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  • Public Engagement Newsletter: KI verstehen und mitgestalten

    Public Engagement Newsletter: KI verstehen und mitgestalten

    Veranstaltungen, Themen und Aktivitäten rund um künstliche Intelligenz (KI) und Public Engagement

    Liebe Leserinnen und Leser,

    was ist eigentlich künstliche Intelligenz (KI), was kann sie, und was soll sie können? Für alle, die diese Fragen beantworten können möchten, haben wir einige kostenfreie Angebote in diesem Newsletter zusammengestellt – damit sich alle über KI informieren und eine Meinung zum Einsatz von KI bilden können.

    Wie kann KI helfen, zukünftige Pandemien besser zu managen? Drei Monate hat sich die SPIEGEL-Journalistin Julia Merlot im Cyber Valley Ökosystem darüber mit KI-Forschenden und Mediziner:innen unterhalten. Herausgekommen ist ein Überblick über die Hürden beim Einsatz von künstlicher Intelligenz im medizinischen Bereich, den wir für den Newsletter zusammengefasst haben.

    Und ein Highlight zum Ende: In wenigen Tagen reisen wir nach Berlin, um auf der Berlin Science Week den Public-Engagement-Kodex vorzustellen. Dadurch möchten wir den Austausch zwischen Forschenden und der Öffentlichkeit an Deutschlands Forschungseinrichtungen weiter etablieren. Im November-Newsletter werden wir dazu Ausschnitte veröffentlichen.

    Wir freuen uns darauf, einige von Ihnen bei unseren kommenden Veranstaltungen zu sehen und wünschen viel Spaß beim Lesen! 

    Rebecca Beiter und Patrick Klügel
     

    Ankündigungen

    Video: Was ist KI, was kann KI und was soll sie können?

    In diesem aufgezeichneten Vortrag gibt Public-Engagement-Managerin Rebecca Beiter einen Einblick in künstliche Intelligenz (KI), die Vorteile, die KI mit sich bringt, sowie die Herausforderungen, vor denen wir als Gesellschaft stehen. Den knapp einstündigen Vortrag stellen wir daher kostenfrei zur Verfügung – damit sich viele Menschen über KI informieren und eine eigene Meinung bilden können.
    Aufgezeichnet wurde das Video am 24. Oktober 2022 bei einer Fortbildungsveranstaltung für die Beratenden des Landesmedienzentrum Baden-Württemberg (LMZ).
    Zum Video (YouTube)


    Rückblick: Forum Wissenschaftskommunikation

    Im Oktober durften wir unsere Vorab-Version des Public-Engagement-Kodex beim Forum Wissenschaftskommunikation vorstellen und mit anderen Praktiker:innen diskutieren. Unsere Erkenntnisse kurz zusammengefasst:

    • „Partizipation“, „Dialog“, „Interaktion mit der Öffentlichkeit“ – viele Diskussionsrunden und Workshops auf der Fachkonferenz beschäftigen sich zwar mit Methoden und Elementen von Public Engagement, der Begriff selbst ist jedoch noch recht unbekannt. Da kommt unser Kodex genau zur richtigen Zeit.
    • Obwohl es viel Arbeit ist, ein Dokument in einem offenen Prozess zu erarbeiten – es lohnt sich. Jede neue Bearbeitungsrunde, jedes neue AG-treffen, jedes Feedback half, neue Perspektiven einzubringen und den Text zu schärfen. Version 20 ist zwar eine inhaltlich komplett andere als Version eins, doch eine deutlich bessere. Aber: Wir alle mussten offen dafür bleiben, dass sich der Text immer wieder stark verändert.
    • Viele Cloud-Tools ermöglichen und vereinfachen kollaboratives Arbeiten an einem Text. Trotzdem war das Arbeiten, Überlegen und Schreiben auf Papier auf den World-Café-Tischen bei der Konferenz ergiebiger als manche Online-Sitzung. Das Ringen um Begriffe in einer realen Gruppe tat einem sonst digital ausgerichteten Prozess sehr gut.

    Möchten Sie den Kodex mitgestalten? Das Dokument werden wir mit allen Interessierten regelmäßig überarbeiten. Über unsere LinkedIn-Gruppe bleiben Sie informiert.

    Veranstaltungen

    KI-Sprechstunden im Winter

    Im November und Dezember bieten wir gemeinsam mit der vhs Stuttgart erneut eine KI-Sprechstundenreihe an, in der Bürger:innen einen Einblick in KI-Forschung bekommen und Wissenschaftlerinnen kennen lernen. Vorwissen ist nicht notwendig; die Veranstaltungen sind kostenfrei und finden teilweise vor Ort, teilweise online statt.


