User Group: Journalist:innen

  • Science & Innovation Days 2022

    Science & Innovation Days 2022

    Lesen Sie die vollständige Meldung hier in deutscher Sprache:

    Mitdiskutieren und Mitmachen erwünscht: Bei den Tübinger Science & Innovation Days vom 29. Juni bis zum 2. Juli 2022 laden die Universität Tübingen, der Max-Planck-Campus, Cyber Valley, das Leibniz-Institut für Wissensmedien und die Technologieförderung Reutlingen-Tübingen erstmals gemeinsam interessierte Bürgerinnen und Bürger der gesamten Region ein. Zum vielseitigen Programm gehören interaktive Veranstaltungen, Vorträge, Workshops und Spaziergänge über den Campus. Alle Programmpunkte sind kostenlos, zu einzelnen Veranstaltungen wird um Anmeldung gebeten. Alle Details zu Programm und Anmeldung unter https://uni-tuebingen.de/si-days:

    Mittwoch, 29. Juni

    • 18:15 Uhr: Kick Off mit Podiumsdiskussion: „Wissen schafft Zukunft – Wissenschaft und Gesellschaft im Dialog“ (Festsaal, Neue Aula, Geschwister-Scholl-Platz)
      Gesellschaftliche Herausforderungen brauchen die Expertise der Wissenschaft ‒ Wissenschaft braucht aber auch die Gesellschaft. Wie kommen BürgerInnen und Forschende noch besser ins Gespräch? Best Practice-Beispiele und Diskussion mit Prof. Peter Grathwohl (Universität Tübingen), Prof. Ulrike Cress (Leibniz-Institut für Wissensmedien Tübingen), Dr. Eric Schulz (Max-Planck-Institut für biologische Kybernetik), Julia Merlot (Magazin „Der Spiegel“, derzeit Cyber Valley Journalist-in-Residence), Prof. Thomas Thiemeyer (LUI Tübingen).

    Weitere Programmpunkte am Mittwoch:

    • „Medizin der Zukunft – ein Werkstattbericht aus dem Tübinger Technologiepark“ mit den UnternehmerInnen (16:15 Uhr, mit Anmeldung, Hörsaal 25, Kupferbau, Hölderlinstr. 4)
    • Lesung mit der Autorin Emma Braslavsky zu „Künstlichen Intelligenzen der Zukunft“ (20:30 Uhr, Cafe Willi, Wilhelmstr. 3/1, 72074 Tübingen)

    Donnerstag, 30. Juni

    • 14:00–16.30 Uhr: Spaziergang im Technologiepark Tübingen-Reutlingen am Standort Tübingen mit Stopps bei den Unternehmen (Treffpunkt: Sternwarte Tübingen, Waldhäuser Str. 70) Auf dem Spaziergang unter Führung von Thorsten Flink (TF R-T GmbH) stellen sich die Unternehmen vor und beantworten Fragen.
    • 17:00–20:00 Uhr: Startup:con Tübingen „Science Edition“ des Startup Centers (Hörsaalzentrum Morgenstelle, Auf der Morgenstelle 16)
      Paneldiskussion „Gründungen aus der Wissenschaft – Chancen und Herausforderungen“ mit Dr. Ingmar Hoerr (CureVac), Dr. Saskia Biskup (CeGat), Dr. Philip Häusser (Ablacon), Prof. Lars Angenent (Universität Tübingen) und Dr. Philipp Lies (eye2you). Im Anschluss präsentieren sich Startups aus der Wissenschaft und Forschungsgruppen. (Anmeldung unter https://uni-tuebingen.de/de/200653)
    • 20:15–22:00 Uhr: Fishbowl-Diskussion „Gemeinschaft in der Krise. Was hält unsere Gesellschaft noch zusammen?“ (DAI, Karlstr. 3, mit Anmeldung)
      Was bedeutet gesellschaftlicher Zusammenhalt? Wie können wir unsere Gesellschaft stärken – und welche Rolle spielt der Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft? Prof. Otfried Höffe, Prof. Regina Ammicht-Quinn und Dr. Davina Höll, (alle Universität Tübingen) erörtern dies mit Besucherinnen und Besuchern. Bei einer Fishbowl-Diskussion bleibt ein Stuhl auf dem Podium frei für jede(n), die oder der gerne mitdiskutieren möchte. Musikalische Umrahmung durch Eric Biscalchin.

    Weitere Programmpunkte am Donnerstag:

    • Führungen (jeweils mit Anmeldung): Technologiepark Tübingen-Reutlingen (14:00 Uhr, Sternwarte Tübingen, Waldhäuserstr. 70); iFIT Excellenzcluster (16:00 Uhr, Röntgenweg 11); Geo- und Umweltforschungszentrum (16:00 Uhr, Schnarrenbergstr. 94-96); Zentrum für Molekularbiologie der Pflanzen (17:00 Uhr / 18:00 Uhr, Auf der Morgenstelle 32)
    • Vortrag „Lügen, Fake-News, Propaganda“ mit Prof. Bernhard Pörksen (18:30 Uhr, Audimax)
    • Alumni-Lounge im Hörsaalzentrum Morgenstelle (16:00–20:00 Uhr, mit Anmeldung)

