is that engagement is always an interactive process that involves speaking and listening in equal measure.

  • Teilnehmende für COVID-19 Studie gesucht

    Teilnehmende für COVID-19 Studie gesucht

    Von symptomlos bis schwer erkrankt – COVID-19 Erkrankungen nehmen sehr unterschiedliche Verläufe. Alter und Vorerkrankungen gehören zu den bekannten Risikofaktoren, doch warum manche Personen schwer erkranken und andere noch nicht einmal merken, dass sie mit dem Virus infiziert sind, darüber ist nach wie vor wenig bekannt.

    Grundlagenforschende des Max-Planck-Instituts für Intelligente Systeme (MPI-IS) in Tübingen starten zusammen mit Medizinern des Universitätsklinikums Tübingen und unterstützt durch die Gesundheitsämter der Landkreise Reutlingen, Tübingen und des Zollernalbkreises eine Studie mit dem Titel „Früherkennung einer klinischen Verschlechterung einer SARS-CoV-2 Infektion mithilfe von Maschinellem Lernen“. Dafür suchen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler möglichst viele Patienten, bei denen SARS-CoV-2 neu nachgewiesen wurde. Ziel ist es herausfinden, welche Vitalparameter (z.B. Blutdruck, Puls) und Beschwerden und vor allem in welcher Kombination auf einen schweren Krankheitsverlauf hindeuten.

    Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler nutzen die Angaben der Patienten, um durch statistische Methoden Muster in diesen Daten zu erkennen. Auch als Maschinelles Lernen bekannt, ist diese Forschungsrichtung ein Teilgebiet der Künstlichen Intelligenz (KI). Maschinelles Lernen ermöglicht, Zusammenhänge in großen, komplexen Datenmengen zu erkennen, was Menschen aufgrund der großen Anzahl an Daten unmöglich ist. Genau diese Fähigkeit soll für die Vorhersage des Krankheitsverlaufes einer COVID-19 Erkrankung genutzt werden. Das Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme ist weltweit führend auf diesem Forschungsgebiet.

    „Obwohl wir nach über einem Jahr Pandemie bereits viele Erkenntnisse über das Virus gewonnen haben, so ist es immer noch schwierig, den Krankheitsverlauf einer COVID-19 Erkrankung vorherzusagen. Umso wichtiger ist die Studie, damit in Zukunft Risikopatienten früher identifiziert werden können“, so Privatdozent Dr. Jürgen Hetzel, Pneumologe in der Abteilung Medizinische Onkologie und Pneumologie am Universitätsklinikum Tübingen und klinischer Studienleiter.

    „Vorhersagen treffen zu können aufgrund statistischer Modelle, welche Personen möglicherweise schwer erkranken werden, könnte Ärztinnen und Ärzten helfen, diese Menschen früher medizinisch zu versorgen und ihre Behandlung individueller zu gestalten. Gleichzeitig könnten die Erkenntnisse dazu dienen, die im Gesundheitswesen vorhandenen Ressourcen gezielter einzusetzen, um das Risiko für Engpässe zu verringern“, sagt der Initiator der Studie, Prof. Dr. Bernhard Schölkopf, Direktor der Abteilung für Empirische Inferenz am MPI-IS.

    Die Kreisgesundheitsämter Reutlingen und Tübingen sowie weitere Gesundheitsämter in Baden-Württemberg sind in das Projekt eng eingebunden und unterstützen bei der Suche nach Studienteilnehmenden. Hierbei werden die Gesundheitsämter auf SARS-CoV-2 positiv getestete Personen über die Studie informieren. Interessierte Personen mit neu nachgewiesener Infektion können sich unmittelbar mit der Studienzentrale am Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme in Verbindung setzen, um an der Studie teilzunehmen (Kontaktdaten siehe unten).

    „Wir sind froh, bei solch einer wegweisenden Studie die Forschenden zu unterstützen und gemeinsam mit weiteren Gesundheitsämtern einen zusätzlichen Beitrag zur langfristigen Eindämmung der Pandemie zu leisten”, so Dr. Gottfried Roller, ehemaliger Leiter des Gesundheitsamtes Reutlingen und derzeit Leiter des Landesgesundheitsamtes Baden-Württemberg.

    Neben bestehenden Vorerkrankungen dokumentieren die Studienteilnehmer und -teilnehmerinnen täglich ihre Beschwerden während der COVID-19 Erkrankung. Zudem messen die Personen zweimal täglich ihren Blutdruck, Puls und die Sauerstoffsättigung im Blut. Hierzu werden ihnen ein Blutdruckmessgerät und ein Pulsoxymeter von der Studienzentrale kostenlos zur Verfügung gestellt. Die erhobenen Daten werden dann in der Studienzentrale pseudonymisiert gesammelt und analysiert.

    Die Studienzentrale können Patientinnen und Patienten per E-Mail erreichen covid19-studie@tuebingen.mpg.de oder telefonisch unter 07071 601-535 (Mo-Fr zwischen 9-12 Uhr und 14-16 Uhr).
    Alle Informationen finden Interessierte zudem auf dieser Webseite: https://ei.is.mpg.de/covid-19-studie


    Nach der Anmeldung erhalten Teilnehmende weitere Informationen. Die Messgeräte und Dokumentationsbögen sowie eine ausführliche Patienteninformation werden per Post zugesandt.


    Pressekontakte:

    Linda Behringer        
    Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
    Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme
    +49 151 2300 1111
    linda.behringer@is.mpg.de
    www.is.mpg.de


    Steven Pohl
    Stabsstelle Kommunikation und Medien
    Universitätsklinikum Tübingen
    Hoppe-Seyler-Straße 3
    72076 Tübingen
    +49 7071 29 88494
    steven.patrick.pohl@med.uni-tuebingen.de
    https://www.medizin.uni-tuebingen.de

  • PR Basics & Good Practices

    PR Basics & Good Practices

    Speakers

    At this event, exciting speakers from our ecosystem will share their knowledge and experiences:

    Lennart Schmid

    Communications Manager, Cyber Valley | Communication Basics for Tech-Start-ups & working together with external service provider

    Linda Behringer

    Communications Manager, Cyber Valley | Working together with Press and Media

    Simone Betz

    Marketing Manager, Computomics GmbH | Tech-Start-up communication insights

     

    Registration

    Please register here, the meeting will be held in English on Zoom.

     

    Contact

    Oliwia Gust –  Event Manager for Cyber Valley
    Phone: +49 7071 601 1554
    Mobile: +49 151 4075 6302 
    Mail: oliwia.gust@cyber-valley.de