    Montag, 14. November, 17:45–19:15 Uhr
    KI-Sprechstunde: „Was ist künstliche Intelligenz?“ mit Rebecca Beiter 
    Weitere Informationen und Anmeldung

    Montag, 21. November, 17:45–19:15 Uhr
    KI-Sprechstunde: „Was der Computer noch lernen muss“ mit Annika Buchholz 
    Weitere Informationen und Anmeldung

    Montag, 28. November, 17:45–19:15 Uhr
    KI-Sprechstunde: „Was ist ein intelligentes System und wie funktioniert es?“ mit Nada Sahlab
    Weitere Informationen und Anmeldung

    Montag 5. Dezember, 17:45–19:15 Uhr
    KI-Sprechstunde: „Wer bestimmt, was KI können darf?“ mit Rebecca Beiter
    Weitere Informationen und Anmeldung

    KI-Sprechstunden 2023

    Auch im kommenden Jahr möchten wir Ihnen die Möglichkeit geben, Wissenschaftler:innen und deren Forschungsgebiete in unseren KI-Sprechstunden kennenzulernen. Bereits anmelden können Sie sich für den Online-Termin am 21. März 2023 um 17:00 Uhr. Thema der KI-Sprechstunde wird sein: „Sperrgebiet – Ankern für KI verboten. Wie künstliche Intelligenz sicher ein Schiff steuert“. 
    Weitere Informationen und Anmeldung

    Kunstausstellung „SHIFT. KI und eine zukünftige Gemeinschaft“

    Merken Sie sich für das Frühjahr einen Besuch im Kunstmuseum Stuttgart vor, denn vom 4. Februar bis zum 21. Mai 2023 ist dort die Ausstellung „SHIFT. KI und eine zukünftige Gemeinschaft“ zu sehen. Cyber Valley unterstützt die Ausstellung mit einem Begleitprogramm und Angeboten für Erwachsene und Schüler:innen.
    Zur Übersicht und Anmeldung


    Interview: „Es scheitert an der Verfügbarkeit von Daten“


    Ergebnisse des Journalist-in-Residence-Programm
    Drei Monate lang hat sich Julia Merlot als Journalist-in-Residence (JIR) mit der Verbindung von künstlicher Intelligenz und Medizin beschäftigt. Nun ist das JIR-Programm beendet. Cyber Valley Public Engagement Manager Patrick Klügel hat mit ihr über ihre Recherchen und Ergebnisse gesprochen.

    Wie können wir mithilfe von künstlicher Intelligenz zukünftig ein besseres Pandemie Management erreichen – Julia, wie weit bist du auf der Suche nach Antworten gekommen? 
    Ich habe festgestellt, dass sich der Einsatz von KI beim Pandemie Management nicht aufdrängt oder zumindest derzeit noch nicht, weil es bei Pandemien immer schnell gehen muss. Wir haben zur Zeit ein paar Hürden, wenn es um die Anwendung von künstlicher Intelligenz in der Medizin geht. Ich habe festgestellt, dass es beim Einsatz von KI in der Medizin oft an der Verfügbarkeit von Daten scheitert.

    Beim Umgang mit Patientendaten ist der Datenschutz ein wichtiges Thema. Oft wird er auch als eine Hürde erwähnt, wenn es um Innovationen in diesem Bereich geht. Was haben die Forschenden und Mediziner:innen in den Gesprächen, die du geführt hast, dazu gesagt?
    Datenschutz wird oft als Hürde angesehen, denn Deutschland ist Datenschutz Ländersache. Sobald man Projekte machen möchte, die länderübergreifend laufen, z.B. zwischen einer Klinik in München und einer Klinik in Tübingen, wird es kompliziert. Bei Vielen besteht der Wunsch, dass die Datenschutzbeauftragten Lösungswege aufzeigen, wie man datenschutzkonforme Projekte umsetzen kann.

    Künstliche Intelligenz ist eine Methode; ein Handwerkszeug. Sie braucht den Blick über den Tellerrand und die Zusammenarbeit mit anderen Fachdisziplinen.
    Der Wunsch nach interdisziplinärer Zusammenarbeit hat mich in meinen Recherchen von allen Seiten erreicht, sowohl von Medizinern als auch von KI-Fachleuten. Ein Mediziner war sehr offen und hat gesagt, er wisse gar nicht so genau, welche Fragen man eigentlich mit KI beantworten kann. Auf der anderen Seite, auf der Seite der KI-Forschung, kam umgekehrt die Information, dass man nicht so genau wisse, welche Fragen denn die Mediziner:innen hätten.