    Freitag, 1. Juli

    • 17:00 Uhr: Die Universität Tübingen verleiht den Preis für Wissenschaftskommunikation an Prof. Carla Cederbaum (Ernst von Sieglin-Hörsaal, Schloss Hohentübingen, Burgsteige 11)
    • 18:00 Uhr: Diskussion „Klimawandel – Vom Wissen zum Handeln: Wo liegen die Schwierigkeiten?“ und im Anschluss Konzert mit Dizzy Krisch im Trio
      Dass der Klimawandel existiert ist unbestritten, dass wir etwas unternehmen müssen, ebenfalls. Wie weit können wir gehen, damit alle mitziehen? Es diskutieren Prof. Reinhard Drews, Prof. Thomas Potthast und Prof. Kira Rehfeld, alle Universität Tübingen. (DAI, Karlstr. 3, mit Anmeldung)

    Weitere Programmpunkte am Freitag

    • 14:00–18:00 Uhr: Tag der offenen Tür im Leibniz-Institut für Wissensmedien (Schleichstraße 6)
      Das IWM erforscht bereits seit 2001, wie digitale Technologien dabei helfen, Wissen in unsere Köpfe zu befördern. An Demo und Mitmach-Stationen demonstriert es, wie das Klassenzimmer der Zukunft aussieht und wie wir mit künstlichen Intelligenzen im Team arbeiten.
    • 16:00 Uhr: Schulstunde mit der Bildungsforscherin: Wie die Schule der Zukunft aussehen könnte, skizziert IWM-Direktorin Prof. Ulrike Cress in einem Vortrag.
    • Offenes Museum MUT – freier Eintritt; Führung und Alumni-Lounge im Rittersaal (ab 14:00 Uhr, Schloss Hohentübingen, Burgsteige 11)
    • Workshop: Einführung in den Sensorjournalismus (ganztags, mit Anmeldung, KI-Makerspace, Wöhrdstr. 25)
    • Vorträge: Aktuelle Forschung aus der Biochemie (14:00 Uhr, IFIB, Auf der Morgenstelle 34); Tübingen – die Wiege der Biochemie (15:15 Uhr, IFIB, Auf der Morgenstelle 34); Cyanobakterien – Zukunft der Plastikindustrie? (15:00 Uhr, DAI, Karlstr. 3); Organisierte Kriminalität (16:00 Uhr, Fürstenzimmer, Schloss Hohentübingen, Burgsteige 11)
    • Film und Diskussion im Kino Arsenal: Wie viel Science steckt in der Fiction? (20:00 Uhr, mit Anmeldung, Kino Arsenal, Hintere Grabenstr. 20)

    Samstag, 2. Juli

    • 10:00–14:00 Uhr: Tag der offenen Tür auf dem Max-Planck-Campus Tübingen
      Die Tübinger Max-Planck-Institute, das Friedrich-Miescher-Laboratorium und Cyber Valley bieten Rundgänge, Ausstellungen und Mitmach-Angebote zu den Themen Genetik, Evolution, Hirnforschung und künstliche Intelligenz an. (Anmeldung für einzelne Veranstaltungen vor Ort erforderlich)
    • ab 20:30 Uhr: Science Notes – Thema Reisen (Parkplatz hinter dem Technischen Rathaus, Brunnenstr. 3, mit Anmeldung)
      An einem lauen Sommerabend begeben wir uns auf Reisen: Wir folgen einem Gletscherforscher auf eine Antarktisexpedition, wandern mit einer Journalistin über den Grund des Atlantiks, reisen mit einer Paläontologin in die Vergangenheit und begleiten mit ihr den frühen Menschen bei seinen ersten Schritten. Außerdem geht es um Jetlags, Fledermäuse und den Klang der Wissenschaft. Brandt Brauer Frick spielt live elektronische Musik.

    Weitere Programmpunkte am Samstag:

    • ab 10:00 Uhr: Kinderuni-Forschertag für Kinder zwischen 7 und 12 Jahren (mit Anmeldung)
    • 11:00–15:00 Uhr: Tag der offenen Tür im Universitätsarchiv (Bonatzbau, Wilhelmstr. 32)
  • Umwelt trifft App

    Umwelt trifft App

    In unseren Gärten summt und brummt es wieder und so manch einer oder einem wird vielleicht auffallen, wie unterschiedlich die hungrigen Gäste sind, die sich auf den Blüten tummeln. Ganz besonders unter den Wildbienen finden wir zahlreiche äußerst lebhafte Bestäuberinnen. // Wildbienentag am 20. Mai 2022.

    Rund 560 heimische Wildbienenarten sind bekannt, deren Lebensgewohnheiten so vielfältig und unterschiedlich sind wie ihre äußere Erscheinung. Manche dieser Arten sind sogenannte oligolektische Insekten, die ihre Nahrungsquelle nur aus ganz bestimmten Pflanzen beziehen können. Wird eine solche Pflanze flächendeckend vernichtet, kann auch die damit verbundene Wildbienenart nicht überleben – mit ein Grund dafür, dass von den heimischen Arten rund die Hälfte auf der Roten Liste steht oder bereits ausgestorben ist. Das ist deshalb tragisch, weil Wildbienen äußerst lebhafte und sehr effiziente Bestäuberinnen sind. Ohne sie wären nicht nur unsere Gärten weniger bunt, sondern unsere Tische auch weniger abwechslungsreich gedeckt.

