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  • Amazon gründet Lablet zur Forschung an Künstlicher Intelligenz in Tübingen

    Amazon gründet Lablet zur Forschung an Künstlicher Intelligenz in Tübingen

    Tübingen – Amazon hat die Gründung eines Lablets in Tübingen angekündigt. Diese neue Art einer Forschungsabteilung widmet sich der offenen Forschung in der Künstlichen Intelligenz (KI) und ihren Anwendungen, um an den langfristigen Fragestellungen im Bereich KI zu forschen. Ab Dezember 2019 arbeiten Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen verschiedener Fachrichtungen, darunter Informatik, Softwareentwicklung und Mathematik, an der KI Grundlagenforschung. Ihr besonderes Interesse gilt dabei der Erklärbarkeit, der Kausalität und der Erforschung von KI, die ihre Umgebung erfasst. Um den wissenschaftlichen Fortschritt und die Reproduzierbarkeit zu fördern, wird das Lablet-Team seine Forschungsergebnisse publizieren und in Form von Open-Source-Code oder als Datensatz bereitstellen.

    „Mit der Gründung des Lablets setzen wir auf einen Paradigmenwechsel. Anstatt darauf zu zielen, Produkte und Anwendungen schrittweise zu verbessern, ist die Forschung im Lablet neugiergetrieben. Die Freiheit der Forschung und vor allem die Freiheit zu wählen, was wissenschaftlich untersucht werden soll, sind nur die ersten beiden Schritte zu einer unvoreingenommenen, fairen und offenen KI,“ sagte Bernhard Schölkopf, Schirmherr des Tübinger Lablets und Direktor am Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme. „Ein weiterer wichtiger Schritt ist der konstante Austausch mit Wissenschaft, Politik und Gesellschaft. Wir sind davon überzeugt, dass KI der Allgemeinheit dienen muss. Um das zu erreichen, müssen wir Vertrauen in KI schaffen, und das können wir nur erreichen, wenn wir KI so transparent und verständlich wie möglich machen.“ Amazon plant, weitere Lablets einzurichten, um weltweit KI-Grundlagenforschung zu betreiben.

    Schwerpunkt auf Austausch mit Wissenschaft und Stadtöffentlichkeit

    Die KI-Forschung im Tübinger Lablet wird sich auf folgende Bereiche konzentrieren: Kausalität und Erklärbarkeit,  Fairness, Datenschutz, Robustheit, Reinforcement Learning sowie Bildverarbeitung. Die Wahl des Standorts spiegelt diesen inhaltlichen Fokus wider. Als weltweit renommierter Forschungsstandort in Deutschland zeichnen sich Tübingen und die lokale Cyber-Valley-Initiative durch eine lebhafte und intensive Diskussionskultur aus. Amazon nutzt dieses Potenzial, um sowohl die wissenschaftliche Gemeinschaft als auch die Öffentlichkeit an der Forschung des Lablets teilhaben zu lassen. Das Forschungszentrum begrüßt einen offenen Dialog und lebhafte Diskussionen mit Vertretern aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft, beispielsweise in öffentlichen Veranstaltungen.

    „Amazon stellt langfristige Ergebnisse über den kurzfristigen Nutzen, was genau das ist, was wir für neugiergetriebene, langfristige Forschung benötigen,“ sagte Yasser Jadidi, operativer Leiter des Amazon Lablets in Tübingen. „Mit einer Mischung aus angewandten Wissenschaftlern, Softwareentwicklern, Doktoranden, Praktikanten und Amazon Scholars wollen wir die KI verstehen und die KI ihr Umfeld verstehen lassen. Unser Ziel ist es, den Menschen zu befähigen, datenbasierte Entscheidungen zu hinterfragen, zu erklären und kausale Erklärungen für das Verhalten eines Algorithmus zu liefern.“ Im Rahmen des lokalen Engagements in Tübingen arbeitet Amazon eng mit dem Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme und der Universität Tübingen zusammen. Im Lablet steht diese Zusammenarbeit auch Wissenschaftlern anderer Institutionen offen.

    Neues Gebäude für die Forschung von Amazon

    2017 hatte Amazon angekündigt, ein Forschungszentrum in Tübingen zu eröffnen und innerhalb von fünf Jahren 100 hochqualifizierte Mitarbeiter einzustellen. Das Unternehmen trat außerdem der Cyber Valley-Initiative bei, die die Forschungsaktivitäten von internationalen Key-Playern aus Wissenschaft und Industrie auf dem Gebiet der bündelt. Der Standort in Tübingen ist nach Berlin, Dresden und Aachen das vierte Forschungs- und Entwicklungszentrum von Amazon in Deutschland. Das neue Lablet wird Teil dieses Forschungszentrums von Amazon in Tübingen.

    Mitte November genehmigte der Gemeinderat der Stadt Tübingen den Verkauf eines Grundstücks nahe des Max-Planck-Instituts für Intelligente Systeme an einen Projektentwickler, der darauf bis 2021 ein Gebäude errichten wird. Amazon wird dieses Gebäude mieten und es als neues Forschungszentrum in Tübingen nutzen. Das Gebäude wurde in enger Abstimmung mit dem Baubürgermeisteramt der Stadt Tübingen geplant und soll die räumlichen Anforderungen der Forschungsteams von Amazon erfüllen. Es wird außerdem ein Café, eine Veranstaltungsfläche und einen Co-Working Space beinhalten. Diese Bereiche werden für die Öffentlichkeit zugänglich sein, um den wissenschaftlichen Austausch und die Diskussion mit der Stadtgesellschaft zu fördern.