    Der Interviewausschnitt wurde für die schriftliche Version sprachlich überarbeitet und gekürzt. Eine ausführliche Version können Sie sich hier nachlesen und anschauen.




    Partnerveranstaltungen

    Arbeit auf App-Ruf. Chancen und Risiken der Plattformökonomie 
    Dienstag, 15. November 2022, 19:30 Uhr, Stadtbibliothek Stuttgart und online 

    Ob eBay, AirBnB oder Booking.com – wir alle nutzen Plattformen. Diese bieten nicht selbst Waren und Dienstleitungen an, sondern stellen eine Struktur bereit, die Handel möglich macht. Die Autorin Berit Glanz und der Soziologe Ulrich Dolata sprechen über Chancen und Risiken von Plattformökonomie.
    Weitere Informationen


     

    Fundstücke 


    KI verwandelt Text in Videoclips

    Der Facebook-Mutterkonzern Meta hat mit „Make a Video“ ein intelligentes System veröffentlicht, das kurze Videoclips generieren kann, wenn Nutzer:innen einen Text eingeben. Zwar sind die Ergebnisse bisher teilweise ungenau, trotzdem könnte „Make a Video“ wegweisend für zukünftige Systeme zur Bildgenerierung sein. Gleichzeitig gibt es erste ethische Bedenken, da sich System auch zur Produktion von Deep Fakes und Desinformationen missbrauchen lässt.
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    Soll KI über Leben und Tod entscheiden?

    Der australische Arzt und Aktivist Philip Nitschke hat eine Art Sarkophag enwickelt, mit dem sterbewillige Patient:innen selbstbestimmt und schmerzfrei aus dem Leben scheiden sollen. Teil dieses Projekts ist ein Algorithmus, der die Patient:innen einem psychologischem Test unterzieht und prüft, ob diese Entscheidung wirklich die eigene ist. Projekte wie diese werfen Fragen auf: Welche medizinischen beziehungsweise moralischen Entscheidungen soll KI treffen dürfen? Anhand von weiteren Beispielen aus der Medizin versucht Will Douglas Heaven, diese Fragen in seinem Artikel zu beantworten.
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    Mit KI Fake News enttarnen

    Forschende des Austrian Institute of Technology (AIT) haben mit „defalsif-AI“ ein KI-gestütztes Werkzeug entwickelt, das Fake News erkennen soll. Nutzer:innen können auf einer Online-Plattform digitale Inhalte wie Fotos oder Texte hochladen und die Webadresse angeben, von der diese Inhalte stammen. Defalsif-AI untersucht diese Inhalte auf Anzeichen von Manipulation und Desinformation. Mithilfe der Ergebnisse sollen Nutzer:innen besser entscheiden, ob es sich bei den Inhalten um Fake News handelt.
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    Unfall oder Mord?

    2008 wurde eine 87-Jährige tot in ihrer Badewanne aufgefunden. Nach dem Ermittlungsverfahren wurde der Hausmeister der Wohnanlage als Mörder angeklagt und verurteilt. Doch was hat das mit KI zu tun? Eine an der Universität Stuttgart neuentwickelte biomechanische Simulationsmethode sowie ein thermodynamisches Gutachten, das von einem Wissenschaftler der Universität Stuttgart erstellt wurde, lieferten die Voraussetzung für die Wiederaufnahme eines Mordfalles: Nach 13 Jahren Haft hat das Gericht nun die Freilassung des mittlerweile 62-jährigen Angeklagten angeordnet – dank computergestützter Verfahren.
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    Haben Sie Themenwünsche oder Rückmeldungen zum Newsletter? Melden Sie sich gerne bei uns! Den Newsletter können Sie auch auf LinkedIn abonnieren.

    Über Cyber Valley Public Engagement:
    Cyber Valley möchte eine ethisch und sozial reflektierte Forschung auf dem Gebiet der künstlichen Intelligenz (KI). Wir laden Sie deshalb ein zu unseren regelmäßig stattfindenden Dialogformaten. Unser Ziel: mehr Zugänglichkeit und Austausch zwischen Gesellschaft und KI-Forschenden.