    Um für diese spezifische Problematik zu sensibilisieren, fördert die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) seit Dezember 2020 ein gemeinsames Projekt an der Universität Stuttgart und der Technischen Universität Chemnitz, das sich in besonderer Weise an Kinder und Jugendliche richtet. „BeeLife kann dazu beitragen, dass Schülerinnen und Schüler sich für Nachhaltigkeit, Umwelt- und Bienenschutz begeistern. Das ist Bildung zum besten Nutzen für den Planeten“, sagt Dr. Thomas Pyhel, DBU-Fachreferent Umweltbildung. „Auf diese Weise kann möglichst früh und nachhaltig umweltbewusstes Verhalten gefördert werden.“

    Das Projekt macht sich gerade die Vielfalt und Faszination der unterschiedlichen Wildbienenarten zunutze und verarbeitet diese in der spielerischen App „BeeLife“, die von einem interdisziplinären Entwicklungsteam gemeinsam mit Lehrkräften und Expert:innen für Umweltdidaktik und Artenschutz konzipiert wurde. Diesem gehören am Standort Stuttgart neben der Projektleitung Jun.-Prof. Dr. Maria Wirzberger die Projektmitarbeitenden Julia Mönch, Adrian Stock und Oliver Stock an, während am Standort Chemnitz Felix Krieglstein und Markus Suren unter der Leitung von Prof. Dr. Günter Daniel Rey tätig sind. Eingebettet wird die App in begleitende Umweltaktionen wie beispielsweise den Bau einer Nisthilfe im Schulgarten. Nach intensiver Entwicklungsarbeit wird das Konzept in den nächsten Monaten in einigen Modellschulen in Baden-Württemberg und Bayern evaluiert.

    Wildbienenschutz beim Tag der Wissenschaft der Universität Stuttgart

    Die interessierte Öffentlichkeit hat am 25. Juni 2022 beim Tag der Wissenschaft an der Universität Stuttgart Gelegenheit, die App auszuprobieren und im Rahmen spannender Mitmach-Aktionen und Vorträge der ins Projekt eingebundenen Expert:innen Undine Westphal und Frank Geggus praktische Tipps für den Wildbienenschutz im Alltag zu erfahren. Erste Einblicke in das Projekt gibt das daraus entstandene Video, das auch über die Projektwebseite zugänglich ist.

  • Rebecca C. Reisch wird Cyber Valley Geschäftsführerin

    Rebecca C. Reisch wird Cyber Valley Geschäftsführerin

    Fünf Jahre nach dem Start des Forschungskonsortiums in der Region Stuttgart-Tübingen startet Cyber Valley mit der Gründung der Cyber Valley GmbH in die nächste Phase in der Entwicklung des KI-Ökosystems. Mit Wirkung zum 1. Juni 2022 ist Rebecca C. Reisch als Geschäftsführerin bestellt worden. Als erfahrene Gründerin und Führungskraft verantwortet Rebecca Reisch künftig alle Aktivitäten der Cyber Valley GmbH. Gesellschafter der Cyber Valley GmbH sind das Land und die Max-Planck-Gesellschaft.

    „Die Cyber Valley GmbH hält das KI-Ökosystem mit all seinen Akteuren zusammen, knüpft Verbindungen nach außen, vernetzt unterschiedliche Zielgruppen und bietet eine Reihe spannender Veranstaltungen. Damit bringt Cyber Valley auch den öffentlichen Dialog über künstliche Intelligenz als eine der Schlüsseltechnologien unserer Zeit voran, die jede und jeden von uns betrifft“, sagte Wissenschaftsministerin Theresia Bauer am Freitag (13. Mai) in Stuttgart.

    Finanzminister Dr. Danyal Bayaz: „Spitzenforschung gehört zur DNA unseres Landes. Künstliche Intelligenz kann zu einer künftigen Quelle unseres Wohlstands werden. Eine gut vernetzte und erfahrene Geschäftsführerin wie Frau Reisch ist für die Cyber Valley GmbH ein Glücksfall.“

    Cyber Valley gewinnt in Rebecca Reisch unternehmerische und kaufmännische Kompetenz. Die 41-jährige Stuttgarterin ist zudem in der Start-up- und Venture-Capital-Szene bestens vernetzt. Neben der wissenschaftlichen Spitzenforschung, Förderung von Top-Talenten und der Profilierung der Region Stuttgart-Tübingen wird Reisch ihr Augenmerk besonders auf Innovation und Entrepreneurship legen.