    Hier geht es zu der Pressemeldung im Amazon Newsroom.

    From left to right: Amazon researcher Betty Mohler, Yasser Jadidi, Operative Head of Lablet at Amazon Tübingen, Michael Black, Director at the Max Planck Institute for Intelligent Systems (MPI-IS) and Cyber Valley Spokesperson, Theresia Bauer, Baden Württemberg’s Minister for Science, Research and Arts, Bernhard Schölkopf, Director at the MPI-IS, Bernd Engler, Rector of the University of Tübingen and Michael Hirsch, Research Science Manager & Site Lead at Amazon Tübingen.

  • Bundeswettbewerb Künstliche Intelligenz zeichnet Sieger aus

    Bundeswettbewerb Künstliche Intelligenz zeichnet Sieger aus

    Tübingen ‒ Mit der feierlichen Preisverleihung ist der Bundeswettbewerb Künstliche Intelligenz 2019 zu Ende gegangen. Vier Schülerteams aus Bayern, Baden-Württemberg und Niedersachsen wurden von der Jury prämiert. Die Auszeichnung „KI-Schule des Jahres“ erhielt das Saarpfalz-Gymnasium in Homburg/Saar. Insgesamt waren mehr als 2.500 Schülerinnen und Schüler im Alter von 14 bis 19 Jahren dem Aufruf des Max-Planck-Instituts für Intelligente Systeme und der Universität Tübingen gefolgt. Beide Einrichtungen sind Teil des Cyber Valley Projekts zur Erforschung von Künstlicher Intelligenz.

    „Mit dem Bundeswettbewerb Künstliche Intelligenz bringt das Cyber Valley die Methoden der KI mitten in die Gesellschaft“, sagte die baden-württembergische Wissenschaftsministerin Theresia Bauer bei der Preisverleihung am Samstag in Tübingen: „Es freut mich außerordentlich, dass der Wettbewerb gleich im ersten Jahr bei der Jugend auf so großes Interesse gestoßen ist. Er bringt Jugendliche und junge Erwachsene schon früh in Kontakt mit Künstlicher Intelligenz – und zwar nicht nur als passive Konsumenten, sondern als aktive Gestalter.“

    In der Altersklasse 14 bis 15 Jahre siegte Luca Abele vom Ulrichsgymnasium im ostfriesischen Norden mit einem Projekt zur Identifizierung von Malaria-Erregern im menschlichen Körper. Er hat einen Algorithmus programmiert, der infizierte Zellen von nicht-infizierten Zellen unterscheiden kann. Der Einsatz Künstlicher Intelligenz auf diesem Gebiet könnte künftig medizinische Diagnosemethoden unterstützen.

    In der Altersklasse 16 bis 19 Jahre gab es mit CellTorch aus Göttingen und Underscore aus Tübingen gleich zwei Siegerteams. Adrian Dobbelstein und Christian Helms vom Max-Planck-Gymnasium beziehungsweise vom Hainberg-Gymnasium in Göttingen entwickelten im Projekt CellTorch einen Algorithmus, der die genaue Position von Proteinen in fluoreszenz-gefärbten Mikroskop-Aufnahmen von Zellen bestimmen kann. Eine effiziente Lokalisierung der Proteine könnte Hinweise auf biologische Mechanismen geben, die unter anderem für die gezielte Entwicklung und den Einsatz von Medikamenten wichtig sind.

    Im Projekt Underscore befassten sich Theo Döllmann und Marius de Kuthy Meurers vom Tübinger Kepler-Gymnasium mit der Voraussage von Zugverspätungen. Die Schüler sammelten einen gewaltigen Datensatz über den tatsächlichen Verlauf von Bahnreisen. Basierend auf diesen Daten sowie Informationen über Wetter, Ferienzeiten und vielem mehr trifft die Künstliche Intelligenz eine Voraussage, ob eine Bahnverbindung Verspätung haben wird. Bahnfahrer können ihre geplante Zugverbindung in eine eigens programmierte Webseite eingeben und sich errechnen lassen, wie wahrscheinlich eine Verspätung ist.

    Alle Finalisten erhielten einen kleinen leistungsstarken Computer für KI Anwendungen von NVIDIA (JetsonNano). Die Preisträger können zudem ein Jahr lang das Journal Technology Review kostenlos beziehen.

    Der Publikumspreis schließlich ging an das Team RISCkant vom Hardenberg-Gymnasium im fränkischen Fürth. Samuel Arpert, Sebastian Fritsch, Simon Klier, Christian Künzle und Jan-Niklas Weghorn präsentierten einen Chip, der mithilfe von KI schneller und zugleich energieeffizienter arbeitet. Als Preis erhielt das Team ein Arduino-Starterset ‒ ein kleiner PC für die Programmierung spezifischer Aufgaben.

    Zudem wurde das Saarpfalz-Gymnasium aus Homburg mit dem Titel „KI Schule des Jahres“ ausgezeichnet. Mit fast 80 Teilnehmern in der ersten Runde des Wettbewerbes und der höchsten Punktzahl lag das Gymnasium vor allen anderen Mitbewerbern. Stellvertretend für die Schule nahmen Michael Bergau, Fachkoordinator Informatik am Saarpfalz-Gynasium, sowie die ehemaligen Schüler Benedikt Lothschütz und Nico Mansion die Auszeichnung entgegen. Die Schule erhielt als Preis zwei Drohnen, um zukünftig Luftaufnahmen mit KI in kreativen Projekten einzusetzen.