  • BWKI zeichnet Schüler:innen-Teams aus

    BWKI zeichnet Schüler:innen-Teams aus

    Insgesamt zehn Schüler:innen-Teams sind am Freitag beim Finale des vierten Bundeswettbewerbs für Künstliche Intelligenz (BWKI) in Tübingen mit ihren eingereichten KI-Projekten angetreten: Von Fake News-Filtern, Sprachübersetzungs-Apps bis hin zur chemiefreien Unkrautbekämpfung durch Drohnen-Spotting – für die Jury war die Auswahl aus der Bandbreite an Anwendungen keine leichte Entscheidung.

    Der mit 1.500 Euro dotierte Hauptgewinn ging in diesem Jahr an den 17-jährigen David Rutkevich aus Leer in Ostfriesland, angemeldet als „camel_case“. Er hat einen Algorithmus entwickelt, der weiße Blutzellen analysiert. Das hilft bei der Erkennung von Viruserkrankungen wie Affenpocken oder von HIV. Effiziente und kostengünstigere KI-gestützte Methoden könnten auch die medizinische Diagnostik in ärmeren Ländern verbessern. Er gewann außerdem einen Praktikumsplatz bei der Firma Fanuc und erhält hier vertiefte Einblicke in die Industrieautomatisierung.

    Den mit 500 Euro dotierten Geldpreis in der Sonderkategorie „Umwelt und Nachhaltigkeit“ erhielt der 15-jährige Christian Krause aus Rottum in Oberschwaben, angetreten als „ampfer_mampfer“. Er hat einen Algorithmus entwickelt, der das Feldunkraut Ampfer auf Drohnenbildern erkennt und genau positioniert: Die perfekte Grundlage für gezielte mechanische Unkrautentfernung durch Roboter anstelle von chemischen Unkrautvernichtungsmitteln.

    Als Sieger in der Sonderkategorie „Hardware“ gingen Alexander Lowa und Moritz Erbe mit ihrem Team „Droneso.me“ hervor. Die 18-Jährigen aus dem Spreewald freuten sich über einen Geldpreis in Höhe von 750 Euro. Dank „Droneso.me“ könnten in Zukunft medizinische Hilfsmittel per autonomer intelligenter Transport-Drohne in Windeseile an ihren Zielort gelangen – ohne Zeitverlust in Staus oder an roten Ampeln.

    Mit dem Nachwuchspreis wurde das „Team Orion“ aus Hamburg ausgezeichnet. Die beiden 17-jährigen Vincent Elster und Caspar Pagel haben eine KI entwickelt, die Tweets mit gefakten Inhalten erkennt und den Nutzer warnt. Ihr Anwendungsbeispiel: Die Queen ist nicht tot. Das Team erhielt einen Geldpreis in Höhe von 500 Euro.

    Alle Daheimgebliebenen hatten die Chance, der Veranstaltung live auf YouTube (https://www.bw-ki.de/live) beizuwohnen – und ihre Favoriten mit dem Publikumspreis zu belohnen. Dieser – dotiert mit 500 Euro – ging in diesem Jahr erstmals an zwei Teams: Darunter „Captcha-AI Bot“ bestehend aus dem 17-jährigen Jacob Bürkle aus dem hessischen Dreieich. Er hat den Captcha-Test mit einem Algorithmus herausgefordert. Captchas werden dazu verwendet, um sicher zu stellen, dass ein Mensch, und keine Maschine sich in Nutzerkonten einloggen oder Internetformulare ausfüllen. Der 15-jährige Christian Krause aus Rottum in Oberschwaben von „ampfer_mampfer“ lag mit „Captcha-AI Bot“ gleich auf und konnte sich damit über gleich zwei Preise am Abend freuen.

    Das Gymnasium Neuenbürg in Baden-Württemberg sicherte sich den Titel „KI Schule des Jahres“. Mehr als 80 Schüler:innen hatten vorab am kostenlosen KI-Kurs des BWKI teilgenommen. Als Preis erhält das Gymnasium einen Klassensatz einer von der Pflanzenwelt inspirierten Roboterblume.

    Schüler:innen weiterführender Schulen waren im Frühjahr dazu aufgerufen, alleine, im Team mit bis zu vier Personen oder als Klassengemeinschaft ein eigenes KI-Projekt zu entwickeln – und damit beispielsweise einen gesellschaftlichen oder ökologischen Beitrag zu leisten. Nach der Einreichung der Projektideen Mitte Mai hatten die Jugendlichen ein halbes Jahr Zeit, diese umzusetzen. Zehn Teams qualifizierten sich für das Finale am 14. Oktober und hatten die Chance ihre Projekte in Tübingen selbst der Jury zu präsentieren und damit zu begeistern.