    „In Rebecca Reisch als Geschäftsführerin haben wir eine erfahrene Führungspersönlichkeit gewonnen, die die Vision des Cyber Valley als führende Drehscheibe für Forschung und Unternehmertum im Bereich der KI vorantreiben kann. Sie ist die ideale Führungskraft, um Cyber Valley zum Motor einer neuen KI-Wirtschaft zu machen“, sagte Michael J. Black, Cyber Valley Sprecher und Direktor am Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme (MPI-IS) in Tübingen. „Wir haben Cyber Valley als Heimat für KI-Forschung von Weltrang fest etabliert – und jetzt erhält Cyber Valley mit der GmbH eine Plattform, in der Spitzenforschung, Start-ups, Mittelstand und Industrie noch enger vernetzt werden. Es geht nun zunehmend darum, Cyber Valley zur Brutstätte für die Gründung neu-er KI-fokussierter Unternehmen zu machen.“

    „Künstliche Intelligenz ist nicht nur Start-ups und Großkonzernen vorbehalten, auch mittelständische Unternehmen sichern sich ihre Wettbewerbsfähigkeit, wenn sie sich jetzt mit intelligenten Systemen auseinandersetzen“, erklärte Rebecca Reisch. „Die Grundlagen sind gelegt. Gemeinsam mit meinem Team möchte ich die bisherige Erfolgsgeschichte von Cyber Valley fortschreiben. Die Vernetzung der KI-Forschung mit der Wirtschaft kontinuierlich voranzutreiben, ist unser Ziel. Unternehmertum ist meine Leidenschaft.“


    Weitere Informationen

    Rebecca C. Reisch

    Reisch war zuletzt stellvertretende Geschäftsführerin bei nexMart. Dort verantwortete sie als Director Customer Success & Operations die Bereiche Project und Process Management, Data Intelligence, Connectivity und Customer Sup-port & Solutions. Sie ist zudem zertifizierte Coachin für Teams und Individuen mit den Schwerpunkten Führung und Unternehmertum. Dank eigener Erfahrung in der Unternehmensgründung bringt Reisch nicht nur die Außen-, sondern auch die Innenperspektive der Start-up-Kultur ins Cyber Valley Ökosystem. 2002 erwarb sie an der Katz Graduate School of Business in Pittsburgh, USA, den Master of Business Administration (MBA), 2003 schloss sie ihr Studium an der European Business School in Oestrich-Winkel als Diplom-Kauffrau ab.

    Über Cyber Valley

    Cyber Valley ist Europas größtes Forschungskonsortium im Bereich der künstlichen Intelligenz mit Partnern aus Wissenschaft und Industrie. Das Land Baden-Württemberg, die Max-Planck-Gesellschaft mit dem Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme, die Universitäten Stuttgart und Tübingen sowie Amazon, BMW AG, IAV GmbH, Mercedes-Benz Group AG, Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG, Robert Bosch GmbH und ZF Friedrichshafen AG sind die Gründungspartner dieser Initiative. Seit 2019 ist zudem die Fraunhofer-Gesellschaft Cyber Valley Partner. Unterstützt wird Cyber Valley zudem von der Christian Bürkert Stiftung, der Gips-Schüle-Stiftung, der Vector Stiftung und der Carl-Zeiss-Stiftung.

    Das Forschungskonsortium Cyber Valley feierte im vergangenen Dezember sein fünfjähriges Bestehen – und kann auf zahlreiche Meilensteine in seiner Entwicklung verweisen: Dazu gehören das stets wachsende Ökosystem der Forschenden, die ebenfalls immer größer werdenden Start-up– und Investoren-Netzwerke sowie die partizipativen Angebote aus dem Bereich des Public Engagements und des Innovation Managements, die sich immer größerer Beliebtheit erfreuen.

    Cyber Valley GmbH

    Die Cyber Valley GmbH wurde um den Jahreswechsel 2021/22 durch die Gesellschafter Land Baden-Württemberg (51%) und Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e. V. (49%) gegründet. Sie soll Cyber Valley mit den Standorten Stuttgart und Tübingen als international ausstrahlungsstarken Innovationscampus für künstliche Intelligenz und Robotik stärken, entwickeln und bekannt machen sowie die Akteure untereinander und zu Dritten vernetzen. Diese Managementeinheit wird nicht wissenschaftlich tätig, sondern übernimmt insbesondere Vermarktungs- und Unterstützungsaufgaben. Finanziert wird sie hauptsächlich durch das Land.

  • Im Dialog über KI

    Im Dialog über KI

    This article was published in German in the March edition of forschung leben, the magazine of the University of Stuttgart.
    Author: Jens Eber
      

    Wird künstliche Intelligenz (KI) bald unser Leben bestimmen? Oder wird die Technologie den Menschen vor allem nützen? Sicher ist für Rebecca Beiter jedenfalls: „Künstliche Intelligenz ruft in der Bevölkerung starke Emotionen hervor.“ Die 27­-Jährige ist Public­-Engagement­-Managerin in Cyber Valley, Europas größtem Forschungskonsortium im Bereich KI. Gründungspartner waren die Universitäten Stuttgart und Tübingen sowie weitere Forschungseinrichtungen, das Land Baden­-Württemberg, aber auch Unternehmen wie Daimler, Bosch oder Amazon.

    Rebecca Beiter ist für das Public Engagement in der Region Stuttgart zuständig, ihr Kollege Patrick Klügel arbeitet von der Uni Tübingen aus daran, eine Brücke zwischen Wissenschaft und Bevölkerung zu bauen. Ihre Aufgabe ist es nicht, ein positives KI­-Image zu vermitteln, sondern Gesellschaft und Forschung in einen Dialog über diese Technologie zu bringen. Am Ende sollen beide Seiten voneinander lernen können.