    Am Bundeswettbewerb Künstliche Intelligenz 2019 hatten mehr als 2.500 Schülerinnen und Schüler teilgenommen: In einer ersten Runde lösten sie unterschiedliche Programmieraufgaben. In der zweiten Runde fanden sich Teams zusammen, die über einen Zeitraum von fünf Monaten eigene Projektideen umsetzten. Insgesamt 50 Projekte zu medizinischen, technischen und ökologischen KI-Lösungen wurden in der Final-Runde eingereicht, unter anderem in Form von Webseiten und Apps. Acht Finalisten-Teams stellten ihre Projekte bei der Abschlussveranstaltung in Tübingen live einer Jury aus Forschung, Wirtschaft und Medien vor.

    Der Bundeswettbewerb Künstliche Intelligenz (BWKI) wird im kommenden Jahr erneut ausgeschrieben. Im Jahr 2019 war der Bundeswettbewerb maßgeblich von der Robert Bosch GmbH gefördert worden. Weitere Sponsoren waren die Gemeinnützige Hertie-Stiftung, Google, Amazon, Microsoft, die Alexander von Humboldt Stiftung und die Hochschule der Medien, Stuttgart. Der baden-württembergische Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann übernahm die Schirmherrschaft.

    „Es ist einfach großartig und inspirierend, die Kreativität, das Können und die Ausdauer der Schüler bei diesem Wettbewerb zu sehen. Ich träume von einer Gesellschaft, in der wir uns noch viel mehr ermutigen, gute Ideen zu entwickeln und auszuprobieren“, sagte Professor Matthias Bethge, Direktor des Tübingen AI Center. „Unsere Zukunft wird von unseren Kindern gestaltet, daher muss unsere Förderung bei den Kindern anfangen“, ergänzte Professor Bernhard Schölkopf, Leiter des Max-Planck-Instituts für Intelligente Systeme.

    Die Jury des Wettbewerbs 2019: Professor Matthias Bethge, Dr. Wieland Brendel (Universität Tübingen), Professor Bernhard Schölkopf (Max Planck Institut für Intelligente Systeme), Dr. Saskia Biskup (Humangenetikerin, Cegat GmbH), Christoph Röscher (Bosch Center of Artificial Intelligence), Professorin Christiane Zarfl (Umweltsystemanalyse, Universität Tübingen), Professorin Theresa Veer (Wirtschaftswissenschaften, Universität Tübingen), Robert Thielicke (Chefredakteur Technology Review), Dr. Philip Häusser (Physiker, Fernsehmoderator, Webvideoproduzent), Dr. Kristina Kayatz (Wissenschaftsjournalistin, ZDF/heute Journal).

    BWKI Gewinner Luca Abele, der in der jüngeren Kategorie gewonnen hat, präsentiert sein Forschungsprojekt dem Machine Learning Forscher Bernhard Schölkopf (Mitte) und Wissenschaftsministerin Theresia Bauer.

    Adrian Dobbelstein zeigt Wissenschaftministerin Theresia Bauer sein Projekt CellTorch, einen Algorithmus, der die genaue Position von Proteinen in fluoreszenz-gefärbten Mikroskop-Aufnahmen von Zellen bestimmen kann.

    Gewinner Luca Abele (Mitte) mit BWKI-Jurymitgliedern Dr. Philip Häusser (links) und Professor Matthias Bethge von der Uni Tübingen.

    Theo Döllmann und Marius de Kuthy Meurers vom Tübinger Kepler-Gymnasium (Projekt Underscore) sowie Adrian Dobbelstein vom Max-Planck-Gymnasium in Göttingen (Projekt CellTorch) sind die BWKI-Gewinner in der Altersgruppe 16-19.

    Der Publikumspreis ging an das Team RISCkant vom Hardenberg-Gymnasium im fränkischen Fürth.

    Die Informatik-Lehrer des Saarpfalz-Gymnasium aus Homburg nehmen den Preis als „KI Schule des Jahres“ entgegen.

  • The Cyber Valley Public Advisory Board elects Spokesperson

    The Cyber Valley Public Advisory Board elects Spokesperson

    The Cyber Valley Public Advisory Board convened for a second time on November 13, 2019, and elected Professor Regina Ammicht Quinn as its spokesperson. 

    Professor Ammicht Quinn is a professor of ethics at the University of Tübingen’s International Center for Ethics in Science (IZEW), where she also heads the Society, Culture, and Technological Transformation working group. Her research focus includes the ethical questions of digital life and digital technology development. 

    At its second meeting, the PAB also recommended that scientists take potential applications and their possible societal impact into account at an early stage of research. As part of its mandate, the board will now begin to formulate approaches to supporting scientists in this regard. The European Union’s Ethics Guidelines and the 17 United Nations Sustainable Development Goals (SDGs) could serve as the basis for the corresponding activities

  • Fraunhofer Gesellschaft joins Cyber Valley

    Fraunhofer Gesellschaft joins Cyber Valley

    Stuttgart – The Fraunhofer Institute for Manufacturing Engineering and Automation IPA and the Fraunhofer Institute for Industrial Engineering IAO have joined Cyber Valley, further strengthening Europe’s largest research consortium in the field of artificial intelligence (AI). The tie-up demonstrates once again that Baden-Württemberg is the AI hotspot in Europe, on a par with some of the world’s leading centers, for instance in North America.

    From left to right: Silke Walter, press spokesperson Ministry of Economy, Prof. Bernhard Schölkopf, Baden-Württembergs Science Minister Theresia Bauer, Minister of Economy Dr. Hoffmeister-Kraut, and from Fraunhofer Prof. Wilhelm Bauer und Prof. Thomas Bauernhansl.