    Der Tag endete mit einer gemeinsamen Party, bei der das Algorave-Duo „Crash Server“ aus Straßburg live Elektrosounds programmierte und die entsprechenden Computercodes auf einen Bildschirm projizierte.

    „Künstliche Intelligenz verändert Wirtschaft und Gesellschaft massiv. Daher ist es wichtig, sie nicht nur zu verstehen, sondern auch kreativ und verantwortungsvoll einzusetzen. Der Wettbewerb bestärkt junge Menschen, genau das zu tun“, erklärte Dr. Felix Streiter, Geschäftsführer der Carl-Zeiss-Stiftung, die den Bundeswettbewerb nun schon im dritten Jahr fördert.

    „Inzwischen spüren wir überall, dass wir dringend gute Ideen für eine gute Zukunft brauchen. Der BWKI soll das Selbstvertrauen unserer jungen Leute stärken und sie ermutigen, mit neuen Technologien nach neuen Lösungen zu suchen,” sagte Professor Matthias Bethge, Co-Initiator des Wettbewerbs und Leiter des Tübingen AI Center, eine gerade von Bund und Land neu gegründete Forschungseinrichtung der Universität und des Max-Planck-Instituts für Intelligente Systeme in Tübingen.

    In der Jury des Wettbewerbes waren in diesem Jahr vertreten: Dr. Philip Häusser (Physiker und Moderator), Prof. Dr. Matthias Bethge (Initiator des Wettbewerbs, Direktor des Tübingen AI Center), Dr. Wieland Brendel (Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme Tübingen) und Prof. Dr. Bernhard Schölkopf (Direktor Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme Tübingen), André Gatzke (Fernsehmoderator, u.a. der Sendung mit der Maus), Pina Merkert (Redakteurin beim c’t Magazin und Makerin), Julia Nitsch (Robotik- und ML-Expertin), Alexander Kleiner (Chief Expert Navigation and Coordination of Autonomous Systems bei Bosch), Jan Seyler (Bereichsleitung und Entwicklung FESTO), Andrea Kranzer (Business Angel und Start Up-Investorin im Bereich AI & Health), sowie Boris Gibba und Elisabeth Knigge als BWKI-Alumni.

    Der Bundeswettbewerb Künstliche Intelligenz wird im kommenden Jahr erneut ausgeschrieben. Hauptförderer des Wettbewerbs ist die Carl-Zeiss-Stiftung. Der Wettbewerb wurde zudem von Bosch, Festo, Fanuc, dem Verlagshaus Droemer und Knaur sowie dem c’t Magazin unterstützt und in Kooperation mit dem Cyber Valley, der Hochschule der Medien Stuttgart und der Deutschen Allianz Meeresforschung durchgeführt.

    Über den Bundeswettbewerb Künstliche Intelligenz

    Der BWKI motiviert Schüler:innen eigenen Ideen für eine bessere Welt von morgen mithilfe von Künstlicher Intelligenz umzusetzen. Der Bundeswettbewerb wurde 2018 am KI-Forschungsstandort Tübingen durch Prof. Dr. Matthias Bethge (Direktor des Tübingen AI Center), Dr. Wieland Brendel (Tübingen AI Center / Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme Tübingen) und Prof. Dr. Bernhard Schölkopf (Direktor Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme Tübingen) ins Leben gerufen und ermöglicht seitdem Jugendlichen, ihr Können aktiv im KI-Forschungsumfeld unter Beweis zu stellen.

    Mehr Infos unter: https://bw-ki.de

    Über das Tübingen AI Center

    Der Bundeswettbewerb Künstliche Intelligenz ist ein Outreach-Projekt des Tübingen AI Center. Das KI-Zentrum ist eine Forschungseinrichtung der Universität Tübingen und des Max-Planck-Instituts für Intelligente Systeme, die gemeinsam vom Bund und Land getragen wird. Dort geht es darum, die Grenzen der KI-Forschung zu erweitern und die Zukunft in Europa mitzugestalten, mit dem Ziel, dass sich die Technik der Natur anpassen sollte und nicht umgekehrt.