    „Unser Ziel ist ein langfristiges Netzwerk“, sagt Beiter. Darin soll einerseits die For­schung über Entwicklungen in der KI informieren. Die Bevölkerung erhält aber auch Raum, um Meinungen, Sorgen und Hoffnungen in die Wissenschaft zu tragen. Auf inter­nationaler Ebene gibt es vergleichbare Stellen schon etwas länger, in Deutschland gehören Beiter und Klügel zu den Ersten, die sich als Public­-Engagement-­Manager:innen professionell mit dem Dialog zwischen Forschung und Bevölkerung befassen.

    Realistisches Bild über KI vermitteln

    Dass diese Pionierarbeit mit Fokus auf künstlicher Intelligenz erfolgt, hat gute Grün­de: „Es existiert Unsicherheit in der Bevölkerung in Bezug auf KI“, bestätigt Beiter. Eine Befürchtung sei, dass die Technologie einzelne Berufe überflüssig machen könnte. Es gebe aber auch unrealistische, geradezu utopische Hoffnungen. „Ich halte es für wichtig, rea­listische Narrative zu vermitteln“, sagt die Public­ Engagement­-Managerin. Als Beispiel nennt sie die Wissenschaftlerin Annika Liebgott, die am Institut für Signalverarbeitung und Systemtheorie der Universität Stuttgart an der automatischen Erkennung von Be­wegungsunschärfen auf MRT­-Aufnahmen forscht. Diese Entwicklung soll dazu beitragen, dass verwackelte MRT-­Bilder unmittelbar erkannt und neu erstellt werden können. „Das ist eine Anwendung, die Ressourcen und Patienten schont, aber es dauert sehr lange, die KI dafür zu entwickeln“, sagt Beiter und fügt hinzu: „Wenn man das sieht, weiß man: KI kann viel, aber sie ist längst nicht das, was viele Menschen von ihr halten.“ Über­all dort, wo jedoch in großen Datenmengen Strukturen erkannt werden müssten, könne KI wertvolle Unterstützung leisten.

    Podcast und KI-Sprechstunde

    Die Public­-Engagement­-Strategie, die Beiter und Klügel für Cyber Valley entwickeln, hat bereits eine Reihe interessanter Bausteine hervorgebracht, die Wissenschaft und Gesell­schaft zusammenbringen können. Da ist etwa der Podcast „Direktdurchwahl“, in dem Forschende mit Bürger:innen über konkrete KI­-Forschungsprojekte und deren Heraus­forderungen sprechen. Auf wachsendes Interesse stößt auch die KI­-Sprechstunde, in der sich Interessierte mit ihren Fragen an die Forschung wenden können. Für 2022 plant Rebecca Beiter einen Kurzgeschichtenwettbewerb. Schüler:innen sollen dabei ihre Ge­danken zum Thema KI aufschreiben, in Folgeveranstaltungen können Forschende dann Bezug auf die Storys nehmen.

    Im Mittelpunkt der Arbeit von Rebecca Beiter und Patrick Klügel steht ein Berufs­kodex für Public­-Engagement-­Manager:innen, den sie aktuell erstellen. „Wir wollen den Dialog mit der Gesellschaft stärken“, erklärt Beiter. „Daher wollen wir eine Wertebasis schaffen, auf deren Grundlage das geschehen kann“, fügt die ausgebildete Unternehmens­kommunikatorin hinzu.

    Zu diesem Kodex soll beispielsweise ein sogenanntes Kontroversitätsgebot gehören. „Das heißt, dass wir Themen, die in der Wissenschaft kontrovers sind, auch kontrovers darstellen“, sagt Beiter. Auch ein Überwältigungsverbot soll zu den Grundwerten des Public Engagement gehören. Ziel sei, der Bevölkerung keine Ansichten vorzugeben, son­dern alle für die Meinungsbildung wichtigen Informationen zu liefern. Den Kodex wollen sie so weit fassen, dass er für die Wissenschaftskommunikation außerhalb des Themen­komplexes KI anwendbar wird. Zugleich wollen sie den Gedanken des Public Engagement in andere Hochschulen hineintragen.

    forschung leben
    Das Magazin der Universität Stuttgart
    Spannende Themen, sprechende Bilder, renommierte Gastautoren: Das Magazin forschung leben greift Fragestellungen und Probleme aus der Gesellschaft auf. In journalistischen Beiträgen zeigt es Lösungsansätze aus dem vielfältigen Forschungsspektrum der Universität Stuttgart. 

  • Willkommen, Julia Merlot!

    Willkommen, Julia Merlot!

    Intelligent systems could help prevent or better manage such escalations in the future. This raises not only technical but also legal, ethical, and societal issues, such as data protection and the nature and capabilities of artificial intelligence (AI) applications.

    During her three-month stay in Tübingen and Stuttgart, Julia Merlot, the new Cyber Valley Journalist-in-Residence, will focus on how intelligent systems can find their way into practice for better pandemic management. Her focus will be on the perspective of society and users: Which applications are desired and find acceptance, which do not? The science editor of the news magazine “Der Spiegel” convinced the independent jury with her application and will pursue this question from April to July 2022.