    “Artificial intelligence is a key driver of innovation and economic growth and holds enormous economic potential for our small and medium-sized enterprises,” said Baden-Württemberg's Minister of Economic Affairs, Labour and Housing Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut. “We need more 'AI made in Baden-Württemberg' and we need to bring the results of our cutting-edge research even better and faster into the practical application of our companies. To this end, we must make massive progress in the research, development, and commercialisation of artificially intelligent systems.

    Baden-Württemberg's Science Minister Theresia Bauer added: “An internationally visible AI hotspot is created here. We warmly welcome the Fraunhofer-Gesellschaft to the ever-growing circle! The Cyber Valley research network is developing very dynamically and is attracting more and more scientists, young talents from all across the world, companies, and foundations. The boom has created the need to establish reliable management structures for the Cyber Valley network in order to effectively manage the growing organizational tasks.”

    "With their application-oriented focus, the Fraunhofer Institutes ideally complement the research of the Max Planck Institute for Intelligent Systems and the Universities of Tübingen and Stuttgart," said Professor Martin Stratmann, President of the Max Planck Society. "Fraunhofer’s engagement makes it easier to bridge the gap to the industrial partners within Cyber Valley: in this way, findings from basic research can be applied more quickly."
     
    Professor Reimund Neugebauer, President of the Fraunhofer-Gesellschaft, emphasized: "Artificial intelligence is one of the central digital issues of the future and will change our lives from the ground up. For the international economy and industrial value chains, it means a fundamental structural change. By joining Cyber Valley, together with our partners we will advance research and transfer from science to the market in order to fully exploit the potential of this key technology and strengthen Germany as a location for international competition.”

    "We very much welcome the Fraunhofer Gesellschaft’s participation, as it will help us apply the methods of modern AI, especially in small and medium-sized enterprises," said Professor Bernhard Schölkopf, Director at the Max Planck Institute for Intelligent Systems and co-founder of Cyber Valley.

    Baden-Württemberg’s Ministry of Economic Affairs and the Fraunhofer Gesellschaft are co-financing the AI innovation center Learning Systems (KI-Fortschrittszentrum “Lernende Systeme”), which was incorporated into the Cyber Valley research consortium from October 1, 2019. The center is a laboratory with an initial team of 20 researchers and planned funding of ten million euros until the end of 2022.

    Central point of contact for application-oriented AI research

    For companies in Baden-Württemberg, the AI innovation center is a central point of contact for application-oriented research on artificial intelligence. The center explores applied research projects relevant to the manufacturing and service industries. It also acts as an interface between industry and the fundamental research conducted within the Cyber Valley consortium (the Universities of Tübingen and Stuttgart, the Max Planck Institute for Intelligent Systems, and several industry partners). The aim is to enable technology transfer to industry beyond the existing partners.

    As another component, joint research labs will be set up in which fundamental researchers will cooperate with more application-focused scientists at IPA or IAO. The projects will not be initiated by companies, but rather based on assessments of what the market needs. These joint research labs may thus bear the greatest potential for future start-ups.

    Direct cooperation with industry is a central focus of the AI innovation center. Feasibility studies and the development of prototypes of AI applications are partly financed by the innovation center’s budget. To establish strategic partnerships, industrial companies have the opportunity to operate and finance Enterprise Labs. At these labs, one or more researchers within the innovation center can give their full attention to the respective company’s specific needs. In all its activities, the AI innovation center Learning Systems aims to implement human-centered AI that people trust and accept. The full potential of AI can only be realized once people interact and work closely with new technology. To realize human-centered AI, research activities focus on topics such as explainability, privacy, safety, and the robustness of AI technologies.

    Benefit to industry and society

    With Cyber Valley, partners from science, business, and society are building a unique research ecosystem in the Stuttgart-Tübingen region. Supported by the state of Baden-Württemberg, Cyber Valley promotes an active exchange between science and industry. The initiative also focuses on training the best minds in the field of AI and creating a breeding ground for start-ups. The aim is to combine cutting-edge research with entrepreneurial spirit to promote spin-offs and technology transfer.

    The cooperation of the two Fraunhofer institutes and Cyber Valley is thus a major source of potential for all parties involved. Fraunhofer Gesellschaft has a 70-year history of excellence in business-oriented research. Its 72 institutes work closely with small and medium-sized enterprises, commonly referred to as the “German Mittelstand”, as well as with larger local and international enterprises. This expertise in realizing projects in close cooperation with industry is of immense value to Cyber Valley. With its proven track record of many successful start-ups, Fraunhofer Gesellschaft joining Cyber Valley will further enhance the research consortium's innovative and entrepreneurial strength. Fraunhofer Gesellschaft actively supports researchers who want to start their own companies based on the intellectual property they have developed while working with Fraunhofer. The mission of bringing technological pro-gress to companies and society is firmly anchored in the Fraunhofer mission statement.

    www.fraunhofer.de | www.iao.fraunhofer.de | www.ipa.fraunhofer.de

    Cyber Valley is Europe's largest research cooperation in the field of artificial intelligence with partners from politics, science, business, and society. The partnership strengthens research and teaching in the fields of machine learning, computer vision, and robotics as well as the links between these fields. Partners are the Max Planck Institute for Intelligent Systems, the University of Stuttgart, the University of Tübingen, the State of Baden-Württemberg and seven industrial partners: Amazon, the BMW Group, IAV GmbH, Daimler AG, Porsche AG, Robert Bosch GmbH and ZF Friedrichshafen AG. Cyber Valley is also supported by the Christian Bürkert Foundation, the Gips-Schüle Foundation, the Vector Foundation, and the Carl Zeiss Foundation.

    www.cyber-valley.de

  • AI Monday in Cyber Valley

    AI Monday in Cyber Valley

    In 2017, the founders of Taival launched the AI Monday event series in Helsinki. Since then, they have expanded to Berlin and Stuttgart. The popular series aims to bring together AI experts and enthusiasts for evenings of talks and knowledge sharing.