    Mehr Infos unter: https://tuebingen.ai

    Über die Carl-Zeiss-Stiftung

    Die Carl-Zeiss-Stiftung hat sich zum Ziel gesetzt, Freiräume für wissenschaftliche Durchbrüche zu schaffen. Als Partner exzellenter Wissenschaft unterstützt sie sowohl Grundlagenforschung als auch anwendungsorientierte Forschung und Lehre in den MINT-Fachbereichen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik). 1889 von dem Physiker und Mathematiker Ernst Abbe gegründet, ist die Carl-Zeiss-Stiftung eine der ältesten und größten privaten wissenschaftsfördernden Stiftungen in Deutschland. Sie ist alleinige Eigentümerin der Carl Zeiss AG und SCHOTT AG. Ihre Projekte werden aus den Dividendenausschüttungen der beiden Stiftungsunternehmen finanziert. Mehr Infos unter: https://carl-zeiss-stiftung.de

  • Welche Rolle spielt KI im Unternehmertum?

    Welche Rolle spielt KI im Unternehmertum?

    Es diskutieren:

    • Vanessa Cann, Geschäftsführerin des KI Bundesverbands
    • Alexander Brem, Direktor des Instituts für Entrepreneurship und Innovationsforschung an der Universität Stuttgart
    • Anne Mareike Schlinkert, Co-Founder & COO der Katulu GmbH
    • Bart de Witte, Founder & CEO der Hippo AI Foundation

    Die Zuschauer:innen können ihre Fragen live via Chat in die Diskussion einbringen. Aljoscha Burchardt, Principal Researcher am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI), übernimmt die Chatbetreuung.

  • Public Engagement Newsletter

    Public Engagement Newsletter

    Veranstaltungen, Themen und Aktivitäten rund um KI und Public Engagement

    Liebe Leserinnen und Leser,


    nach mehr als einem Jahr ist es endlich soweit: Diesen Herbst können wir Deutschlands ersten Public Engagement Kodex präsentieren – eine von uns initiierte Sammlung von Prinzipien und eine gemeinsam mit weiteren Praktiker:innen entwickelte Vision und Mission für Public Engagement in Deutschland. Eingeflossen sind unsere Erfahrungen aus dem Austausch und der Zusammenarbeit mit Ihnen!

    Wir möchten Sie außerdem nach der Sommerpause auf unsere Veranstaltungen im Herbst und Winter hinweisen. Im Interview sprechen wir dieses Mal über die ethischen Aspekte, wenn KI in der Migration eingesetzt wird.

    Viel Spaß beim Lesen wünschen
    Rebecca Beiter und Patrick Klügel


    Ankündigungen: Der Public Engagement Kodex

    Was tun, wenn’s schwierig wird? Cyber Valley auf dem Forum Wissenschaftskommunikation
    Dienstag, 04. Oktober 2022, 17:45–18:45 Uhr

    Beim Forum Wissenschaftskommunikations entwickeln wir gemeinsam Deutschlands ersten Public Engagement Kodex weiter. In einem Word Café diskutieren wir den Zwischenstand des Kodex in vier Themenkreisen. Ziel ist es, dass der Kodex so konkretisiert wird, dass er möglichst Vielen in der täglichen Public-Engagement-Arbeit Orientierung gibt.
    Weitere Informationen

    Public Engagement Kodex Launch – Nach einem Jahr Entstehungsphase ist er fertig: Deutschlands erster Public Engagement Kodex
    Freitag, 04. November 2022, 16:00–17:30 Uhr, Naturkundemuseum Berlin

    Als Teil des Programms der Berlin Science Week stellen wir den Public Engagement Kodex vor, den Cyber Valley als Initiator gemeinsam mit der Berlin School of Public Engagement erarbeitet hat. Das werden wir gemeinsam mit vielen Gästen aus Wissenschaft, Gesellschaft und Politik feiern. Ganz im Sinne des Public Engagements steht dabei der Austausch und der Dialog im Vordergrund, beispielsweise mit einer offenen Diskussionsrunde. Möchten auch Sie dabei sein? Schreiben Sie uns!
    Weitere Informationen


    Interview: „Der Grenzschutz darf nicht über Menschenrechten stehen“

    Professor Dr. Regina Ammicht Quinn ist Sprecherin des Internationalen Zentrums für Ethik in den Wissenschaften der Universität Tübingen und Vorsitzende des unabhängigen Cyber Valley Public Advisory Boards. Public-Engagement-Managerin Rebecca Beiter sprach mit ihr über ihre Ansichten zum KI-Einsatz an Ländergrenzen und in der Migration.

    Frau Ammicht Quinn, wie wird KI in der Migration aktuell eingesetzt?