    “I’m interested in what knowledge exists in society, in health departments, clinics and in politics about possible AI applications in pandemic management,” says Merlot. “How are different application areas perceived and evaluated? From chatbots for contact tracing, to systems that suggest treatments for patients or the scope of protective measures.”

    Merlot aims to hear the perspectives of researchers, users, and citizens through a variety of conversation formats and workshops. She will present herself and her project in a public lecture on May 9, 2022 at 20:00 CEST. This talk will be streamed live and for free on the official Cyber Valley YouTube channel.

    About Julia Merlot:

    Julia Merlot studied science journalism in Darmstadt and has been an editor in the science department at the news magazine “Der Spiegel” (formerly “Spiegel Online”) in Hamburg for eight years. Previously, she wrote for “Zeit Wissen” and “Geo Wissen,” among others. Her thematic focus is on the life sciences and, with the onset of the corona pandemic, she focused significantly on the spread of the virus and its medical consequences. Merlot reports in a variety of article formats, in videos and podcasts, and is co-author of books including “Lockdown: Wie Deutschland in der Coronakrise knapp der Katastrophe entkam” (“Lockdown: How Germany narrowly escaped catastrophe in the Corona crisis”) and “Mythos oder Medizin: Brauchen Wunden Luft oder Pflaster?” (“Myth or medicine: Do wounds need air or band-aids?”).

    About the Cyber Valley Journalist-in-Residence Program:

    In a three- to six-month residency, a science journalist on leave for this program explores how AI applications can be used meaningfully for good journalism. Or how journalists can report appropriately and evidence-based on the technologies behind the buzzword “artificial intelligence.” The journalist selected by an independent jury will determine the topic and question themselves. The program is a collaboration with the Center for Rhetorical Science Communication Research on Artificial Intelligence (RHET AI Center). It is funded by the VolkswagenFoundation.

  • Startschuss für das erste ELLIS-Institut in Tübingen

    Startschuss für das erste ELLIS-Institut in Tübingen

    Mit der feierlichen Unterzeichnung einer Fördervereinbarung haben Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann, Wissenschaftsministerin Theresia Bauer, Dr. h. c. Hans-Werner Hector, Prof. Dr. Bernhard Schölkopf und Prof. Dr. Bernd Engler, Rektor der Universität Tübingen, am Donnerstag im Stuttgarter Neuen Schloss den offiziellen Startschuss zum Aufbau des europaweit ersten ELLIS-Instituts am Cyber Valley Campus in Tübingen gegeben.

    Das ELLIS-Institut wird in den kommenden zehn Jahren von der Hector Stiftung mit insgesamt 100 Millionen Euro gefördert. Damit wird das Cyber Valley Ökosystem um ein Institut ergänzt, das international rekrutierten und hoch qualifizierten Forschenden größtmögliche Freiräume und außergewöhnlich attraktive und flexible Rahmenbedingungen bietet. Das ELLIS-Institut wird aufgrund dieser Rahmenbedingungen auch international als ein besonders attraktives Angebot wahrgenommen werden. Ziel ist es, wissenschaftliche Talente aus der Spitzenforschung für einen Wechsel nach Baden-Württemberg zu gewinnen. Das Land Baden-Württemberg gibt weitere 25 Millionen Euro dazu und wird zusätzlich zu seinem bisherigen Engagement im Cyber Valley die bauliche Unterbringung sowie die Administration für das ELLIS-Institut bereitstellen. Mit dem ELLIS-Institut entsteht damit in Baden-Württemberg für die Erforschung der künstlichen Intelligenz (KI) ein neuer europäischer Leuchtturm mit Modellcharakter.

    „Mit dem ELLIS-Institut zünden wir die nächste Stufe im Cyber Valley. Wir machen dieses Institut zu einem Knotenpunkt im gesamten ELLIS-Netzwerk, einem Netzwerk, in dem sich Spitzenforscherinnen und -forscher aus ganz Europa zusammenfinden. Dies mit genau einem festen Standort: dem Cyber Valley hier bei uns in Baden-Württemberg. Das ELLIS-Institut wird künftig die besten Köpfe der Wissenschaft aus aller Welt anziehen – die Stars der Szene, aber genauso unseren wissenschaftlichen Nachwuchs“, so Ministerpräsident Winfried Kretschmann. „Wer ans ELLIS-Institut kommt, den erwartet dort größtmögliche Beinfreiheit, bestmögliche Ausstattung, ein inspirierendes Netzwerk aus Wirtschaft und Wissenschaft und die heißesten Themen der KI-Szene. Mit der großzügigen Förderung der Hector Stiftung von 100 Millionen Euro über die nächsten zehn Jahre wird ELLIS ein echtes Forschungs-Eldorado in Baden-Württemberg.“

    Der Stifter Dr. h. c. Hans-Werner Hector begründet sein Engagement für das ELLIS-Institut so: „KI wird zur Schlüsseltechnologie für viele Forschungsbereiche wie Medizin, Produktionsprozesse, Klimaschutz und Verkehr – um nur einige zu nennen. Aufgrund der unterschiedlichsten Anwendungsbereiche wird unser Leben zukünftig stark von ihr beeinflusst. Deutschland sollte im Forschungsbereich KI eine wichtige Rolle einnehmen. Daher möchten wir mit unserer Stiftung diese Entwicklung unterstützen.“

    Private Finanzierung kann öffentliche Forschung entscheidend voranbringen

    „Das ELLIS-Institut macht aus einem europäischen Top-Standort für künstliche Intelligenz nun den Top-KI-Standort in Europa: Hier kommen Erfahrung und Vision zusammen und treffen auf die herausragende Unterstützung von Hector Stiftung und Land – wir werden das neue ELLIS-Institut mit 25 Millionen Euro unterstützen. Mit diesen einmaligen Rahmenbedingungen wird es uns gemeinsam gelingen, im Wettbewerb um die besten Köpfe ganz vorne mitzuspielen“, betonte Wissenschaftsministerin Theresia Bauer.