    In cooperation with Taival and Porsche AG, Cyber Valley is now bringing the event to Tübingen for the first time. Join us on November 18 at the Max Planck Institute for Intelligent Systems, where several AI experts will be presenting their research and activities in the broad field of artificial intelligence.

    Please note the event is registration only. For more details and to register for the event, please consult the AI Monday website: https://ai-monday.de/stuttgart

  • Forscher*innen aus dem Cyber Valley bei den französischen Filmtagen

    Forscher*innen aus dem Cyber Valley bei den französischen Filmtagen

    Am 04. November lädt das Deutsch-Französische Kulturinstitut Tübingen e.V. zu einer Vorführung des ARTE Dokumentarfilms "KI: Schlauer als wir?" ein. Nach dem Film werden Wissenschaftler*innen der Universität Tübingen ihre Forschung im Bereich KI vorstellen. Im Anschluss diskutieren sie über wissenschaftliche und ethische Themen und beantworten die Fragen des Publikums.

     

    Referenten: 

    Wieland Brendel, Experte für Maschinelles Lernen am Center for Integrative Neuroscience der Universität Tübingen

     

    Thilo Hagendorff, Medien- und Technikethiker im Exzellenz-Cluster "Machine Learning: New Perspectives for Science" der Universität Tübingen

     

    Moderatorin: 

    Caroline Schmidt, Koordinatorin, Bundeswettbewerb künstliche Intelligenz und IT4Kids an der Universität Tübingen 

     

    Sprache: Deutsch

     

    Eintritt: frei 

     

    Ort: ICFA, Doblerstr. 25 in Tübingen

     

     

     

     

     

  • AI Research in Cyber Valley: Talks on Science and Society

    AI Research in Cyber Valley: Talks on Science and Society

    Tübingen/Stuttgart: On November 6, 2019, Cyber Valley will be hosting an afternoon of public lectures at Berlin Science Week, where scientists from the research consortium’s partner institutions will present their research in the field of artificial intelligence (AI). At the "AI Research in Cyber Valley: Talks on Science and Society" event, scientists from the Max Planck Institute for Intelligent Systems, the University of Tübingen, and the University of Stuttgart will discuss topics ranging from nanorobots for surgery and brain-computer interfaces, to fairness in machine learning and the ethics of AI. The researchers aim to illustrate the interdisciplinary nature of the field, while at the same time addressing how AI will change society.

    Event: "AI research in Cyber Valley: Talks on Science and Society"

    Date: November 6, 2019

    Time: 4:00 p.m. – 7:30 p.m.

    Location: Berlin Museum of Natural History, New Lecture Hall, Invalidenstrasse 43, 10115 Berlin

    Language: English

    Admission: Free

    Speakers:

    Tian Qiu

    Tian Qiu was recently appointed leader of the new Cyber Valley Biomedical Systems Research Group at the University of Stuttgart. Prior to this, he completed his post-doctoral work at the Max Planck Institute for Intelligent Systems in Stuttgart. His research focuses on creating new devices and microsystems for biomedical applications. The aim is to integrate actuation, sensing, and computation to advance minimally invasive medical procedures.

    Talk: Nanorobots Inside Us – How Nanotechnology could Change Surgery

    Fabian Sinz

    Fabian Sinz is an award-winning scientist whose research interests lie in the combination of machine learning, computational neuroscience, and neural data. In 2018, he was appointed leader of the newly established independent Cyber Valley Neuronal Intelligence Research Group at the University of Tübingen. He is also currently an Adjunct Assistant Professor at the Baylor College of Medicine’s Center for Neuroscience and Artificial Intelligence in Houston, Texas.

    Talk: Real inception – Gaining Insights into the Brain by Controlling Real Neurons with AI

    Matthias Hohmann

    Matthias Hohmann is a PhD student in the Empirical Inference Department at the Max Planck Institute for Intelligent Systems in Tübingen. His research focuses on making participation in neuroscience more accessible, especially for people with rare diseases. The goal is to improve quality of life, support caregivers, and break down barriers in basic research. For his current project, he developed an app that makes participation in large-scale neuroscientific studies from home possible, without expert supervision.

    Talk: From the Lab into the Wild: A Platform for At-Home Participation in Neuroscientific Studies

    Caterina De Bacco

    Caterina De Bacco leads the Cyber Valley Physics for Inference and Optimization Research Group at the Max Planck Institute for Intelligent Systems in Tübingen. In her research, she develops models and algorithms based on the principles of statistical physics. The aim is to understand, optimize, and predict relations between the properties of complex large-scale interacting systems. Before joining MPI-IS, she was a postdoc at Columbia University’s Data Science Institute in New York.

    Talk: Physics for Inference and Optimization

    Isabel Valera

    Isabel Valera leads the Probabilistic Learning Research Group at the Max Planck Institute for Intelligent Systems in Tübingen. Her research focuses on the development of machine learning methods that are flexible, robust, and fair. She obtained her PhD in 2014 in Multimedia and Communications from the University Carlos III in Madrid, and then worked at the MPI for Software Systems as a postdoctoral fellow, and at the University of Cambridge as an associated researcher.