    Das einfachste Beispiel sind die Smartphones; also Techniken zur Information und Orientierung, aber auch zur Kontrolle der Menschen. Andere Techniken versuchen zum Beispiel Migrationsströme vorherzusagen, um bessere Versorgungen zu gewährleisten. Weitere Techniken dienen der Risikoanalyse, zum Beispiel in Form von Lügendetektoren, die momentan an der griechischen Grenze eingesetzt werden.

    Sollte man überhaupt KI an Grenzen einsetzen?

    Keine einfache Frage. Die grundsätzlichen Spielregeln sind: Techniken dürfen keine Lebensentscheidungen treffen, nicht automatisiert und auch nicht teilautomatisiert, weil dann immer die Gefahr ist, dass der Technik zu viel Objektivität und Wahrheit zugeschrieben wird. Das Zweite ist: Verantwortung darf nicht abgegeben werden. Und das Dritte: Wir brauchen natürlich Techniken in schwierigen Situationen. Wir brauchen Techniken für die Seenotrettung, sonst sterben noch mehr Menschen im Mittelmeer. Zugleich wissen wir, dass je stärker technisch überwacht bestimmte Migrationsrouten sind, zum Beispiel mit Drohnen, Wärmebildkameras, Bewegungsmeldern oder Herzschlagsensoren, desto riskantere Wege nehmen Menschen.

    Technik wird häufig damit assoziiert, neutraler, objektiver zu sein als Menschen. Wenn intelligente Systeme an der Grenze zum Einsatz kommen, geschieht das zum Wohle der migrierenden Menschen?

    Menschen sind subjektiv und emotional. Mit der Neutralität ist es, glaube ich, weder beim Menschen noch in der Technik wirklich weit her. Aber es ist zu einfach, Menschen und Technik gegenüber zu stellen. Wir handeln mit Technik und Technik handelt mit uns. Wir müssen wissen, dass Konflikte über Technik, die wir haben, immer auch gesellschaftliche Konflikte sind.

    Das Interview wurde für diesen Newsletter gekürzt. Das gesamte Interview können Sie hier nachlesen.



    Veranstaltungen

    KI-Makerspace Kursprogramm

    Der Tübinger KI-Makerspace veröffentlicht im Oktober sein neues Kursprogramm für Kinder, Jugendliche und für alle weiteren Interessierten. Von einer Einführung in Datenkompetenz, über den Bau von lernenden Sprachsteuerungen bis zum Löten von Weihnachtsgeschenken sind einige neue Angebote in Planung. Um über die Kurse und Veranstaltungen informiert zu bleiben, können Sie sich für den Makerspace-Newsletter anmelden.

    Vhs-KI-Kurse

    Im Winter bieten wir gemeinsam mit der vhs Stuttgart erneut eine KI-Sprechstundenreihe an, in der Bürger:innen einen Einblick in KI-Forschung bekommen und Wissenschaftlerinnen kennen lernen. Vorwissen ist nicht notwendig; die Veranstaltungen sind kostenfrei und finden teils vor Ort, teils online statt.

    Rückblick zur Diskussion: Künstliche Intelligenz–Superkraft für Marke und Kommunikation?

    „Draw a painting of a landscape in the style of Caspar David Friedrich“ – Bilder, Videos, Texte und Musik kann eine darauf trainierte KI mittlerweile generieren. Welche Möglichkeiten bietet KI heute und zukünftig für uns und für die Kommunikation von Unternehmen und Marken? Die Veranstaltung vom 26. September 2022 wurde aufgezeichnet und kann hier nachgeschaut werden.


    Partnerveranstaltungen

    Special Lectures: Andere Ästhetik
    12. Oktober 2022, 18.15–19.45 Uhr, Universität Tübingen, Alte Aula

    „Abschied vom Ich. Über die Ästhetik des Allgemeinen in der Digitalmoderne“ spricht Dr. Hanno Rautenberg, stellvertretender Ressortleiter Feuilleton, DIE ZEIT.
    Weitere Informationen und Anmeldung

    KollegIn KI musiziert. Wie neue Technologien die Musik beeinflussen
    Dienstag, 18. Oktober 2022, 19:30–21:45 Uhr, Stadtbibliothek Stuttgart

    Wie lassen sich künstliche Intelligenz und andere Technologien einsetzen, um Musik zu komponieren und digital erlebbar zu machen? In einer Podiumsdiskussion sowie einem Konzert des Stuttgarter Kammerorchesters werden erste Ergebnisse dieser Experimente diskutiert und aufgeführt.
    Weitere Informationen