    Bernhard Schölkopf, der als Direktor am Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme in Tübingen maßgeblich an der Gründung von Cyber Valley 2016 und dem Europäischen Laboratorium für Lernen und Intelligente Systeme (ELLIS) zwei Jahre später beteiligt war, wird dem neuen ELLIS-Institut als Gründungsdirektor vorstehen. „Zukünftige Systeme werden mit der Komplexität der Welt umgehen, indem sie aus Beobachtungen lernen – von der Astronomie über die Klimaforschung bis hin zur Medizin. Um diese zu gestalten, haben wir das Cyber Valley und die ELLIS-Initiative gegründet. Ich war sehr dankbar für die Gelegenheit, mich mit Dr. Hans-Werner Hector umfassend über diesen Paradigmenwechsel austauschen zu können, und ich bin nun dankbar für seine großzügige Unterstützung. Seine Vision und Tatkraft fallen hier auf fruchtbaren Boden. Ich hoffe, dass das ELLIS-Institut viele talentierte Menschen nach Baden-Württemberg bringen wird, weit über unsere Grenzen hinaus ausstrahlt, und zu einer KI beiträgt, die auf unseren europäischen Werten beruht“, sagte Schölkopf.

    „Es ist großartig, dass die Hector Stiftung mit der außerordentlich großzügigen Förderung des ELLIS-Instituts ihr Engagement am Forschungsstandort Tübingen weiter ausbaut“, ergänzte Rektor Engler. „Schon mit dem 2014 gegründeten Hector Institut für Empirische Bildungsforschung an der Universität Tübingen zeigte die Stiftung, dass sie zukunftsweisende Akzente für die Profilbildung des Standorts zu setzen vermag und bewies, dass zusätzliche private Finanzierung öffentliche Forschung entscheidend voranbringen kann. Das ELLIS-Institut ist ein wichtiger Schritt, um den Standort Tübingen in der europäischen Spitze eines Forschungsfeldes zu positionieren, das für die weitere Entwicklung von Gesellschaft und Wirtschaft von essentieller Bedeutung ist. Zudem wird ELLIS wesentlich dazu beitragen, das Cyber Valley Ökosystem dauerhaft zu einem Leuchtturm in der EU und darüber hinaus zu etablieren.“

    Cyber Valley in Tübingen wird weiter ausgebaut

    Vor wenigen Wochen hatte die Landesregierung Baden-Württembergs mit einer Investition von 180 Millionen Euro den Weg freigemacht für den Ausbau des Cyber Valley Campus am Standort Tübingen um mehrere Gebäude. Eines dieser geplanten Gebäude („Cyber Valley III“, Maria-von-Linden-Straße 8) wird künftig unter anderem die Heimat des ELLIS-Instituts sein. Mit Cyber Valley – einem zentralen Element der KI-Strategie des Landes – wird seit 2016 in einer gemeinsamen Initiative von Wissenschaft und Wirtschaft in Kooperation mit dem Land Baden-Württemberg und der Max-Planck-Gesellschaft ein international führender Forschungsstandort im Bereich des maschinellen Lernens, des maschinellen Sehens und der Robotik aufgebaut. Cyber Valley ist mit seinen Standorten in Stuttgart und Tübingen bereits an seinem fünften Geburtstag im Dezember 2021 eine der größten Forschungskooperationen Europas im Bereich der künstlichen Intelligenz. Exzellente Grundlagenforschung wird mit interdisziplinärer und industrieller Forschung und einer lebhaften Gründerszene zu einem Innovationsökosystem zusammengeführt.

    Der Forschungsschwerpunkt in Tübingen liegt auf dem Aufbau lernender Systeme, die der Vielseitigkeit und Robustheit natürlicher intelligenter Systeme nahekommen. Viele KI-basierte Anwendungen sind auf ein spezifisches Problem festgelegt, funktionieren aber nicht mehr, wenn sich dieses Problem verändert. Sie können keine kausalen Zusammenhänge erkennen. In Tübingen wird an Ansätzen geforscht, diese Lücke zu schließen.

    ELLIS-Institut soll die weltweit besten KI-Talente anziehen

    Eines der Ziele in Tübingen ist es auch, mit dem neuen ELLIS-Institut eine Forschungseinrichtung zu gründen, die die weltweit größten Talente im Bereich des maschinellen Lernens anzieht und hält. Mit den „Hector Endowed ELLIS Fellowships“ werde es künftig noch besser möglich, hoch qualifizierte und weltweit begehrte Forschende aller Karrierestufen anzuziehen, größtmögliche Freiräume sowie flexible Rahmenbedingungen zu bieten. „Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sollen bestmögliche Bedingungen geboten werden, um zukunftweisende Grundlagenforschung zu betreiben und mit ihrer Forschung zu Durchbrüchen in Anwendungsgebieten beizutragen“, so Schölkopf.