    Talk: Fairness in Artificial Intelligence: Challenges and Recent Advances

    Thilo Hagendorff

    Thilo Hagendorff is a media and technology ethicist. He received his doctorate in sociology in 2013 and has since been a research associate at the University of Tübingen’s International Center for Ethics in the Sciences and Humanities (IZEW). In 2019, he began working for the "Machine Learning: New Perspectives for Science" Excellence Cluster. He is also a lecturer at the University of Tübingen and at the University of Potsdam’s Hasso Plattner Institute.

    Talk: A Comprehensive Overview of AI Ethics

  • Das neue Cyber Valley Public Advisory Board legt Roadmap fest

    Am 17.09. fand die konstituierende Sitzung des neu eingerichteten Cyber Valley Public Advisory Boards (PAB) am Max-Planck Institut für Intelligente Systeme in Tübingen statt. Dabei hat das PAB hat eine Roadmap für seine Arbeit festgelegt:

    1. Die Mitglieder des Beirats sind sich einig, dass die Einrichtung des PAB ein wichtiger Schritt ist, um eine neue Qualität der wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Diskussion zu Forschung und Anwendung von KI-Systemen zu erreichen.

    2. Das PAB sieht seine Aufgabe darin, den Dialog zwischen den Disziplinen der KI-Forschung und den Disziplinen der ethischen und gesellschaftswissenschaftlichen Forschung zu befördern. Das PAB wird die Cyber Valley Forschungsgruppen und die Cyber Valley Partner dabei beraten, ethische und gesellschaftlich relevante Aspekte ihrer Arbeit zu adressieren.

    3. Das PAB wird Maßnahmen erarbeiten, wie ein Austausch mit der Öffentlichkeit über gesellschaftliche Fragestellungen, die sich durch die Anwendung von KI-Systemen ergeben, erfolgen kann und wie Anregungen aus der Zivilgesellschaft einbezogen werden können.

    4. In den weiteren Beratungen des Beirats sollen zudem Empfehlungen erarbeitet werden, wie eine Kompetenzbildung und der Einbezug der Ethik und anderer gesellschaftswissenschaftlicher Disziplinen auch strukturell stärker verankert und ein entsprechendes Leitbild entwickelt werden könnte.

  • Cyber Valley establishes Public Advisory Board

    Cyber Valley establishes Public Advisory Board

    With the Public Advisory Board (PAB), Cyber Valley is establishing an independent committee to evaluate research projects with regard to their ethical and social implications. Europe's largest research cooperation in the field of artificial intelligence (AI) thus creates an additional element of transparency.

    The members of the PAB are appointed by Theresia Bauer, Baden-Württemberg's Minister of Science, Research and the Arts. "Artificial intelligence has enormous potential for social change. In order to make use of this potential, people also need to have confidence in the opportunities offered by AI. Transparency and dialogue are indispensable. The Public Advisory Board will contribute to the development of an ethical and social model for AI research. In this sense, we also want to foster an open dialogue between science and society on the possible applications of AI," says Theresia Bauer.

    "Artificial intelligence will significantly change the way we live and work," says Bernhard Schölkopf, Director at the Max Planck Institute for Intelligent Systems. "It is of crucial importance for society that we anticipate these changes and prepare for them.” His colleague and Cyber Valley spokesman Michael J. Black adds: "It is critical that we use AI to improve our lives. For this reason we are pleased that Cyber Valley provides a vehicle to engage AI researchers in this important and evolving ethical discussion. The dialog between the independent advisory board and scientists will help shape the future of AI for the benefit of humanity.”

    The PAB’s role is to review project proposals from Cyber Valley research groups prior to approval by the Cyber Valley Research Fund Board. The Cyber Valley Research Fund Board is a joint commission of the partners from politics, science and industry in which the academic representatives have the majority. It decides on the basis of scientific excellence which research projects are to be financed with funds from the Research Fund. Only the Cyber Valley research groups can apply for Cyber Valley Research Fund money. The Cyber Valley Research Fund finances free research projects, i.e. projects that are not specified by industry, even though it is the industrial partners who fill the funding pot. It has a volume of 5 million euros for the next four years.

    The members of the PAB have access to all funding applications and are thus in a position to check, on which projects the funds are spent. The PAB members participate in the meetings of the Research Fund Board. They can ask for further information, make recommendations, express concerns and engage in a debate.

    The appointed members come from different areas of science and society and thus represent a broad spectrum of relevant disciplines and backgrounds.

    Science Minister Theresia Bauer: "In addition to the technical expertise of the members of the Public Advisory Board in the fields of artificial intelligence, ethics, technology assessment and digital civil society, it is very important to us to include the perspective of the younger generation, for it is their everyday lives that will be significantly influenced by the increasing penetration of artificially intelligent systems".