    Fundstücke


    KI in der Brustkrebsdiagnostik

    Eine Studie hat gezeigt, dass Radiolog:innen Brustkrebserkrankungen mit Hilfe von KI präziser erkennen können als Kolleg:innen, die keine KI benutzen, oder als KI im Alleingang. Der Einsatz von KI könnte helfen, Brustkrebs früher zu diagnostizieren, Fehldiagnosen auszuschließen und Radiolog:innen zu entlasten, sodass sie mehr Zeit für ihre Pantient:innen haben.
    Zum Artikel

    Die Vergangenheit mit KI besser verstehen

    KI gilt als die Technologie der Zukunft. Sie wird aber auch eingesetzt, um die Vergangenheit besser verstehen zu können. In ihrem Artikel stellt Victoria Masterson sechs solcher Projekte vor: So wird KI beispielsweise eingesetzt, um altgriechische Inschriften zu rekonstruieren oder um vergessene Sprachen wieder zugänglich zu machen.
    Zum Artikel

    Falscher Verdacht durch Bilderkennung

    Eine Meldung machte im August die Runde – zurecht, denn an ihr lassen sich Probleme veranschaulichen, die fehlerhafte automatisierte KI-Entscheidungen mit sich bringen. Ein Vater aus San Francisco hatte Fotos des Intimbereichs seines Sohnes, der über Schmerzen geklagt hatte, an den Kinderarzt geschickt. Was er nicht wusste: Die Fotos wurden auf Google-Servern gespeichert und gescannt. Die automatische Bilderkennung klassifizierte die Bilder als Kinderpornografie, Google sperrte den Account des Vaters und alamierte sogar die Polizei.
    Hintergründe zum Fall liefert dieser Artikel von netzpolitik.org

    Über Cyber Valley Public Engagement:

    Cyber Valley möchte eine ethisch und sozial reflektierte Forschung auf dem Gebiet der künstlichen Intelligenz (KI). Wir laden Sie deshalb ein zu unseren regelmäßig stattfindenden Dialogformaten. Unser Ziel: mehr Zugänglichkeit und Austausch zwischen Gesellschaft und KI-Forschenden.

  • „Train the Trainer“: KI im Unterricht

    „Train the Trainer“: KI im Unterricht

    Im Seminar stellt Tabea Berberena, wissenschaftliche Koordinatorin des Lehr- und Lernforums RISING an der Universität Stuttgart, die Unterrichtseinheit „Künstliche Intelligenz – was ist das überhaupt und was hat das mit mir zu tun?” vor. Diese kann sowohl über einen E-Learning-Kurs als auch ohne Internetzugang umgesetzt werden. Sie gibt im Workshop einen Überblick über das kostenfreie Unterrichtsmaterial und dessen Umsetzung im Unterricht, ganz nach dem Motto „Train the Trainer“. 

    Zielgruppe sind Lehrkräfte aus allen Fachrichtungen und Personen der außerschulischen Jugendbildung, die sich über KI und die Umsetzung des Themas im Unterricht oder Workshops informieren möchten. Vorwissen zu KI ist nicht notwendig. 

     

    Die Ausstellung „SHIFT. KI und eine zukünftige Gemeinschaft“

    Im Frühjahr 2023 erforscht die Ausstellung des Kunstmuseums Stuttgart mit künstlerischen Mitteln die künstliche Intelligenz (KI). Verbunden mit KI sind sowohl Hoffnungen auf als auch Herausforderungen für eine neue Form des Zusammenlebens mit Technik. Der Begriff „SHIFT“ (engl. verschieben, Übergang, Wechsel) unterstreicht die These der Ausstellung, dass KI nachhaltig die Idee einer Gemeinschaft verändert, in der Mensch, Natur und Technik in einem kooperativen Verhältnis stehen. Cyber Valley unterstützt die Ausstellung im Kunstmuseum Stuttgart mit einem vielfältigen Begleitprogramm: zur Programmübersicht. Der Workshop ist Teil des Begleitprogramms.

     

    Kosten

    Der Workshop ist kostenfrei. 

     

    Anmeldung

    Der Workshop findet online via Zoom statt. Bitte registrieren Sie sich auf dieser Seite mit Ihrer Mailadresse für das Meeting. Nach der Registrierung erhalten Sie eine Bestätigungs-E-Mail mit Informationen zur die Teilnahme am Meeting und dem Link.

     

    Projektbeteiligte

    Das Seminar ist ein Angebot des Stuttgarter Research Focus Interchange Forum for Reflecting on Intelligent Systems (SRF IRIS) in Zusammenarbeit mit Cyber Valley, der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg und dem Kunstmuseum Stuttgart.