    Die geförderten Hector Endowed ELLIS Fellows finden in Cyber Valley eine hervorragende Forschungsumgebung und leistungsstarke Wirtschaftsunternehmen vor. Insbesondere ist eine enge Kooperation mit dem Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme (MPI-IS) und der Universität Tübingen vorgesehen, etwa in Form von gemeinsamen Berufungen, Promotionen und bei der Nutzung von Infrastruktur. MPI-IS und Universität betreiben heute bereits das gemeinsam von Bund und Land geförderte KI-Kompetenzzentrum Tübingen AI Center, eines der fünf KI-Kompetenzzentren Deutschlands.

    Dem ELLIS-Institut in Tübingen sollen weitere Institute im Rahmen der ELLIS-Initiative an anderen Standorten in ganz Europa folgen. Ziel von ELLIS ist es, langfristig eine pan-europäische Forschungsorganisation aufzubauen, die es mit den führenden KI-Standorten weltweit aufnehmen können und deren Institute jeweils als Nukleus eines hochgradig innovativen lokalen Ökosystems fungieren.


    Über ELLIS:

    Das Europäische Laboratorium für Lernen und Intelligente Systeme (ELLIS) soll die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen KI nachhaltig sichern, indem es das Fachwissen von Spitzenforscher:innen auf dem Gebiet des maschinellen Lernens und verwandter Gebiete auf dem gesamten Kontinent bündelt. Die Ende 2018 gegründete ELLIS-Initiative hat sich schnell zu einem paneuropäischen Netzwerk entwickelt, das 34 Forschungseinheiten an erstklassigen Einrichtungen in 20 Ländern umfasst, darunter vier in Baden-Württemberg (Freiburg, Heidelberg, Stuttgart, Tübingen). Derzeit gibt es 14 ELLIS-Forschungsprogramme sowie ein pan-europäisches Doktorandenprogramm, das im September 2020 gestartet ist. Mit diesen und weiteren Initiativen wollen die Mitglieder des ELLIS-Netzwerks Exzellenz in der Grundlagenforschung fördern. Dies wird europäische Wissenschaftler:innen in die Lage versetzen, die technologische und gesellschaftliche Revolution des 21. Jahrhunderts mit menschenzentrierter, nutzbringender KI aktiv zu gestalten.

  • #JIR22: KI und Journalismus

    #JIR22: KI und Journalismus

    Interested journalists are cordially invited to participate in an online event on January 24, starting at 10:00 CET, where current topics and developments related to AI and media coverage will be discussed.

    Annette Leßmöllmann from the Karlsruhe Institute of Technology (KIT) will talk about reporting and discourses on AI in her keynote lecture. Ulrike von Luxburg, professor for machine learning at Tübingen, will give an insight into the current state of development of machine learning and computer vision. Meik Bittkowski, Head of Research and Development at Science Media Center Germany, and Christina Elmer, Professor of Data Journalism at TU Dortmund University, will talk about application fields of AI tools in journalistic practice. Elmer will also join Cyber Valley Public Engagement Manager Patrick Klügel to provide information about the journalism-in-residence program at Europe’s largest AI research network.

    Here is the detailed agenda for the info session and the registration link.

    The Cyber Valley Journalist-in-Residence program will go into series in 2022. After the pilot project with data journalist Christina Elmer last year, the “AI and Journalism” program will now become a permanent part of the Cyber Valley public engagement strategy – in close collaboration with the Center for Rhetorical Science Communication on Artificial Intelligence (RHET AI) and funded by the Volkswagen Foundation.

    Interested journalists can apply for a three- to six-month compensated residency until February 15, 2022. During this time, the journalist-in-residence can conduct research on a topic of his or her choice in an exchange with AI researchers from various disciplines – absolutely independently. Cyber Valley explicitly does not expect any reporting on AI topics or about Cyber Valley during this time.

    What does Cyber Valley offer?

    • Introduction to basics of machine learning, computer vision and robotics
    • Building your own network with researchers
    • Insights into the Cyber Valley ecosystem
    • Freedom to be creative and reflect on methods, tools, and AI-powered journalism
    • remunerated work contract
    • Budget for own events (e.g. workshops, expert:ing talks, travel)
    • Costs for office and accommodation will be covered

    How to apply?

    Interested media representatives can apply via email to Cyber Valley Public Engagement Manager Patrick Klügel by February 15, 2022 with a cover letter, resume, and idea paper. The two-page idea paper illustrates which journalistic challenge is to be solved during the stay with regard to the topic of AI or with the help of AI. The selection decision will be made by a jury chaired by Prof. Annette Leßmöllmann, Karlsruhe Institute of Technology (KIT) and RHET AI Center Tübingen, and Prof. Christina Elmer, TU Dortmund, by early March 2022.

    Further information on the call for applications and the process of the Cyber Valley Journalist-in-Residence program is summarized in this document.