    The following experts were appointed to the PAB:

    • Prof. Dr. Regina Ammicht Quinn is a Professor of Ethics at the International Centre for Ethics in the Sciences and Humanities (IZEW) at the University of Tübingen and Head of the Department of Society, Culture and Technical Change, where she deals with ethical issues of digital life and digital technology development.
    • Prof. Dr. Heinrich Bülthoff is Emeritus Director of the Max Planck Institute for Biological Cybernetics in Tübingen. As head of the department "Human Perception, Cognition and Action" he researches the fundamental processes of human perception and behaviour in virtual environments.
    • Prof. Dr. Armin Grunwald is Professor of Technology Philosophy and Head of the Institute for Technology Assessment and Systems Analysis (ITAS) at the Karlsruhe Institute of Technology and Head of the Office for Technology Assessment at the German Bundestag.
    • Prof. Dr. Dr. Ulrich Hemel is Director of the Weltethos-Institute in Tübingen, which accompanies and shapes the critical dialogue on the topic of ethics and AI in general as well as specifically on Cyber Valley with conferences, public events and lectures.
    • Lorena Jaume-Palasí is the Founder of the non-profit organization The Ethical Tech Society, which at the interface of technology, ethics and society pursues the goal of researching processes of automation and digitization and classifying them normatively with regard to their social relevance. As a member of the High-Level Expert Group on AI of the EU, she was involved in the development of the European ethical guidelines for trustworthy AI.
    • Prof. Dr. Sandra Richter is the Director of the German Literature Archive in Marbach, where she deals with digitalization and products of digital culture as well as the question of how digital technologies can be used in literary and cultural mediation.
    • Katharina Schmidt is Founder of the AI start-up apic.ai, which uses artificial intelligence to investigate the causes of bee mortality. The company thus demonstrates a successful application of AI in the field of environmental protection and nature conservation. She is also involved in the G-Lab research project at the Karlsruhe University of Applied Sciences. Based on her experience in founding her own company, she develops new concepts for the promotion of a start-up culture among University students and supports the cooperation of Universities with start-ups and small and medium-sized enterprises.
    • Lukas Weber is a committed representative and Co-organizer of the Fridays for Future activities in Heidelberg and a student at the University of Heidelberg. He is committed to taking a closer look at the consequences for future generations of today's decisions that will strongly shape and change our society, such as the further development and application of artificial intelligence.
    • Nicola Wettmarshausen is a Journalist with a focus on science, environment and technology and founder of the citizen science initiative EcoCurious, which uses innovative projects and do-it-yourself formats to explore new applications for digital technologies and create new perspectives for an even closer exchange between science and society..
    • In addition, an elected member of the Tübingen Municipal Council will be appointed to the committee, based on the great commitment in shaping and accompanying the local discourse on the Cyber Valley initiative in a constructive and critical manner.

    All Cyber Valley partners are committed to transparency. Regular events are held on the topic of artificial intelligence. The spectrum ranges from a Studium Generale series on AI, open days, lab tours, science slams or participation in exhibitions such as MS Wissenschaft or the Tübinger Fenster für Forschung. The researchers, who are part of the Cyber Valley ecosystem, take part in panel discussions – whether with politicians in Stuttgart's New Palace or with student representatives in University auditoriums. The scientists regularly hold lectures in front of a broad audience, take part in research and digital summits, are open to the media and welcome their reports.

    Cyber Valley is Europe‘s largest research cooperation with partners from science and industry in the field of artificial intelligence. The Max Planck Society with the Max Planck Institute for Intelligent Systems, the two Universities of Stuttgart and Tübingen as well as the companies Amazon, BMW AG, Daimler AG, IAV GmbH, Porsche SE, Robert Bosch GmbH and ZF Friedrichshafen AG are involved in the initiative, which is supported by the state of Baden-Württemberg. Cyber Valley is also supported by the Christian Bürkert Foundation, the Gips-Schüle Foundation, the Vector Foundation and the Carl Zeiss Foundation.

    Press contact:

    Linda Behringer

    c/o Max Planck Institute for Intelligent Systems, Stuttgart
    T: +49 711 689 3552
    M: +49 151 2300 1111
    linda.behringer@cyber-valley.de

  • Universität Tübingen bei Exzellenzstrategie erfolgreich

    Universität Tübingen bei Exzellenzstrategie erfolgreich

    Dies ist eine Pressemitteilung der Universität Tübingen:

    Die Universität Tübingen bleibt exzellent. Eine Kommission aus Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie Vertreterinnen und Vertretern von Bund und Ländern hat am Freitag entschieden, dass Tübingen für weitere sieben Jahre den Status einer Exzellenzuniversität erhält und entsprechend finanziell gefördert wird. „Mit diesem hart erkämpften Erfolg ist die Grundlage gelegt, um Tübingen dauerhaft in der kleinen Gruppe der weltweit besten Universitäten zu etablieren“, sagte Rektor Professor Bernd Engler. Die finanzielle Förderung durch Bund und Länder eröffne die Möglichkeit, die Universität nicht nur in einzelnen Forschungsgebieten, sondern strukturell und in einer großen thematischen Breite weiterzuentwickeln.

    „Die Welt wandelt sich derzeit rasch und die Wissenschaft macht da keine Ausnahme“, sagte Engler. „Genome Editing, Personalisierte Medizin, Digitalisierung und Künstliche Intelligenz sind hier nur einige Beispiele für Entwicklungen, deren Auswirkungen langfristig die Gesellschaft insgesamt verändern werden. Angesichts dieser Situation muss die Universität in der Lage sein, rascher als bisher auf die damit verbundenen Herausforderungen zu reagieren.“ Die Mittel aus der Exzellenzstrategie werde die Universität daher nutzen, um neue, vielversprechende Forschungsfelder an der Universität zu implementieren und flexibel auf Herausforderungen zu reagieren. Dazu würden unabhängige Nachwuchsforschungsgruppen und Tenure-Track-Professuren eingerichtet sowie das bewährte Instrument der „Exploration Funds“ eingesetzt. So könne die Universität junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit hohem Potenzial nach Tübingen holen beziehungsweise hier halten.

    Engler sagte, zahlreiche der in der ersten Förderphase gestarteten Projekte und Initiativen hätten sich bewährt und würden daher fortgesetzt. Dazu zählten etwa das Athene-Programm für Wissenschaftlerinnen, die „Innovation Grants“ für junge Postdocs zur Förderung des Wissenstransfers oder auch die „Exploration Funds“ für Forscherinnen und Forscher in den Geistes- und Sozialwissenschaften. Auch die Forschungsplattformen und die sogenannten Core Facilities wie QBiC, LISA+ und das eScience Center hätten sich bestens etabliert und blieben erhalten.

    Die Universität werde mit den Mitteln aus der künftigen Exzellenzförderung aber auch eine Reihe neuer Projekte starten. Darunter seien zum Beispiel: 

    • „Tübingen Structural Microscopy“ (TSM) wird als Core Facility in Zukunft die Kapazitäten der Universität Tübingen auf dem Gebiet der Elektronen- und Ionen-Mikroskopie bündeln. Einen Schwerpunkt der Arbeit wird der Einsatz modernster Untersuchungsverfahren auf der Mikro- und Nanoebene bilden.
       
    • Als neue Core Facility in den Wirtschafts- und Sozialwissenschaften wird das Methodenzentrum für empirische Forschung in erster Linie die Grundlagenforschung auf dem Gebiet quantitativer und qualitativer Methoden voranbringen. Das Zentrum wird zu interdisziplinären Methoden und neuen Techniken der Datenanalyse forschen und Lösungsansätze für unterschiedliche Modelle in den Sozial- und Wirtschaftswissenschaften sowie der Psychologie entwickeln, nicht zuletzt unter Einsatz von Techniken des Maschinellen Lernens.
       
    • Die Universität Tübingen wird ein College of Fellows für internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler gründen und damit die Internationalisierung der Universität in Forschung und Lehre vorantreiben. Das College richtet sich insbesondere an internationale Postdoktoranden, die eine Chance erhalten, bis zu zwei Jahre lang in Tübingen an einem Projekt zu forschen und sich über Fachgrenzen hinweg auszutauschen. Während dieser Zeit werden die Fellows in das akademische Leben ihres gastgebenden Fachbereichs integriert und leisten auch Aufgaben in der Lehre.
       
    • Die Universität hat in den vergangenen Jahren ihre Aktivitäten in den Bereichen Innovation und Wissenstransfer erheblich ausgebaut. Beispielgebend dafür ist die Cyber Valley-Initiative, eine Kooperation von Universitäten, Forschungseinrichtungen und Unternehmen auf dem Gebiet der Künstlichen Intelligenz. Aufbauend auf diesen Erfahrungen werden wir in der nächsten Förderphase ein universitäres Innovationszentrum gründen, in dem alle Start-up-Aktivitäten gebündelt werden. Forscherinnen und Forschern, die ihre wissenschaftlichen Erkenntnisse zu neuen Dienstleistungen und Produkten weiterentwickeln wollen, wird hier eine Infrastruktur geboten. 
       
    • Mit der Forschungsplattform „Global Encounters“ wird sich die Universität auch in den Geistes- und Sozialwissenschaften verstärkt auf globale Handlungsräume ausrichten. Aufbauend auf bereits bestehenden Forschungskooperationen wird die Plattform Forscherinnen und Forscher zusammenbringen, um die sozialen und kulturellen Auswirkungen von Globalisierung, Mobilität und Systemveränderungen im Bereich der Politik und Ökonomie zu untersuchen.
       
    • Die Universität will ihre Studierenden durch ein „Global Awareness Education Program“ ermutigen, sich stärker für die globalen Horizonte ihrer Studien und auch ihrer künftigen Arbeitswelt zu öffnen und interkulturelle Kompetenzen stärker zu entwickeln. Dazu wird die Universität die Zahl der fremdsprachigen Lehrveranstaltungen deutlich erhöhen und verstärkt auf globale Themen setzen. Das Kursangebot zu interkultureller Kompetenz und ökologischer Nachhaltigkeit werden wir ausweiten und das Angebot auch den Beschäftigten zugänglich machen.

    Der Rektor betonte, die Exzellenzentscheidung werde positive Auswirkungen auf die gesamte Region haben: „Universitäten sind im 21. Jahrhundert die Motoren der wirtschaftlichen Entwicklung.“ Mit dem Erfolg Tübingens im Exzellenzwettbewerb sei die Region in einer hervorragenden Position, um die demographischen und wirtschaftlichen Herausforderungen der kommenden Jahrzehnte meistern zu können. 

    Engler dankte allen, die in den vergangenen drei Jahren an der erfolgreichen Exzellenzbewerbung mitgewirkt haben. „Unsere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, nicht zuletzt aber auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Forschungsdezernat haben eine enorme Leistung vollbracht und sich weit über das Selbstverständliche hinaus für das große Ziel engagiert“, sagte der Rektor. „Darüber hinaus gilt unser Dank unserem International Advisory Board und unserem weltweiten Netzwerk aus Hochschulexpertinnen und -experten, die uns auf diesem langen Weg zur Exzellenz mit ihrem Rat zur Seite gestanden haben.“ Sie alle hätten sich um die Universität Tübingen verdient gemacht.

    Kontakt:

    Eberhard Karls Universität Tübingen
    Hochschulkommunikation
    Dr. Karl Guido Rijkhoek
    Leitung

    Antje Karbe
    Pressereferentin
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